Container klonen

Um einen Klon des Containers debian8 zu erstellen, genügt der Aufruf lxc-clone -o Original -n Neu. Das funktioniert jedoch nur, wenn Sie zuvor das Gastsystem stoppen. Das Klonen dauerte im Test etwa 20 Sekunden. Danach ändern Sie die IP-Adresse unter /var/lib/lxc/debian_clone/config und /var/lib/lxc/debian_clone/rootfs/etc/network/interfaces Ihren Wünschen entsprechend ab. Zudem müssen Sie die hosts-Dateien um einen entsprechenden Eintrag für den geklonten Container ergänzen. Starten Sie dann den Klon-Container, und nehmen Sie probehalber per SSH Verbindung auf. Die Konfigurationsdatei des Klons weist unter Umständen mehr Einträge auf als jene des Originals – das ist normal.

Programmverwaltung und Updates

Über die Container-Konsole aktualisieren Sie die bereits installierten Pakete wie üblich mit apt-get update gefolgt von apt-get upgrade. Über die Paketverwaltung lassen sich zudem weitere Softwarepakete aus den eingetragenen Bezugsquellen installieren. Um auf eine breitere Programmauswahl zuzugreifen, ergänzen Sie im Container die Datei /etc/apt/sources.list um die gewünschten Repositories (Listing 5).

Listing 5

# /etc/apt/sources.list
deb http://httpredir.debian.org/debian jessie main contrib non-free
deb http://ftp.de.debian.org/debian/ jessie main contrib non-free
deb http://security.debian.org/ jessie/updates main contrib non-free
deb http://ftp.de.debian.org/debian/ jessie-updates main contrib non-free

Sie müssen Updates nicht zwingend aus dem laufenden Container heraus starten: Das klappt mittels lxc-attach auch vom Wirt aus [3].

Es bietet sich an, die Aktualisierungen in einem Rutsch mit dem Hauptsystem vorzunehmen. Das im Listing 6 gezeigte Shell-Skript erledigt das Update des Wirts, beendet alle laufenden Container und startet diese dann einzeln zur Aktualisierung neu.

Der Schalter -qq hinter apt-get unterdrückt alle Ausgaben – verwenden Sie ihn also erst nach einem erfolgreichen Testlauf. Gleiches gilt für -y ("yes"), das den Befehl ohne Rückfragen durchlaufen lässt. Das Kommando lxc-wait in der eigentlichen Update-Schleife stellt sicher, dass der Container betriebsbereit ist.

Listing 6

#! /bin/sh
echo "--- Update des Wirtssystems -----"
apt-get -qq update
apt-get -qq -y upgrade
apt-get -qq -y clean
apt-get -qq -y autoclean
apt-get -qq autoremove
echo "--- Container beenden -----------"
for i in $(lxc-ls --active -1); do
  echo $i
  lxc-stop -n $i
done
echo "--- Container starten/updaten ---"
for n in $(lxc-ls --stopped -1); do
  echo $n
  lxc-start -n $n -d
  lxc-wait -n $n -s 'RUNNING'
  sleep 5
  lxc-attach -n $n -- apt-get -qq update
  lxc-attach -n $n -- apt-get -qq -y upgrade
  lxc-attach -n $n -- apt-get -qq -y clean
  lxc-attach -n $n -- apt-get -qq -y autoclean
  lxc-attach -n $n -- apt-get -qq autoremove
  lxc-stop -n $n
done
echo "--- Aktualisierung ausgeführt ---"

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Kommentare
Network und Broadcast sind falsch.
Holger (unangemeldet), Sonntag, 09. Oktober 2016 23:32:46
Ein/Ausklappen

Das ist falsch:

address 192.168.0.37
netmask 255.255.255.0
network 192.168.0.1
broadcast 192.168.0.37
gateway 192.168.0.1
dns-nameservers 192.168.0.1

Richtig

network 192.168.0.0
broadcast 192.168.0.255

Falsch

address 192.168.0.90
netmask 255.255.255.0
network 192.168.0.0
broadcast 192.168.0.90
gateway 192.168.0.1
dns-nameservers 192.168.0.1


Richtig

broadcast 192.168.0.255

Quellen

https://0fury.de/blog/?/pos...etting+f%C3%BCr+Anf%C3%A4nger/

http://www.itslot.de/2013/0...netzwerkadresse-berechnen.html



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