Konfiguration

Nach der Installation von Kup finden Sie in den Systemeinstellungen ein neues Modul mit dem Namen Datensicherungen (Abbildung 1). Nach dem Öffnen teilt Kup mit, dass der standardmäßig vorhandene Sicherungsplan noch nie ausgeführt wurde (Abbildung 2) – ihn gilt es nun zu konfigurieren. Ein Klick auf den entsprechenden Schalter öffnet das Fenster mit den Einstellungen. Die empfohlene Art der Datensicherung ist bereits angehakt und bedient sich des oben beschriebenen Git-basierten Vorgehens (Abbildung 3).

Abbildung 1: Die Systemsettings mitsamt Kup unter KDE Plasma 5.
Abbildung 2: Kup bemängelt das Fehlen eines Datensicherungsplans.
Abbildung 3: Die empfohlene Art der Datensicherung hat Kup bereits angehakt.

Bei der Quellenwahl (Abbildung 4) können Sie Verzeichnisse und Dateien einbeziehen oder ausschließen. Im nächsten Reiter legen Sie das Ziel des Backups fest. Hier besteht die Auswahl zwischen Dateisystempfad und Externe Quelle. Bei Ersterem kann es sich um eine weitere eingebaute Festplatte oder eine eingehängte Netzwerkfreigabe handeln. Als externe Quellen gelten via USB angeschlossene Festplatten und Speichersticks oder auch SD-Karten und eSATA-Platten (Abbildung 5). Der Grund für das Auslagern externer Quellen liegt in der Funktion von Kup, automatisch ein Backup auf einen als Ziel definierten USB-Speicher vorzunehmen, den Sie zur Laufzeit anstecken.

Abbildung 4: Die Auswahl der zu sichernden Dateien.
Abbildung 5: Als Sicherungsziel kommen lokale, externe und Netzwerkspeicher infrage.

Im nächsten Reiter legen Sie den Zeitplan für Ihre Backups fest. Hier bietet Kup drei Möglichkeiten an: Die Manuelle Aktivierung lösen Sie über das Kup-Icon im Systemabschnitt der Kontrollleiste aus. Datensicherungen in festen Zeitintervallen stellen Sie unter dem Punkt Zeitraum ein. Die etwas unglücklich übersetzte letzte Option Verbrauchte Zeit nimmt einen Sicherunglauf vor, falls der Rechner länger als das vorgegebene Zeitintervall eingeschaltet bleibt. Unterhalb davon legen Sie noch fest, ob Sie wünschen, dass Kup in jedem Fall vor dem Beginn eines Backups nachfragt.

Der Reiter Erweitert (Abbildung 6) bietet neben der Integration von versteckten Dateien eine Überprüfung der Integrität der zu sichernden Daten an. Der wichtigste Punkt hier ist aber der unterste: Er erzeugt Wiederherstellungsinformationen, um auch teilweise korrupte Sicherungen etwa durch defekte Sektoren wiederherstellen zu können. Dazu bedient sich Kup einer Funktion von Bup, bei der das Prüfsummenformat Par2 [11] zum Einsatz kommt. Es erzeugt anhand der Redundanz in einer Datei ein File mit Wiederherstellungsinformationen. Das vergrößert das Backup um rund 10 Prozent und braucht auch etwas länger.

Abbildung 6: Im Reiter Erweitert finden sich einige sehr nützliche Optionen.

Damit ist die Konfiguration von Kup abgeschlossen. Sie dürfen mehrere Datensicherungspläne mit verschiedenen Aufgaben, Zielen und Zeitplänen nebeneinander vorhalten; neue Pläne fügen Sie über das Pluszeichen oben rechts hinzu.

Testlauf

Falls Kup nach einem Klick auf Anwenden zum Abschluss der Konfiguration kein Icon im Systemabschnitt des Panels zeigt, hilft ein Neustart des Rechners. Haben Sie als Ziel für Ihre Sicherungen ein externes Medium angegeben, so erscheint das Icon erst, nachdem Sie das Medium anstecken und das System es einhängt.

Ein Klick auf das Icon bringt die Menüpunkte Datensicherungen konfigurieren und Datensicherungsplan**1 sowie – falls vorhanden – weitere Pläne zum Vorschein (Abbildung 7). Während ein Klick auf den ersten Punkt Sie wieder in die Konfiguration führt, zeigt der zweite Punkt die drei selbsterklärenden Unterpunkte Datensicherung ausführen, Dateien anzeigen und Log-Dateien anzeigen. Der erste löst eine Sicherung manuell aus; der zweite öffnet einen einfachen Dateimanager, der die gesicherten Dateien zur Ansicht und Wiederherstellung anzeigt. Die Log-Dateien zeigen den Verlauf und Erfolg der Sicherung an. Hier sollte als letzter Satz Kup successfully completed the bup backup job stehen.

Abbildung 7: Über das Kup-Icon in der Kontrollleiste gelangen Sie jederzeit an die Bedienelemente von Kup.

Bei einer ersten Sicherung konnte Kup auf unserem Testrechner nicht alle zum Backup festgelegten Dateien des Home-Verzeichnisses sichern (Abbildung 8). Bei den fehlenden Daten handelte es sich um Dateien, die Googles Webbrowser Chrome in /home/USER/.cache/google-chrome temporär vorhielt. Nachdem wir dieses Verzeichnis in der Konfiguration ausschlossen, lief das Backup sauber durch.

Abbildung 8: Unsere ersten Backup-Versuche quittierte Kup mit dieser Fehlermeldung.

Die vorherige Meldung im Log, Kup habe das Backup nicht beenden können, erwies sich als übertrieben: Kup schloss die Sicherung sauber ab, allerdings ohne besagte Dateien mit zu sichern (Abbildung 9). Auch ein Backup mittels Rsync zeigte nicht gesicherte Daten. Dabei handelte es sich aber, wie im Fall der Sicherung mit Bup, um Daten, die man vermutlich nicht sichern will und daher bedenkenlos ausschließen kann.

Abbildung 9: Das Protokoll von Kup zeigt, an welchen Stellen es bei der Sicherung hakt.

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