Installation

Kali Linux setzt bei der Installation nach wie vor auf den Debian-Installer, den Sie entweder aus dem Grub-Bootmenü heraus aufrufen oder im Live-System über den Menüeintrag Usual applications | System Tools | Install Kali starten. Die Routine kopiert das System nach Abfrage einiger Parameter wie Passwort und Partitionierungsschema auf den Massenspeicher.

Nach einem Neustart erscheint bei den Vollversionen in der Grundeinstellung ein angepasster der Gnome-Desktop. Darin finden Sie links in der vertikal am Bildschirmrand verlaufenden Schnellstartleiste einige häufig genutzte Tools wie das Metasploit-Framework, die Burpsuite für Penetrationstests von Webapplikationen, oder Maltego, ein Tool zum Data-Mining in Social Networks. Hier findet sich ganz unten das Icon Anwendungen anzeigen: Diese Funktion listet nicht nur alle installierten Applikationen auf, sondern bietet auch eine Suchfunktion, mit deren Hilfe Sie schnell das gewünschte Programm finden.

Aufgrund weiterer Anpassungen wie der Einführung von Multi-Level-Menüs stieg der Hauptspeicherbedarf in der Minimalkonfiguration mit Gnome 3 auf 768 MByte. Damit das System auch auf älterer Hardware flüssig läuft, bietet Kali Linux erstmals eine volle Unterstützung für viele weitere Arbeitsumgebungen an, darunter XFCE, LXDE und Enlightenment E17.

Aktualisierungen

Obwohl das Projekt die Distribution bereits mit einem 4.0er-Kernel und vielen auf dem aktuellen Stand befindlichen Systemprogrammen ausliefert, sollten Sie auf regelmäßige Updates achten. Da das System Aktualisierungen nicht automatisch ausführt, müssen Sie es selbst auf dem jeweils neuesten Stand halten. Dazu rufen Sie im Menü Anwendungen | Usual applications | Systemwerkzeuge den Eintrag Paketaktualisierung auf. Mithilfe eines grafischen Tools bringen Sie dann alle Pakete auf den neuesten Stand (Abbildung 3). Wie für ein Debian-System üblich steht Kommandozeilennutzern alternativ auch der Weg über Apt-get zur Verfügung.

Abbildung 3: Kali setzt beim Aktualisieren des Systems auf die Mitarbeit des Nutzers, bietet aber ein ansprechende grafische Oberfläche dafür an.

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