Erster Start

Schon bei der ersten Anmeldung am frisch installierten System fallen die neuen Piktogramme auf, die deutlich moderner wirken als die bisherigen. Das betrifft sowohl die Taskleiste als auch das Startmenü und den Universalverwalter YaST (Abbildung 3).

Abbildung 3: Rechts alt, links neu: OpenSuse spendierte seinem System – hier sehen Sie YaST – neben neuer Farben auch neue Piktogramme, die deutlich moderner wirken als die bisherigen.

Wer OpenSuse 13.2 zunächst in Vmware ausprobieren möchte, weiß es sicher zu schätzen, dass es die nötigen Treiber für viele relevanten Funktionen bereits mitbringt. Dazu zählen das automatische Anpassen der Bildschirmgröße, das nahtlose Wechseln des Mauszeigers sowie Drag & Drop von Dateien in beide Richtungen. Im Test funktionierte allerdings der Unity-Modus nicht, der Programmfenster isoliert vom Desktop auf dem Wirtssystem darstellt; dasselbe galt für die Freigabe von Ordnern des Wirts im Gastsystem.

Eine weitere, längst überfällige Anpassung: OpenSuse führt nun endlich systemnahe Kommandos auch via Sudo aus. Auch dem Dateimanager Dolphin spendierten die Entwickler durchaus sinnvolle Erweiterungen. So gewährt die Seitenleiste jetzt direkten Zugriff auf kürzlich aufgerufene Dokumente und erlaubt die Suche nach bestimmten Dateitypen aus dem Menü heraus (Abbildung 4).

Abbildung 4: Als markanteste Änderungen am Dateimanager Dolphin (rechts die neue Version) fallen der direkte Zugriff auf den Verlauf kürzlich aufgerufener Dokumente und die Suchmöglichkeiten nach Dateitypen ins Auge.

Auf Knopfdruck neu

Eine der wichtigsten Neuerungen, die OpenSuse bietet, findet sich allerdings unter der Haube. Sie nennt sich Snapper und erlaubt es, bestimmte Systemzustände festzuhalten und bei Bedarf wiederherzustellen. Das erklärt auch, warum in OpenSuse 13.2 Btrfs als Dateisystem für das Root-Verzeichnis zum Einsatz kommt: Es unterstützt diese Technik direkt.

Sie finden Snapper in YaST unter der Rubrik Verschiedenes. In der Grundeinstellung ist das Feature bereits aktiviert und protokolliert automatisch sämtliche Veränderungen am System mit, erlaubt aber auch das Anlegen eigener Snapshots – etwa dann, wenn Sie ein neues Programm ausprobieren möchten. Ein Klick auf den Eintrag Snapper öffnet den Konfigurationsdialog, in dem Sie unter Create einen neuen Snapshot erzeugen.

Um den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen, klicken Sie zunächst auf Show Changes. Daraufhin zeigt das Tool sämtliche Verzeichnisse, in denen sich etwas verändert hat (Abbildung 5). Je nach Umfang der Änderungen nimmt der Aufbau des Fensters einige Zeit in Anspruch. Aktivieren Sie danach alle Ordner, deren Inhalt Sie in den Ursprungszustand zurückversetzen möchten, und bestätigen Sie die Auswahl mit Restore Selected.

Abbildung 5: Snapper protokolliert permanent Veränderungen am System – und macht diese auf Knopfdruck auch wieder rückgängig.

Vor allem umfangreiche Wiederherstellungen dauern allerdings durchaus auch eine halbe Stunde oder länger. Jedoch gelangen im Test auch sehr komplexe Systemwiederherstellungen ohne Probleme, wie etwa das Recovery von KDE 5 auf KDE 4.

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