Voice- und Videochats

Neben der LibreOffice-Suite enthält Open365 mit Kontact 4.13.0.15 aus KDE 4.13.3 einen umfassenden Personal Information Manager (PIM) mit E-Mail-, Adressbuch- und Kalenderfunktion. Ihr Accountname im Stil von "maxmustermann@open365.io" dient dabei automatisch als E-Mail-Adresse. Damit diese später beim Empfänger ordentlich erscheint, sollten Sie in der Seitenleiste unter Mail die E-Mail-Funktion öffnen und dann aus dem Menü heraus unter Settings | Configure KMail... den Namen korrigieren.

Innerhalb von Open365 bietet der Dienst zudem noch die Möglichkeit, Kurznachrichten an andere Anwender zu übermitteln. Die Funktion erreichen Sie aus dem Hub über das Chat-Symbol neben Ihrem Namen. In der sich öffnenden Seitenleiste People durchsuchen Sie den kompletten Bestand an Nutzern – Open365 listet hier den Namen auf, den Sie beim Erstellen des Accounts angegeben haben. Optionen zum Schutz der Privatsphäre – etwa zum Ausblenden des eigenen Namens in der Suche – fehlen bislang komplett.

Im Chat-Fenster starten Sie dann mit einem Klick auf Start Videoconference einen Anruf. Dabei greift der Dienst intern auf die quelloffene Videochat-Lösung Jitsi und das Protokoll WebRTC [8] zurück. Sie benötigen daher weder besondere Treiber noch Apps, jeder moderne Webbrowser sollte funktionieren. Im Test zeigte sich allerdings Chrome im Gegensatz zu Firefox etwas bockig. Der Google-Browser fragte beim Start eines Chats zwar um Erlaubnis, auf die Webcam des Rechners zugreifen zu dürfen, zeigte dann aber weder das Kamerabild noch die Bedienelemente des Videochats an.

Fazit

Auf der Homepage verspricht Open365: "You can download it and deploy to your own servers or use it online for free". Aktuell stimmt diese Aussage jedoch noch nicht. Auch wenn Open365 das Wort "Open" im Namen trägt und quelloffene Grundlagen wie LibreOffice, Seafile oder Jitsi verwendet, fehlt bislang der Quellcode des Diensts. Ohne den aber lässt sich schlecht eine Instanz des Diensts auf eigener Hardware hosten. Somit geben Sie im Moment auch bei Open365.io Ihre Daten aus der Hand und machen sich vom Wohlwollen des Anbieters abhängig. Im Forum schreibt ein Admin jedoch, dass der Anbieter bereits intensiv an der Freigabe des Quellcodes arbeitet [9].

In der Praxis schlägt sich Open365 gar nicht schlecht, ungeachtet des Beta-Status funktionieren bereits alle Komponenten des Diensts. Wer gerne mit LibreOffice arbeitet und des Öfteren Rechner nutzt, auf denen das Büropaket fehlt, der erhält mit Open365 eine jederzeit verfügbare Office-Suite und 20 GByte kostenlosen Cloudspeicher obendrein. Unangenehm fallen die derzeit noch fehlenden Privatsphäre-Einstellungen auf: Man sollte als Anwender entscheiden können, ob man seine Präsenz und den Klarnamen allen Nutzern des Dienstes präsentieren möchte. 

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Kommentare
Funktioniert noch nicht
Thomas (unangemeldet), Dienstag, 07. Juni 2016 20:50:08
Ein/Ausklappen

Wir haben die Textverarbeitungskomponente ausprobiert und festgestellt, dass es nicht noch nicht funktioniert. Synchronisierung dagegen schon, sofern es etwas zu synchronisieren gaebe.


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Re: Funktioniert noch nicht
Milber (unangemeldet), Samstag, 11. Juni 2016 05:30:18
Ein/Ausklappen

Ja, Synchro funktioniert sehr gut und die Bearbeitung der Texte eigentlich auch, außer man will Tastenkombinationen verwenden. Aber das wird noch, denn so kann man es ja nicht lassen. Und es ist ja auch nur evtl. beta, eher alpha.
Doch, wenn man schon LO oder OO nutzt dann wird das die optimale Anlaufstelle.
Noch viel Arbeit, das ist klar, aber die machen das. Wenn man also (wie ich) im Normalfall offline arbeitet dann ist es auf jeden Fall ein gutes Datengrab, in dem odf gut aufgehoben sind. Und es kann mit .docx besser umgehen als Microsofts Angeot mit .odf.
Gut gemacht, trotz noch bestehender Schwächen.


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Bisher ist das Paket nur sehr eingeschränkt nutzbar
Milber (unangemeldet), Montag, 06. Juni 2016 18:18:42
Ein/Ausklappen

Ich habe das sofort installiert, als ich von dem Dienst gelesen hatte. Als LOler idel, weil man die odfs ohne jegliche Einbußen benutzen kann.
ABER: online ist der Writer kaum nutzbar. Bei mir (WIN10) ist eine ganz normale Sache wie zum Anfang oder Ende eines Textes nicht machbar, in einer Textverarbeitung nicht hinnehmbar.
Der Desktopclient (also die Einbindung und Synchro im Explorer klappt sehr gut, und ich habe halt jetzt auch die Möglichkeit, alles unproblematisch mit Linux und Windows zu benutzen, klasse gemacht und dringend notwendig.
Aber die online-Nutzung muss sich noch deutlich verbessern.
Eine Synchronisation mit Google Mail ist extrem schadhaft: ich musste meinen Zugang löschen und einen neuen Zugang registrieren, das das Online Office nach der Verbindung mit gmail nicht mehr nutzbar war, auch ein Neustart des PCs half nichts.
Also: erst mal Finger weg von der Mail-Komponente.


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