Von der Platte

Wie im Live-Betrieb lädt Bodhi Linux auch im Einsatz von der Festplatte direkt nach dem Start automatisch den Webbrowser Midori mit einer lokalen Seite, die Hinweise zum Einrichten und Nutzen des Systems anbietet. Da das Betriebssystem zudem automatisch eine Aktualisierung vornimmt, sollte außerdem eine Internet-Verbindung bestehen.

Das Einrichten eines WLAN-Zugangs erledigen Sie über den Eintrag Network Connections im Untermenü Applications | Preferences. Im Test fiel Bodhi Linux dabei durch eine schwächelnde Hardware-Erkennung auf: So erkannte es die intern in einem Notebook verbaute WLAN/Bluetooth-Combo-Karte beispielsweise nicht. Erst mit einem externen WLAN-Dongle gelang der Verbindungsaufbau.

Das Funktionieren des Netzzugangs zeigt Bodhi Linux nach kurzer Wartezeit im Panel an. Im Menü Applications | System Tools finden Sie eepDater, das Werkzeug zum Aktualisieren des Systems. Der Aufruf des Tools mittels Linksklick führt Sie in ein intuitiv zu nutzendes Programmfenster. Dort erscheint nach Abfrage der Update-Server eine Liste aller Pakete, für die ein Update zur Verfügung steht (Abbildung 2).

Abbildung 2: Das Update des Systems geht dank eepDater schnell vonstatten.

Hier wählen Sie durch Setzen eines Kreuzchens in der ersten Spalte (Upgrade) jene Pakete aus, die Sie aktualisieren möchten. Nach einem Klick auf Apply oben rechts im Fenster bringt eepDater die ausgewählten Pakete auf den aktuellen Stand.

Der Desktop

Nach der Migration von Enlightenment E18 auf E19 als Desktop in Bodhi Linux 3.0.0 vollzogen die Entwickler in der neuen Version 3.1.0 mit der Einführung der Moksha-Arbeitsoberfläche erneut eine Wende. Laut Jeff Hoogland, dem führenden Kopf hinter Bodhi Linux, erwies sich der Enlightenment-E19-Desktop insbesondere für ältere Rechner als zu schwerfällig und ressourcenfressend.

Obendrein geriet die Entwicklungsphilosophie des E19-Projekts immer wieder in Konflikte mit derjenigen der Distribution: Während die Bodhi-Entwickler dem Anwender weitgehende Konfigurationsfreiheit geben wollten, amputierte das Enlightenment-Projekt einer vermeintlich besseren Bedienbarkeit wegen in E19 viele Einstelloptionen. Außerdem gestaltete sich die Kooperation zwischen Betriebssystem-Entwicklern und Desktop-Programmierern zunehmend schwierig: Fehlerkorrekturen flossen nur schleppend in den E19-Desktop ein, da das Enlightenment-Team seine ganze Aufmerksamkeit bereits auf die Nachfolgeversion E20 richtete.

Diese unerfreulichen Reibereien führten schließlich zur Abspaltung des Moksha-Projekts [3] von Enlightenment. Die dem Moksha-Desktop zugrundeliegende Arbeitsoberfläche Enlightenment E17 gilt als außerordentlich stabil und – durch jahrelange Pflege – auch als weitestgehend fehlerfrei.

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