AIGLX: Neues zu Red Hats 3D-Desktop

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Knapp zwei Wochen, nachdem Novell seinen umstrittenen Xgl-Server freigegeben hat, gibt nun Red Hat Informationen zu seiner Konkurrenz-Software AIGLX (Accelerated Indirect GL X) preis. Die Ziele sind ähnlich: AIGLX bringt ebenso wie Xgl GL-Grafikeffekte auf den Linux-Desktop. Im Gegensatz zu Novell, dessen Entwickler mit Xgl einen neuen X-Server erstellt haben, kommt AIGLX mit sowenig Änderungen wie möglich aus.

Außerdem arbeitet das AIGLX-Team eng mit der Community zusammen. Alle Änderungen befinden sich stets im CVS-Repository von X.org. Novell lässt einen Großteil seiner Entwicklung hinter verschlossenen Türen stattfinden. Die Community bekommt erst das fertige Ergebnis zu sehen. AIGLX besteht aus drei Komponenten: einer verbesserten Variante der OpenGL-Bibliothek Mesa, einer Version des Metacity-Windowmanagers mit Composition Manager für Effekte sowie der GL-beschleunigte X-Server von X.org

Die Demo-Videos im Fedora-Wiki sehen vielversprechend aus und zeigen, dass AIGLX durchaus mit Xgl mithalten kann. Ein interessanter Effekt der unterschiedlichen Ansätze von Red Hat und Novell: AIGLX arbeitet nicht mit proprietären Treibern zusammen, während Novell für seinen Xgl-Server genau diese Treiber empfiehlt. Da Novell kürzlich angekündigt hat, keine proprietären Treiber mehr in Opensuse zu integrieren, ist fraglich, wie die Entwickler diesen Gegensatz umgehen wollen.

[1] http://fedoraproject.org/wiki/RenderingProject/aiglx

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