Fast pünktlich: Ubuntu 10.04

Nach sechs Monaten Entwicklung und einigen Hotfixes in letzter Minute hat Canonical mit leichter Verspätung in den Morgenstunden des 30. April 2010 Ubuntu 10.04 LTS zum Download freigegeben (http://www.ubuntu.com). Neben einer nicht unumstrittenen, runderneuerten Oberfläche bringt "Lucid Lynx" auch unter der Haube einige Veränderungen mit, wie etwa den Ersatz von HAL durch Udev. Fast gleichzeitig mit dem Original erschienen auch die Varianten und Derivate Kubuntu (KDE), Xubuntu (XFCE), Edubuntu (Bildung), Ubuntu Rescue Remix (Rettungssystem), Mythbuntu (MythTV), Ubuntu Studio (Multimedia-Desktop) und Ultimate Edition (umfangreiche Extras) in der neuesten Version. Viele andere werden in den nächsten Wochen folgen. Die CD- und die Netbook-Remix-Varianten von Ubuntu 10.04 finden Sie auf der Heft-DVD zu dieser Ausgabe.

Nicht nur unter der Haube, sondern auch auf der Oberfläche von Ubuntu 10.04 hat Canonical kräftig umgerührt – was nicht jedermann freut.

VDPAU für OpenSuse 11.3

Seit Ende April gibt es im Factory-Repository von OpenSuse das Paket libvdpau. Zusammen mit den Nvidia-Treibern sorgt es für GPU-beschleunigtes Video-Playback. Damit lassen sich auch auf CPU-schwachen Rechnern Videos in HD-Qualität wiedergeben. Das Paket stammt vom OpenSuse-Entwickler Stefan Dirsch, der plant, libvdpau in das Mitte Juli erscheinende OpenSuse 11.3 einzubringen. Entsprechende Anpassungen am Paket x11-video-nvidiaG02 hat er dazu bereits vorgenommen. Wer das GPU-beschleunigte Video-Playback ausprobieren möchte, muss allerdings den Nvidia-Treiber von Hand kompilieren. Eine entsprechende Anleitung für den OpenSuse-Build-Service befindet sich im Quellcode von nvidia-gfxG02 in de Datei README.

Kurz notiert

Auf den Namen "Grmlmonster" hört Grml 2010.04 (http://www.grml.org), die neueste Version der Distribution für Texttool-Anwender und Administratoren. Neben einer allgemeinen Frischzellenkur für die Software spendierten die Entwickler dem Release eine Reihe nützlicher neuer Boot-Optionen.

Die unabhängig entwickelte Distribution Yoper Linux 2010 (http://www.yoper.com) glänzt mit dem topaktuellen Kernel 2.6.33 und einem auf den Desktop-Einsatz hin optimierten, alternativen Scheduler. Als Benutzeroberfläche stehen KDE 3 und 4 sowie XFCE und LXDE zur Auswahl.

Für die vom 15. bis 17. Oktober 2010 in Leipzig stattfindende Ubuntu-Community-Konferenz Ubucon 2010 (http://ubucon.de) suchen die Veranstalter noch Vorträge und Workshops. Themenvorschläge kann man noch bis zum 15. August unter idee@ubucon.de einreichen.

Der Hacker planetbeing hat Android erfolgreich auf das iPhone portiert: Mit dem Bootloader Openiboot und dem rund 40 MByte großen iDroid-Abbild lässt sich ein iPhone in ein Linux-Handy verwandeln (http://linuxoniphone.blogspot.com).

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