Multimediales

Durch den Fokus auf den professionellen Einsatz sind multimediale Programme in der Standard-Installation sehr dünn gesät. Zudem packt das Setup kaum entsprechende Codecs mit auf die Platte, sodass selbst das Abspielen einer MP3-Datei unter Rhythmbox zunächst eine Nachinstallation erfordert.

Um Zugriff auf einen ausreichenden Bestand an Zusatzprogrammen zu haben, binden Sie daher zunächst die Repositories EPEL [2] und Rpmforge [3] in das System ein. Das erledigen Sie ganz einfach per Kommandozeile: Geben Sie im Terminal als User root bei bestehender Internet-Verbindung die folgenden Befehle ein:

# yum install yum-conf-elrepo.noarch
# yum install yum-conf-rpmforge

Danach ziehen Sie Encoder wie Lame oder Ffmpeg komfortabel über GPK nach, den Sie im Menü System | Administration unter dem Eintrag Software hinzufügen/entfernen finden. Das Bildbearbeitungsprogramm Gimp installieren Sie in gleicher Weise. Um Ihr System für Flash-Videos fit zu machen, aktivieren Sie zudem das Adobe-Repository [4]. Über Version auswählen... und die Option YUM for Linux (YUM) gelangen Sie zur richtigen Variante für Scientific Linux.

Sofern Ihr System Komponenten enthält, die mit proprietären Treibern unter Linux einen größeren Funktionsumfang aufweisen als mit freien Treibern (beispielsweise einige Grafik- oder WLAN-Karten), so sollten Sie das Fusion-Repository [5] aktivieren.

Trotz eines ausgereiften und sorgfältig getesteten Desktops kommt es vor, dass Sie unter Umständen bestimmte Funktionen vermissen, die sich in keinem Repository finden. Um diesem Manko abzuhelfen, stellen die Entwickler von Scientific Linux sogenannte Tweak-RPMs bereit, die häufig angefragte Features beinhalten [6].

Sites und Spins

Analog zu den bei Fedora "Spin" genannten speziell angepassten Betriebssystemvarianten gab es bislang bei Scientific Linux sogenannte "Sites". Die beim CERN eingesetzte SL-Variante hörte beispielsweise vor Version 6.0 auf den etwas sperrigen Namen "Scientific Linux CERN". Mit der Version 6.0 übernahmen die Maintainer die Namen von Fedora.

Dieser Schritt bietet die Möglichkeit, eigene Spin-Distribution auf Basis von Scientific Linux 6 zusammenzustellen. Dazu liefern die Entwickler ab Werk die Programme Livecd-tools, Liveusb-creator und Revisor mit, die Sie problemlos entweder per Kommandozeile oder über den grafischen Paketmanager installieren (Abbildung 3).

Abbildung 3: Mit ein paar Mausklicks erstellen Sie eine eigene Variante von Scientific Linux.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

LU 10/2016: Kryptographie

Digitale Ausgabe: Preis € 0,00
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Probleme mit MPC/MPD
Matthias Göhlen, 27.09.2016 13:39, 2 Antworten
Habe gerade mein erstes Raspi Projekt angefangen, typisches Einsteigerding: Vom Raspi 3B zum Radi...
Soundkarte wird erkannt, aber kein Ton
H A, 25.09.2016 01:37, 6 Antworten
Hallo, Ich weiß, dass es zu diesem Thema sehr oft Fragen gestellt wurden. Aber da ich ein Linu...
Scannen nur schwarz-weiß möglich
Werner Hahn, 20.09.2016 13:21, 2 Antworten
Canon Pixma MG5450S, Dell Latitude E6510, Betriebssyteme Ubuntu 16.04 und Windows 7. Der Canon-D...
Meteorit NB-7 startet nicht
Thomas Helbig, 13.09.2016 02:03, 4 Antworten
Verehrte Community Ich habe vor Kurzem einen Netbook-Oldie geschenkt bekommen. Beim Start ersch...
windows bootloader bei instalation gelöscht
markus Schneider, 12.09.2016 23:03, 1 Antworten
Hallo alle zusammen, ich habe neben meinem Windows 10 ein SL 7.2 Linux installiert und musste...