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Süßes Dessert

Kurztest: Sabayon Linux 5.3 Gnome

22.07.2010
Als Gentoo-Derivat glänzt Sabayon Linux laut Distrowatch noch deutlich vor dem Original. Wir haben für Sie das neue Release 5.3 mit Gnome-Desktop unter die Lupe genommen.

Bei der unüberschaubaren Anzahl an Linux-Distributionen beweisen die Namengeber oft große Fantasie, um Ihre Abkömmlinge durch eine aussagekräftige Bezeichnung vom Rest abzuheben. Allerdings wählte der Italiener Fabio Erculiani ausgerechnet die französische Version der italienischen Süßspeise Zabaglione als Namenspatron für seine Gentoo-Variante.

Wie ein süßer Nachschlag wirkt das neue Sabayon Linux 5.3 [1] in der Tat: So verspricht die Distribution nicht nur dank vorinstallierter NVidia- und ATI-Treiber 3D-Fähigkeit out-of-the-box. Auch Spiele und einiges andere mehr an proprietärer Software liegen dem 1,7 GByte großen Gesamtpaket bei. Als besonderes Extra legt Sabayon noch das Media-Center XBMC [2] obendrauf.

Sie wünschen?

Das großzügige Angebot des Grub2-Bootmenüs bietet neben der voll funktionsfähigen Live-Version auch gleich die Möglichkeit einer grafischen Vollinstallation. Dies gilt auch für das XBMC-Mediacenter. So probieren Vorsichtige beide Varianten erst einmal aus, der Connaisseur installiert XBMC oder Sabayons Desktopvariante gleich auf die Festplatte.

Hinter der Auswahl Start Sabayon 5.3 (No Music) verbirgt sich die eigentliche Live-Distribution. Der erste Menüpunkt beehrt Sie nach dem Start mit einem recht langen Rock&Roll-Titel, der nicht unbedingt jedermanns Geschmack trifft. Bei grafischen Problemen während der Installation hilft der Textmodus weiter.

Live installiert

Die zügig startende Live-Distribution spricht mit ihrem schicken, in Blau und Schwarz gehaltenen Design eher Heimanwender an. Trotzdem wirkt die Oberfläche dank Gnome 2.28 aufgeräumt und übersichtlich.

Möchten Sie sich sofort von der 3D-Fähigkeit des Desktops begeistern lassen, klicken Sie auf das Compiz Fusion Icon. Sabayon legt nämlich wenig Wert auf eine reine Open-Source-Distribution und bindet die proprietären Grafiktreiber von Nvidia und ATI sofort ein. Genauso verhält es sich im Übrigen auch mit den Browser-Plugins Adobe Flash und Suns Java-Environment.

Einen so schönen Desktop möchte man natürlich gleich installieren. Das bewerkstelligen Sie über zwei Wege: Der Live-Desktop verfügt über das Symbol Auf die Festplatte, eine gleichnamigen Punkt bietet aber auch das Grub2-Bootmenü schon an.

Dem Installer geben Sie nur einige wenige Parameter mit auf den Weg, darunter das Tastaturlayout, die gewünschte Sprache, Host- und Benutzernamen sowie die Partitionseinteilung für die Festplatte. Die Partitionierungsroutine glänzt zwar mit klaren Vorschlägen, verwirrt aber gelegentlich durch die nicht durchgängige deutsche Lokalisierung (Abbildung 1).

Abbildung 1: Das – zwar einfach anzuwendende – Partitionierwerkzeug verwirrt durch schlechte Lokalisierung.

Auf eine Softwarevorauswahl verzichtet Sabayon komplett. Das System installiert aber neben dem Standard-Desktop Gnome noch den schlanken Fenstermanager Fluxbox.

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