Plugins und Presets

Viele Plugins erhalten Sie über die Plugin-Übersicht auf der Aftershot-Homepage [14] in Form einer AFZPLUG-Datei. Es gibt aber auch eine Reihe eigenständiger Plugin-Entwickler, die ihre Erweiterungen über andere Kanäle vertreiben. Beachten Sie beim Stöbern durch die webbasierte Plugin-Datenbank, dass Sie zwingend die 64-Bit-Variante des gewünschten Plugins benötigen. Nicht jedes dort gelistete Zusatzprogramm liegt jedoch entsprechend vor.

Zur Installation laden Sie die AFZPLUG-Datei in ein beliebiges Verzeichnis und spielen sie dann unter Datei | Plugins installieren... ein (Abbildung 2). Damit Aftershot die Erweiterung nutzt, müssen Sie die Anwendung neu starten. Anschließend finden Sie das Plugin in der rechten Seitenleiste im untersten Reiter Plugins**1. Im Test reichte die Qualität der kostenlosen Plugins von durchwachsen (mit zFrame lassen sich einfache Rahmen gestalten) über fehlerhaft (zSoften erzeugte Artefakte im Bild) bis hin zu desaströs (SiliconBonk ließ Aftershot beim Start abstürzen).

Abbildung 2: In der Linux-Version fehlt der in Aftershot Pro 3 neu hinzugekommene Addon-Manager, Plugins und Presets lassen sich jedoch auch manuell installieren.

Aufgrund des fehlenden Plugin-Managers müssen Sie nicht mehr gewünschte oder problematische Plugins von Hand löschen. Sie finden die zugehörigen Dateien im versteckten Verzeichnis ~/.AfterShot Pro 3/Plugins (64-bit), wobei Aftershot für jedes Plugin ein eigenes Unterverzeichnis erstellt. Um ein Plugin zu deinstallieren, löschen Sie den entsprechenden Ordner und starten Aftershot neu.

Die von Corel teils kostenpflichtig angebotenen Filter müssen Sie hingegen komplett von Hand einspielen. Kostenlos lässt sich das entsprechende Prozedere mit dem Landschaftsfilter austesten: Laden Sie diesen in Form des Archivs Landscape.zip aus dem Netz [15], und entpacken Sie den Inhalt der Datei nach ~/.AfterShot Pro 3/Presets. Dabei müssen Sie zum Teil schon existierende Dateien überschreiben. Nach einem Neustart erscheinen die neuen Presets im Reiter Standard ganz unten in den Voreinstellungen. Die Landscape-Filter ordnet Aftershot unter Querformat ein. Abbildung 3 zeigt links den Filter Rostlandschaft und rechts die Morgenwärme Matt. Die Effekte lassen sich selbstverständlich auch ohne Preset erzielen – allerdings müssen Sie dafür wissen, an welchen Knöpfen es im Programm zu drehen gilt. Ausgehend von den Voreinstellungen des Presets, passen Sie das Ergebnis an Ihre Wünsche an.

Abbildung 3: Corel bietet optional erhältliche Farbfilter für Aftershot an. Die Landschaftsfilter gibt es kostenlos: Links eine Rostlandschaft, rechts mit Morgenwärme Matt.

Bildschäden ausbügeln

Die in der Praxis wichtigste Neuerung in Aftershot Pro 3 findet sich in der Schönheitsfehler-Korrektur (englisch: "Blemish Remover Tool"). Mit diesem Werkzeug entfernen Sie direkt in Aftershot kleine Fehler – wie Staub auf der Linse bei Landschaftsaufnahmen oder kleine Hautunreinheiten im Gesicht des abgebildeten Modells – ohne dass Sie noch zusätzlich eine Bildbearbeitung wie Gimp aufrufen müssen. Für die Aktion zoomen Sie in den gewünschten Bereich und wählen unter dem Bild in der Werkzeugleiste das Icon Schönheitsfehler-Korrektur (zweites von rechts) an. Aftershot aktiviert im selben Schritt automatisch den Regionscursor und öffnet den Ebenendialog.

Tippen Sie nun ins Bild, erzeugen Sie zwei Doppelkreise, die sich frei positionieren lassen: Die schwarzen Kreise symbolisieren den Bereich, in den Aftershot den Inhalt der roten Kreise kopieren soll. Im Beispiel aus Abbildung 4 übernehmen Sie zum Kaschieren des Pickels einfach eine von Unreinheiten verschonte Hautpartie in der näheren Umgebung. Das Objekt erscheint in der Ebenenliste als Kreis-Klon 1, sofern Sie mit dem Kreiswerkzeug arbeiten. Mit den Schiebereglern Weiche Auswahlkante und Größe passen Sie die Dimensionen der zwei Ringe an. Die Auswahlkante entspricht dem äußeren, die Größe dem inneren Ring. Den Inhalt des inneren Rings kopiert Aftershot mit allen Details, den Bereich des Äußeren überblendet es mit zunehmendem Radius immer stärker.

Abbildung 4: Mit der Schönheitsfehler-Korrektur entfernen Sie direkt in Aftershot kleine Fehler – wie kleine Hautunreinheiten im Gesicht des abgebildeten Modells – ohne zusätzlich eine Bildbearbeitung wie Gimp aufzurufen.

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