Oberflächliches

Die Entwicklungsumgebung von Gambas ist selbst vollständig in Gambas realisiert, nur den Compiler und Interpreter hat Benoît Minisini in C geschrieben. In der übersichtlichen Oberfläche finden sich alle Werkzeuge da, wo man sie erwartet (Abbildung 1). Links im Programmfenster finden Sie eine Liste mit allen Bestandteilen des aktuellen Projekts. An dieser Stelle fügen Sie dem Projekt neue Teile in Form von Fenstern, Quelltextdateien, Grafiken oder Textdateien hinzu oder entfernen diese aus dem Projekt. Ein Assistent hilft beim Anlegen von Projekten und erstellt gleich ein Grundgerüst an Klassen, Dateien und Formularen.

Abbildung 1: Die Oberfläche von Gambas wirkt aufgeräumt und lässt sich weitgehend intuitiv bedienen.

Gambas ermöglicht das Entwickeln sowohl von Konsolenprogrammen als auch grafischen Anwendungen. Als Toolkits für GUI-Anwendungen lassen sich sowohl Gtk+ [6] als auch Qt [7] nutzen, letzteres allerdings nur in Version 3. Die Integration von Qt4 wird erst im nächsten Major-Release von Gambas erfolgen, eine erste Beta steht auf der Projekt-Homepage zum Download bereit.

Gambas-Anwendungen können Sie so gestalten, dass sich das Toolkit programmgesteuert wechseln lässt. So passen sich die Anwendungen dem verwendeten Desktop bestens an. Das Gestalten von Fenstern und Dialogen geht mit Hilfe des Form-Editors leicht von der Hand. Gambas bietet dabei nur solche Steuerelemente an, die sowohl unter Gtk+ als auch unter Qt3 zur Verfügung stehen.

Im Menüeditor, den Sie über das Kontextmenü eines Fensters im Formulareditor aufrufen, gestalten Sie die Programm-Menüs. Deren Einträge lassen sich frei sortieren, mit Grafiken und Tastenkürzeln versehen sowie ein- und ausblenden (Abbildung 2).

Abbildung 2: Der Menüeditor von Gambas hilft Ihnen beim Gestalten von Menü-Inhalten.

Der Code-Editor von Gambas beherrscht Syntax-Highlighting sowie automatisches Einrücken und schlägt bekannte Schlüsselwörter, Variablen und Funktionsnamen gleich bei der Eingabe vor (Abbildung 3). Über eine Liste am oberen Rand des Editorfensters springen Sie direkt zu den Funktionen innerhalb des Quelltextes. Ein Direktfenster unterhalb des Editors erlaubt die Eingabe von Befehlen zum Ausprobieren.

Abbildung 3: Der Code-Editor von Gambas unterstützt Sie bei der Eingabe von Programmcode und Hilfetexten.

Der Quelltext-Editor von Gambas eignet sich auch zum Erstellen von HTML-Dokumenten, etwa für eine Online-Hilfe-Funktion. Das Syntax-Highlighting für HTML und CSS funktioniert genauso wie das für Basic.

Zur Abrundung bringt Gambas noch einen Icon-Editor mit, mit dem Sie Symbole für die Programme und Menüs erstellen (Abbildung 4). Auch dieses Werkzeug integriert sich vollständig in die Entwicklungsumgebung.

Abbildung 4: Der Icon-Editor von Gambas eignet sich zum Erstellen von Symbolen und zum Bearbeiten kleinerer Grafiken.

Datenbankanbindung

Gambas bringt Datenbanktreiber für SQLite, MySQL, PostgreSQL, Firebird und ODBC mit, sodass sich fast alle Datenbanken ansprechen lassen. Im Formulareditor finden Sie Steuerelemente für die Texteingabe und zur Navigation, mit denen Sie auf die in einer Datenbank enthaltenen Informationen zugreifen. Auf diese Weise entwickeln Sie sehr schnell Anwendungen zur Eingabe von Daten in eine Datenbank. Der integrierte Datenbank-Manager von Gambas erlaubt das Anlegen von Datenbanken und der darin enthaltenen Tabellen unter einer grafischen Oberfläche. Dazu benötigen Sie entweder einen Zugang zu einem Datenbankserver oder legen eine lokale SQLite-Datenbank an.

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Kommentare
Wo ist Purebasic?
Doris Rapto (unangemeldet), Dienstag, 27. Juli 2010 21:14:33
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Ziemlich unvollständiger und einseitiger Artikel.
Zum einen fehlt hier Purebasic und zum anderen das völlig überteuerte und instabile Real Studio derart anzupreisen.

ne Danke!


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Wo ist MonoDevelop hier?
Andreas Marschke (unangemeldet), Mittwoch, 12. Mai 2010 20:03:01
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Hm. Da scheint man wohl Monodevelop und den wahrscheinlich am meisten heutzutage verbreiteten Dialekt VB (VisualBasic) einfach unter den Tisch fallen zu lassen. Das ist echt schlechte Recherche :(.
Ausserdem für einen Umsteiger von Windows auf Linux (als .NET Developer) wohl am ehesten zu ergreifen grade wegen der weiten Community und Nutzergemeinschaft, Bücher und Lehrmaterialien.
Macht eure Hausaufgaben!


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Re: Wo ist MonoDevelop hier?
Rainer Schuermann (unangemeldet), Donnerstag, 13. Mai 2010 06:28:40
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Vielleicht eine Grundsatzentscheidung. Mono ist ja in Linux-Kreisen nicht unumstritten, gerade wegen seiner ungesunden Naehe zu Microsoft.
Und von VisualBasic unter Linux habe ich noch nie etwas gehoert...


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