Ordentlicher Schreibtisch

Bei Notizen, ein paar Sätzen oder reinen Textdateien brauchen Sie nicht gleich LibreOffice zu starten, sondern verwenden die Desktop-Version von LanguageTool (Abbildung 3).

Abbildung 3: Ein Klick auf das X-Symbol in der Symbolleiste löscht das obere Feld.

Die brauchen Sie noch nicht einmal extra zu installieren: Scrollen Sie auf der LanguageTool-Homepage [1] zum Bereich Download und klicken Sie den gelben Kasten LanguageTool als Desktop-Programm an. Alternativ nutzen Sie auch hier die Version von der Heft-DVD, wenn Sie die Media-Edition erworben haben. Das so erhaltene Zip-Archiv entpacken Sie auf der Festplatte und rufen im dabei neu entstandenen Verzeichnis folgenden Befehl auf:

$ java -jar languagetool.jar

Im Fenster tippen Sie in das obere Feld Ihren Text und stellen über die Auswahl die Sprache ein. Im unteren Bereich meldet das Programm dann alle erkannten Fehler. Einen Text aus der Zwischenablage fügen Sie über [Strg]+[V] oder Textprüfung | Text in der Zwischenablage prüfen ein.

Über Datei | Öffnen öffnen Sie bei Bedarf eine Textdatei (mit der Endung .txt). Alternativ prüfen Sie eine solche über die Variante des Programms für die Kommandozeile. Dazu rufen Sie im LanguageTool-Verzeichnis den folgenden Befehl auf, wobei Sie test.txt gegen den Dateinamen Ihrer Datei ersetzen:

$ java -jar languagetool-commandline.jar -l de test.txt

Hinter dem Parameter -l steht das Länderkürzel der entsprechenden Sprache. Mit de nimmt LanguageTool an, dass in der Datei test.txt ein deutscher Text liegt.

Schlauer Feuerfuchs

Mit LanguageTool besteht die Möglichkeit, Texte in Firefox zu korrigieren. Das hilft etwa dann, wenn Sie eine E-Mail im Browser schreiben möchten. Um die Software in Firefox einzubauen, klicken Sie auf der Projektseite für das Addon [4] auf Hinzufügen und installieren so die Erweiterung (Abbildung 4).

Abbildung 4: Die Erweiterung LanguageToolFx bietet der offizielle Firefox-Addon-Katalog an.

Das Addon prüft den Text allerdings nicht selbst, sondern überlässt diese Aufgabe einem Hintergrunddienst, den die Desktop-Anwendung mitbringt. Um diesen Dienst zu aktivieren, starten Sie die Desktop-Anwendung, rufen Textprüfung | Optionen auf, setzen einen Haken vor Als Server laufen auf Port und klicken auf OK.

Wann immer Sie zukünftig einen Text in Firefox korrigieren möchten, müssen Sie zuvor die Desktop-Anwendung starten. Stört Sie dessen Hauptfenster, werfen Sie den Hintergrunddienst mit folgendem Befehl separat an:

$ java -cp languagetool-server.jar org.languagetool.server.HTTPServer

Möchten Sie den Dienst nicht ständig betreiben, prüfen Sie den Text alternativ im Online-Dienst der LanguageTool-Macher. Dazu öffnen Sie das Firefox-Menü (über das Symbol mit den drei Strichen ganz rechts in der Adressleiste), wählen Add-ons und dann Erweiterungen.

Wechseln Sie über den entsprechenden Button neben LanguageToolFx in dessen Einstellungen. Scrollen Sie ganz nach unten und setzen Sie einen Haken in das Kästchen neben Den Webdienst benutzen, wenn eine Verbindung mit dem lokalen Server nicht erfolgreich ist. Bei dieser Methode wandern die zu prüfenden Texte zwar verschlüsselt über das Internet, Sie müssen den LanguageTool-Entwicklern jedoch trotzdem vertrauen.

Um einen Text zu prüfen, markieren Sie ihn im Browser-Fenster und klicken Sie dann auf das LT-Symbol ganz rechts in der Adressleiste. Alternativ drücken Sie [Strg]+[Umschalt]+[L] (Abbildung 5). Bei Texten in Eingabefeldern genügt es, in das Eingabefeld zu klicken und dann das LT-Symbol zu aktivieren oder [Strg]+[Umschalt]+[Eingabe] zu drücken.

Abbildung 5: Das Ergebnis der Prüfung zeigt das Firefox-Addon rechts unten in einem eigenen Fenster an.

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