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Italienisches Opus

Multimedia ohne Ende mit Sabayon 5.4 Gnome

18.11.2010
Mit Italien verbinden viele Menschen die Toskana, das Kolosseum und Pizza. Weniger bekannt ist die Multimedia-Distribution Sabayon – zu unrecht.

Das aus Italien stammende Sabayon Linux hat sich in den letzten Jahren zu einer beliebten Distribution für Anfänger gemausert, wobei der Schwerpunkt des Systems auf dem Desktop liegt. Am 30. September ist Sabayon in der neuen Version 5.4 für die Desktopumgebungen Gnome und KDE erschienen [1]. Auf der Heft-DVD finden Sie die Gnome-Version für 32- und 64-Bit-PCs.

Erster Eindruck

Sabayon-Linux startet von der Live-CD in einen dunkel und unaufgeregt anmutenden Gnome-Desktop (Abbildung 1), der als Besonderheit das Icon XBMC Media Center aufweist. Verfügt der Rechner über ausreichend leistungsfähige Hardware, verwandeln Sie Sabayon durch einfaches Anklicken dieses Icons sofort in ein Mediacenter. Ein weiterer Starter mit der Bezeichnung Compiz Fusion Icon schaltet die voreingestellten 3D-Effekte zu, die mit wellenförmig über den Desktop gleitenden Fenstern und rotierenden Würfeln für anspruchsvolle Optik sorgen.

Abbildung 1: Der Sabayon-Desktop gibt sich auf unauffällig, jedoch elegant.

Ein Blick in die Menüs offenbart die solide und aktuelle Softwareausstattung der Distribution: Neben OpenOffice 3.2.1.5 sind unter anderem Firefox 3.6.9 und GIMP 2.6.10 mit an Bord. Sabayon nutzt zudem den aktuellen, auf Desktop-Performance hin optimierten Kernel 2.6.35. Die üblicherweise im Gnome-Fundus befindlichen Standardprogramme ersetzten die Entwickler jedoch teilweise durch Alternativen: Statt des Bittorrent-Clients Transmission findet sich das etwas komfortablere Deluge, anstelle des Audio-Player Rhythmbox kommt das schnelle und schlanke Audacious zum Einsatz. Anwendungen für Voice over IP fehlen ganz. Ansonsten fallen im Gnome-Menü Anwendungen | Sabayon mehrere Einträge auf, die sich um das Verwalten von Paketen oder die Dokumentation des Systems drehen.

Auf die Platte

Die Systemeinrichtung nehmen Sie am einfachsten mit dem Starter Auf die Festplatte installieren vor. Sabayon-Linux aktiviert daraufhin einen grafischen Installer, der nach Abfrage der üblichen Einstellungen zu Lokalisierung, Speichermedium und Partitionen recht zügig das gesamte System auf die Platte packt. Den anschließenden Neustart schaffte das System auf unseren Testsystemen jedoch nicht automatisch, was die Eingabe des Befehls init 6 auf der Kommandozeile notwendig machte.

Nach dem erneuten Laden des Betriebssystems zeigt sich der Desktop wiederum sehr sparsam ausgestattet und im gleichen Farbkanon wie beim Live-System: Ein mit Sulfur bezeichnetes Icon auf der Arbeitsoberfläche sowie der Starter Get Live Help am gleichen Ort, der auf die Chat-Seite der Distribution im Internet verlinkt und dort schnelle Hilfe in Problemfällen verspricht, ziehen die Aufmerksamkeit auf sich.

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