Noch mehr Karten

Auch, wenn das dargebotene Kartenmaterial Ihren Bedürfnissen nicht genügt, lässt Sie Marble nicht im Stich. Dank eines modularen Konzepts lassen sich für besonders wissbegierige Geographen zusätzliche Karten aus dem Internet herunterladen. Den Dialog zum Download weiterer Atlanten finden Sie im Menü Datei | Karten herunterladen. Ein Mausklick auf das Auswahlfeld Installieren in diesem Erweiterungsdialog aktiviert das gewünschte Kartenwerk.

Neben zusätzlichen historischen Karten sowie Atlanten von Venus und Mars stehen hier auch verschiedene Erd- und Mondansichten zur Auswahl. Radfahrer freuen sich über eine weltweite Karte von Radwegen, die auf der Arbeit des Openstreetmap-Projekts fußt. Somit können Sie ab sofort auch in Kuala Lumpur in die Pedale treten, ohne die Orientierung zu verlieren – wobei Ihnen die optional zuschaltbare Wetterkarte bei der Entscheidung hilft, ob Sie die Regenjacke mitnehmen sollen (Abbildung 7).

Abbildung 7: Mit zusätzlichen Ansichten können Sie Marble per Mausklick erweitern.

Durch Markieren einzelner Orte per rechtem Mausklick und dem Hinzufügen der entsprechenden Messpunkte lassen sich Entfernungen recht detailliert berechnen, wobei eine roten Linie die Strecken zwischen den Messpunkten darstellt. Dadurch lassen sich mithilfe markanter Punkte auch längere Routen sehr genau planen.

Fazit

Mit Marble entdecken Sie die Erde auf eine moderne, vielfältige Art. Dank der vielen Darstellungsmöglichkeiten und der Einbindung externer Dienste wie der Wikipedia und des Openstreetmap-Projekts ersetzt Marble nicht nur einen herkömmlichen Atlas, sondern regt zusätzlich dazu an, den geografischen Horizont selbständig zu erweitern. In der Schule lässt sich Marble aufgrund seiner Kartenfülle zu verschiedensten thematischen Schwerpunkten nicht nur im Fach Geografie langfristig verwendet, sondern auch im Geschichtsunterricht nutzbringend einsetzen.

Besonders erfreulich fällt an Marble der im Vergleich zum Konkurrenten Google Earth sehr sparsame Umgang mit Hardware-Ressourcen auf: Schon auf Pentium-3-Rechnern mit 1 GHz Taktfrequenz läuft der 3D-Atlas flüssig und baut alle Karten zügig auf. Auch die Zoomfunktionen nutzen Sie ohne lange Wartezeiten, ohne dazu einen hochleistungsfähigen Grafikadapter zu benötigen. Einzig eine schnelle Internet-Verbindung sollte vorhanden sein, zumindest wenn Sie Erweiterungen laden möchten.

Bei der deutschen Lokalisierung allerdings patzt Marble bislang noch in einigen Bereichen. Damit söhnen allerdings letztlich die einfachen Bedienung, die auch für Anfänger ohne ein langes Handbuchstudium zu bewältigen ist, und der enorme Funktionsumfang weitgehend aus. 

Infos

[1] Marble Live-ISOs: http://edu.kde.org/marble/download.php

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