Fazit

Man merkt Sawfish noch an vielen Stellen an, dass es einige Jahre im Dornröschenschlaf lag. Verspielte 3D-Effekte etwa dürfen Sie nicht erwarten, erhalten dafür aber im Gegenzug einen extrem flexiblen Fenstermanager. Das Verhalten und Aussehen der Fenster lässt sich bis ins kleinste Detail individuell anpassen. Dieser Artikel konnte dabei nur einen kleinen Teil der Möglichkeiten vorstellen.

So lassen sich Fenster in Sawfish in ein gemeinsames packen – ein Wechsel erfolgt dann über Registerkarten, ähnlich den Tabs in einem Browser. Natürlich kennt der Fenstermanager auch Arbeitsflächen und Desktops, die größer als der eigentliche Bildschirm sind (Stichwort "Viewport"). Die meisten Änderungen lassen sich bequem über das Fenster für die Sawfish-Einstellungen vornehmen, für umfangreichere Umbaumaßnahmen benötigen Sie allerdings Lisp-Kenntnisse.

Angesichts der übermächtigen Konkurrenz durch KDE, Gnome, XFCE und Konsorten wird Sawfish vermutlich nicht mehr seinen zur Jahrtausendwende erzielten Verbreitungsgrad erreichen. Für programmierfreudige Anwender, die einen kleinen schlanken Desktop suchen, den man schrankenlos den eigenen Bedürfnissen anpassen kann, ist Sawfish jedoch mehr als einen Blick wert. 

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