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Global verbunden

Cloud-Office Google Drive im Test

23.09.2013
Wollen Autoren in Gruppen zusammenarbeiten, begeben sie sich dazu am besten in die Cloud. Hier gibt es Bürosoftware, die das gleichzeitige Arbeiten an einem Dokument erlaubt – beispielsweise Google Drive.

Google Drive ging aus dem Projekt Google Docs hervor. Das erlaubte ursprünglich lediglich, via Browser Office-Dokumente zu erzeugen. Seit dem Umbenennen in Drive fungiert die Komponente zusätzlich als Datenspeicher. Drive bietet darüber hinaus die Möglichkeit, dass mehrere Autoren ein Dokument gleichzeitig bearbeiten – egal, ob diese über den Globus verteilt arbeiten oder nur am Schreibtisch nebenan.

Um den Dienst zu nutzen, brauchen Sie lediglich ein Konto bei Google. In diesem Zusammenhang ist der Hinweis unumgänglich, das sich im Zeitalter von Prism das Speichern und Bearbeiten von Dokumenten persönlichen oder anderweitig schützenswerten Charakters auf Drive aus Prinzip verbietet.

Nach der Anmelden dürfen Sie direkt loslegen. Um Drive im Browser aufzurufen, müssen Sie Javascript einschalten. Nach dem Einloggen landen Sie auf einer Seite, die eine Übersicht über die gespeicherten Dateien gibt. Links im Fenster fallen zwei breite, orangefarbene Knöpfe auf, die es ermöglichen, ein neues Dokument anzufertigen oder hochzuladen. Der Upload gestaltet sich trivial: Über die Schaltfläche fügen Sie die Datei der Drive-Cloud hinzu. Danach besteht die Möglichkeit, diese mit anderen Leuten zu teilen. Drive erlaubt es, die Daten über verschachtelte Verzeichnisse zu ordnen.

Interessanter ist dagegen das Erstellen einer neuen Datei. Ein Klick auf den entsprechenden Knopf zeigt die Auswahl möglicher Dokumente, die Sie anlegen dürfen (Abbildung 1): Text, Präsentation, Tabellenkalkulation, mathematischer Formelsatz und Zeichnungen stehen zur Auswahl, dazu eine Fülle an Formaten, die durchaus mit dem Angebot von Open/LibreOffice mitzuhalten vermag.

Abbildung 1: Text, Präsentation, Tabellenkalkulation, mathematischer Formelsatz und Zeichnungen – Sie haben die Auswahl, was für einen Typ von Dokument Sie in Google Drive anlegen möchten.

Sicher in der Cloud

Sie fertigen alle Dateien im Browser an. Im Moment des Erzeugens liegen diese in der Cloud, und Software speichert sie periodisch ab. Das schließt einen Datenverlust zwar nicht grundsätzlich aus, aber im Alltag kommt es kaum zu Problemen. Sobald Sie das Fenster schließen, speichert die Software die Datei im aktuellen Zustand. Beim nächsten Besuch der Drive-Seite finden Sie sie dementsprechend wieder vor.

Vom ersten Moment des Erzeugens eines Dokuments an besteht die Möglichkeit, dieses mit anderen Google-Nutzern zu teilen – entweder passiv (zum Lesen) oder aktiv (zum Mitarbeiten). Es hat einen eigenen Charme, das Dokument an einer anderen Stelle wachsen zu sehen, als an der, an der Sie gerade arbeiten.

Möchten Sie die erzeugten Dokumente parallel auf der Festplatte in einem nativen Format vorliegen haben, so legt Ihnen der Suchmaschinen-Betreiber keine Steine in den Weg: Drive erlaubt das Herunterladen im MS-Office- oder ODF-Format. Zumindest unter Open/LibreOffice gibt es keine Probleme beim anschließenden Einlesen.

Textbearbeitung

Nach dem Anlegen eines Dokuments erscheint eine leere Seite mit dem Titel Unbenanntes Dokument. Das Textmodul hält eine Unmenge an Stilen bereit und ermöglicht das Einfügen von Bildern, Tabellen und mathematischen Termen. Es fehlt nichts, was Sie von einer guten Textverarbeitung erwartet (Abbildung 2).

Abbildung 2: Ein Beispieldokument mit einigen Stilen, einem Bild und einem mathematischen Term.

Das Bedienkonzept setzt auf Menüleisten. Freundlicherweise informiert Drive stets über den Zustand des Dokuments, Sie brauchen nicht selbst zu speichern. Nach kurzer Zeit erfolgt eine automatische Sicherung. Verlust durch Absturz oder eine schlechte Verbindung ist somit unwahrscheinlich. Im Notfall starten Sie einfach den Browser neu, verbinden sich mit Google, öffnen das Dokument und machen da weiter, wo Sie aufgehört haben.

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