Distributionen

Distributions-News

Debian-Live-CDs im Web bauen

Das Debian-Tool Live Helper gibt es nun unter http://live-helper.debian.net auch als Webanwendung. Damit konfigurieren Sie eine eigene Debian-Live-Version und können etwas später das fertige Image aus dem Web herunterladen. Dahinter stecken die CGI-Skripte aus dem Live-Helper-Paket und die Arbeit des Entwicklers Richard Nelson. Das Tool erstellt Binär-Images für CDs/DVDs, für das Booten vom Netz sowie Festplattenabbilder für die Debian-Zweige Lenny, Squeeze und Sid. Die vorgefertigten Paketlisten reichen von einer minimalen Rettungs-CD bis zu einer Vollinstallation von KDE oder Gnome. Daneben dürfen Sie auch individuell gewünschte Pakete angeben.

Derzeit gibt es zwar noch keine Online-Hilfe, die Grundeinstellungen sind allerdings leicht zu verstehen. Weitere Optionen für Fortgeschrittene lassen sich im Web-Formular ausklappen. Sie betreffen Angaben wie Architektur, Paketquellen, Chroot-Optionen oder die IP-Adresse des Servers beim Netzwerk-Boot. Um das Tools zu benutzen, müssen Sie lediglich eine funktionierende E-Mail-Adresse einzugeben. Über diese erhalten Sie einen Download-Link, sobald der Build abgeschlossen ist.

Mit dem Debian Live Helper bauen Sie jetzt auch online maßgeschneiderte Debian-Live-CDs.

Pleite abgewendet: Mandriva findet neue Investoren

Der seit Monaten am Rand der Zahlungsunfähigkeit lavierende Distributor Mandriva SA ist dem Insolvenzgericht offenbar gerade noch einmal von der Schippe gesprungen: Wie Mandriva-CEO Arnaud Laprévote Mitte Juni bekannt gab, hat das Unternehmen jetzt endlich neue Geldgeber gefunden.

"Die Gesellschaft hat Investoren gefunden, die Kapital in das Unternehmen einbringen wollen, um die Finanzen auszugleichen und ein erfolgversprechendes Geschäftsmodell zu entwickeln.", sagte Laprévote dem französischen Branchendienst Le Mag IT in einem Interview (http://tinyurl.com/lu1008-lemagit). "Die Community und die Anwender müssen sich also keine Sorgen mehr machen." Allerdings äußerte sich Laprévote in dem Gespräch weder dazu, wie das neue Geschäftsmodell aussehen soll, noch zur Identität der Investoren. Auch mit einer offiziellen Bekanntgabe hält sich Mandriva bislang zurück.

Nach Informationen aus unternehmensnahen Quellen, die LinuxUser vorliegen, dürfte es sich bei den neuen Teilhabern aber nicht um das lange als Favorit gehandelte, große französische Systemhaus Linagora (http://www.linagora.com) handeln, das bereits mit relativ klaren Vorstellungen über die mögliche Zukunft von "Mandragora" (Mandriva + Linagora) an die Öffentlichkeit getreten war (http://www.mandrivauser.de/wordpress/?p=630).

Für ein Platzen der Übernahmeverhandlungen mit Linagora spricht auch die Tatsache, dass Mandriva SA sich außerstande sah, LinuxUser für die Heft-DVD dieser Ausgabe bis zum 1. Juli ein ISO der seit Wochen technisch fertigen, aber bislang für ein Rebranding durch den neuen Eigentümer zurückgehaltenen Mandriva 2010.1 Spring zur Verfügung zu stellen. Das Release erfolgte schließlich mit gut einem Monat Verspätung gegenüber dem ursprünglichen Plan am 8. Juli. Einen ausführlichen Test von Mandriva 2010.1 lesen Sie in der nächsten Ausgabe, auf deren Heft-DVD Sie auch die "Free Edition" der Distribution finden.

Von der neuen Entwicklung zeigt sich die internationale Mandriva-Community, die vor wenigen Tagen mit einem offenen Brief (http://www.mandrivauser.de/wordpress/?p=636) vom ihrem Distributor eine Stellungnahme über die Zukunft insbesondere des Community-Supports dringend erbeten hatte, fürs Erste beruhigt. "Natürlich ist über die Absichten der neuen Investoren nichts bekannt. Ich gehe aber davon aus, dass der Status quo von Mandriva und Mandriva Linux erhalten bleibt", meint Wolfgang 'wobo' Bornath von der deutschen Community-Website MandrivaUser.de. "Darauf lässt die Tatsache schließen, dass es sich hier nicht um eine Übernahme oder aktive Beteiligung handelt, sondern 'nur' um eine Investition."

Bornath erwartet aber möglicherweise eine Veränderung der Mandriva-Produktpalette, insbesondere den Abschied vom seiner Meinung nach zu kostenintensiven Box-Produkt Mandriva Powerpack (http://store.mandriva.com). "Fraglich ist, ob und inwieweit sich das Management unter dem Einfluss der neuen Investoren zu tatsächlich wirksamen Änderungen der Geschäfts- und Produktpolitik durchringen wird oder ob wir in zwei bis drei Jahren wieder vor der gleichen Situation stehen werden wie jetzt", fasst er die Zweifel der Community zusammen.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

LU 11/2017: Server für Daheim

Digitale Ausgabe: Preis € 8,50
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 3 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...
Backup mit KUP unter Suse 42.3
Horst Schwarz, 24.09.2017 13:16, 3 Antworten
Ich möchte auch wieder unter Suse 42.3 mit Kup meine Backup durchführen. Eine Installationsmöglic...
kein foto, etc. upload möglich, wo liegt mein fehler?
kerstin brums, 17.09.2017 22:08, 5 Antworten
moin, zum erstellen einer einfachen wordpress website kann ich keine fotos uploaden. vom rechne...
Arch Linux Netzwerkkonfigurationen
Franziska Schley, 15.09.2017 18:04, 0 Antworten
Moin liebe Linux community, ich habe momentan Probleme mit der Einstellung des Lan/Wlan in Arc...