Bleeding Edge mit Sidux „Erebos“

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Mit leichter Verspätung haben die Sidux-Entwickler heute Nacht Sidux 2008-02 aus der Taufe gehoben, das den Codenamen „Erebos“ trägt. Die Distribution hat brandaktuelle Software an Bord, da die Pakete aus Debians instabilen Sid-Zweig stammen. Gewöhnlich steht Sidux als KDE-Full- und KDE-Lite-Variante zum Download bereit. Dabei kommt allerdings kein KDE 4.1 zum Einsatz, sondern die stabile Variante 3.5.9. Zusätzlich gibt es Sidux Erebos nun mit einer XFCE-Oberfläche für etwas flügellahme 32- und 64-Bit-Rechner.

Der Kernel in der aktuellen Version 2.6.25.9 unterstützt dank des neuen WLAN-Stacks deutlich mehr Drahtlos-Hardware und Chipsätze von Intel (iwlwifi3945/ iwlwifi4965), Realtek (RTL8180L, RTL8185), Ralink (rt2x00) und Broadcom (b43/ b43legacy) sowie mehr Webcams (Ricoh R5U870 OEM, die Quickcam Orbit, Quickcam Pro für Notebooks und Quickcam Pro 5000 von Logitech, die Webcams des Asus Eee-PC) und Gigabit-Ethernet-Karten (zahlreiche Modelle von Intel).

Die Entwickler haben am Installer gearbeitet, Debians kürzlich entdeckten OpenSSL-Bug behoben und zahlreiche Bugfixes vorgenommen, um Sidux trotz des experimentellen Charakters von Sid mehr Stabilität zu verleihen. Das Partitionieren von Festplatten und das Erkennen von Dateisystemen klappt nun besser, zudem haben die Entwickler an der Firmware-Erkennung gearbeitet.

Das Skript „fw-detect“versucht die Firmware für proprietäre Hardware zu erkennen und gibt im Erfolgsfall einem Installationsbefehl zurück, über den man den passenden Treiber einspielt, etwa „apt-get install bluez-firmware“ für Broadcoms Chipsatz Blutonium Bluetooth (BCM2033). Weitere Informationen zur aktuellen Version liefert die Webseite des Sidux-Projekts.

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