Webbrowser

In den letzten Jahren fielen Webbrowser aus dem Haus Microsoft primär durch Defizite in Bezug auf Sicherheit und Funktionen auf. Viele Anwender stiegen daher bereits früh auf die freie Alternative Firefox um (Abbildung 2). Der Mozilla-Browser dient aufgrund seines modularen Aufbaus als Grundlage für den Tor-Browser, der eine abgesicherte Verbindung ins Internet via Onion-Routing herstellt.

Abbildung 2: Unter Linux der wohl bekannteste Webbrowser: Mozilla Firefox.

Neben Firefox haben sich unter Linux vor allem schlanke und schnelle Alternativen wie Qupzilla oder Midori etabliert. Mit Vivaldi steht außerdem eine schnelle proprietäre Alternative bereit. Selbst Google konnte mit seinem Browser Chrome und dessen freiem Pendant Chromium unter Linux Fuß fassen.

Für sehr spartanisch ausgerichtete Arbeitsplätze finden Sie unter Linux außerdem noch textbasierte Webbrowser wie Lynx, die sich für den Einsatz an Terminals eignen und die Sie ausschließlich über die Tastatur steuern.

Mailclients

Als Ersatz für das veraltete und mit technischen Defiziten behaftete Outlook Express oder dessen Nachfolger Live Mail bietet sich für Umsteiger Thunderbird an. Die freie Software braucht dabei den Vergleich mit den Microsoft-Produkten nicht zu scheuen und integriert über die ebenfalls von Mozilla entwickelte Kalenderanwendung Lightning eine Kalenderverwaltung.

Zusätzlich finden sich unter dem freien Betriebssystem noch viele andere Clients, die teilweise auf die großen Desktop-Umgebungen abgestimmt sind. So steht für Gnome das Programm Evolution bereit, das im Umfang Outlook gleicht, oder alternativ das schlanke Geary. Das Gegenstück für KDE hört auf den Namen KMail. In Verbindung mit dem PIM-Manager Kontact stehen hier auch Kalenderfunktionen zur Verfügung.

Im Bereich der integrierten Anwendungen punktet vor allem Seamonkey, das auf der früheren Mozilla Application Suite basiert. Inzwischen pflegt ein Team freier Programmierer den Quellcode. Die Software integriert neben einem schnellen Webbrowser auch ein Mail-Programm, einen Chat-Client, einen HTML-Editor sowie ein Adressbuch. Damit ersetzt die Suite gleich eine Vielzahl einzelner Anwendungen.

Wie Firefox, Thunderbird und Lightning steht Seamonkey unter freien Lizenzen. Der Browser basiert auf Firefox und weist wie dieser eine modulare Struktur auf. Das ermöglicht es, viele Firefox-Erweiterungen weiter zu nutzen.

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