Brennen und Rippen

Zum Herstellen optischer Datenträger hat sich unter Windows neben einigen kleineren Share- und Freeware-Projekten vor allem Nero Burning ROM etabliert, das häufig in abgespeckter Variante optischen Laufwerken beiliegt. Es stand zeitweise auch für Linux bereit, wurde jedoch mittlerweile wieder eingestellt. Das dürfte an der starken Konkurrenz liegen: Unter Linux behaupten sich als Brennprogramme unter anderem K3b bei KDE, Brasero unter Gnome, Xfburn unter XFCE und X-CD-Roast als unabhängige und betont schlanke Alternative.

Für das Rippen von CDs und DVDs stehen unter Linux mehrere ausgereifte Programme bereit, während Sie unter Windows zu diesem Zweck höchstens auf das mittlerweile nicht mehr weiterentwickelte DVD Shrink oder DVDFab zurückgreifen. Linux-Nutzer setzen dazu vor allem Dvd::rip, K9copy, OGMRip oder Vamps ein. Die Anwendungen dienen nicht nur zum Kopieren von optischen Datenträgern mit Audio oder Videos, sondern sind unter Umständen dazu in der Lage, verlustbehaftet Videos zu komprimieren.

Systemwerkzeuge

Im Gegensatz zru Windows-Monokultur mit dem Explorer herrscht unter Linux in Bezug auf Dateimanager vitale Vielfalt. Das Spektrum der Software reicht dabei vom Norton-Commander-Klon Midnight Commander mit rustikalem Erscheinungsbild über Tools wie Dolphin, Thunar oder Nautilus, die zu den großen Desktops gehören, bis hin zu komfortablen Programmen wie EmelFM2 oder dem agilen XFE (Abbildung 6).

Abbildung 6: EmelFM2 bietet einen Zwei-Fenster-Betrieb.

Im Windows-Universum gilt der proprietäre und kostenpflichtige Partition Manager von Paragon als unangefochtener Platzhirsch beim Einrichten von Massenspeichern. Microsoft steuert für seine diversen Windows-Versionen entsprechende Programme mit grundlegenden Funktionen bei. Inzwischen haben jedoch die freien Alternativen, die teils als Live-System mit Linux als Basis arbeiten, diesen Markt unter sich aufgeteilt. So bieten Gnome Disks, Gparted, Partimage und QtParted erheblich mehr Funktionen als die Windows-eigenen Programme (Abbildung 7).

Abbildung 7: Gnome Disks (unten rechts) und der KDE-Partitionsmanager (oben links).

Auch der Bereich der Backup-Lösungen für Kleinunternehmen und Heimanwender entwickelt sich dank freier Software zunehmend zu einer Linux-Domäne. Während im kommerziellen Bereich unter Windows primär Acronis Trueimage und Paragon Backup & Recovery das Feld bearbeiten, haben sich inzwischen verschiedene – teils deutlich leistungsfähigere – freie Pendants wie Areca Backup, Bacula, Clonezilla oder Duplicity etabliert. Zusätzlich helfen Programme wie FreeFileSync, Conduit oder die Java-Software DirSync Pro beim Synchronisieren von Daten.

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