Runderneuert

Topaktuelle, fehlerbereinigte Knoppix-Version direkt vom Entwickler

12.08.2013
Nutzen Sie schon jetzt Knoppix 7.2.0f mit einigen Bugfixes und Verbesserungen, auf die andere Anwender noch bis zum nächsten Release warten müssen.

Wenn es denn unbedingt sein muss, können Sie Knoppix [1] auch auf einer Festplatte installieren. Allerdings wurde es für den Betrieb als Live-System optimiert, also den Start von DVD, USB-Stick oder übers Netzwerk. Am schnellsten läuft das Live-System von einer USB-Flashdisk, auf die Sie es mit den beiliegenden Installationsskripten im Handumdrehen einrichten.

Beim Start erscheint ein Bootscreen mit dem Knoppix-Logo. Hier können Sie einige sogenannte Cheatcodes eingeben, um etwa einen bestimmten Grafik-Chipsatz einzustellen oder andere Hardware gezielt anzusteuern, für die eine automatische Konfiguration unter Linux nicht ohne Weiteres klappt.

UEFI-Boot

UEFI verkompliziert das Bootverfahren dahingehend, dass BIOS-Routinen generell nicht mehr greifen. Der Bootscreen sowie das Laden des Betriebssystems müssen über eine FAT32-Partition sowie ein von der CPU-Architektur abhängiges Bootprogramm abgewickelt werden, das auch restriktivere Bootmethoden wie das berüchtigte (und keineswegs sichere) UEFI Secure Boot ermöglicht.

Am besten schalten Sie in den Einstellungen des Rechners das UEFI-Bootverfahren zugunsten von CSM ("Compatibility Support Module") ab: UEFI bietet im Regelfall keinerlei Vorteile, und einige Hersteller implementieren es zudem so fehlerhaft, dass es unter bestimmten Umständen zu einem Versagen der Firmware mit Totalausfall führt. Unerfreulicherweise findet sich auf vielen Rechnern bereits ein vorinstalliertes Betriebssystem, das sich ausschließlich über UEFI starten lässt.

Damit zumindest die USB-Flashdisk-Variante von Knoppix auf solchen Rechnern auch ohne Umstellung des Bootverfahrens startet, enthält Knoppix 7.2.x zusätzlich zum bekannten, stabilen MBR-Syslinux auch eine experimentelle EFI-Version dieses Bootloaders. Sie verwendet die selbe Konfigurationsdatei (/boot/syslinux/syslinux.cfg) wie beim Standard-Bootverfahren. Da bei EFI der Bootloader von der CPU-Architektur abhängt, bringt die DVD-Version von Knoppix zum Starten der jeweiligen Kernel sowohl eine 32- als auch eine 64-Bit-Version des Bootloaders im Verzeichnis /EFI/BOOT mit. Das Laden einer Bootgrafik unterstützt Syslinux-EFI derzeit noch nicht, sodass hier der sonst übliche Knoppix-Pinguin zur Begrüßung fehlt.

Flashdisk-Installer

Knoppix läuft von einem USB-Stick bis zu fünf mal schneller als von der DVD. Zudem speichert die auf Stick installierte Version Daten und Einstellungen automatisch. So erhalten Sie ein System, das sich zwar wie eine Festplatteninstallation anfühlt, das sich aber dennoch mobil auf verschiedenen Rechnern einsetzen lässt. Um Knoppix auf einem USB-Stick zu installieren, wählen Sie im Menü Knoppix den Punkt Knoppix auf Flashdisk installieren.

Zur Installation richteten frühere Knoppix-Versionen auf dem Stick eine virtuelle Festplatte mit Ext2-Dateisystem als Loopback-Image ein. Sie befand sich mit den übrigen Bootdateien auf einem FAT32-Dateisystem. FAT32 unterstützt jedoch nur maximal 4 GByte große Dateien. Auf den heute üblichen USB-Sticks mit 8 GByte oder noch mehr Kapazität ließ sich der verbleibende freie Platz nicht direkt für das Live-System verwenden. Der neue Flash-Installer kann den Stick so partitionieren, dass neben der FAT32-Bootpartition eine Linux-Partition wählbarer Größe entsteht, die das System direkt als Overlay (optional verschlüsselt) nutzen kann (Abbildung 3).

Abbildung 1: Auf großen USB-Sticks können Sie den über die maximal 4 GByte für die Boot-Partition hinausgehenden Platz jetzt als Dateisystem-Overlay für Knoppix nutzen.

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