Recoll hält lokale Dokumente im Auge

Überschreitet die Anzahl der Dokumente auf dem Rechner eine kritische Masse, verliert man leicht den Überblick. Dem beugt die Desktop-Volltextsuche Recoll vor. Das Qt-Programm setzt auf den Bibliotheken der Xapian-Suchmaschine auf und kommt ohne zusätzliche Datenbank-Engine oder Webserver aus. Beim ersten Start generiert Recoll einen Index aller Dokumente im aktuellen Verzeichnisbaum, der später als Grundlage für die schnelle Suche dient. Damit die Ergebnisse stets aktuell bleiben, müssen Sie den Index in regelmäßigen Intervallen neu erzeugen.

Bei der Indexerstellung erfasst das Programm Text- und HTML-Dateien, Mailbox-Daten sowie Dokumente in den von OpenOffice, Microsoft Office, Abiword oder KWord verwendeten Formaten. Über externe Programme integriert Recoll daneben auch PDF-, Postscript und (La)TeX-Dateien, Powerpoint-Präsentationen und anderes mehr in den Index. Die Suchmaschine erlaubt zudem, die Indexgenerierung auf die eigenen Bedürfnisse hin zu optimieren. So besteht etwa die Möglichkeit, bestimmte Pfade von der Indizierung auszunehmen oder mit einer speziellen Konfiguration zu belegen.

Nach dem Indexlauf genügt die Eingabe eines Suchbegriffs, um eine Liste aller relevanten Dokumente samt Textauszug zu erhalten. Die Treffer lassen sich auf bestimmte Medientypen einschränken, zur Auswahl stehen die Gruppen Medien, Präsentationen, Tabellen, Nachrichten oder Text. Eine erweiterte Suchfunktion ermöglicht, die Suche auf einzelne Dateiformate zu beschränken oder bestimmte Begriffskombinationen zu ignorieren. Über die Suchkonfiguration nehmen Sie außerdem Einfluss auf die Präsentation der Suchergebnisse. Hierzu zählen beispielsweise das Ausblenden von doppelten Ergebnissen, die Angabe, wieviele Treffer Recoll pro Seite anzeigen soll oder das Zuordnen des richtigen Programms zum jeweiligen Dateiformat.

Recoll 1.13.01

Lizenz: GPLv2 Quelle: http://www.lesbonscomptes.com/recoll/

Wertung

Recoll bietet eine leistungsfähige Volltextsuche für den Desktop.

Tofu, eine To-do-Liste für die Konsole

Genügt Ihnen zum Verwalten von Anstehendem eine einfache To-do-Liste, dann sollten Sie einen Blick auf Tofu werfen: Das kompakte Perl-Programm verwaltet Aufgaben in einer effizienten Verzeichnisstruktur. Dazu organisiert es alle Aufgaben in "Stacks", bei denen es sich letztlich schlicht um Ordner im Verzeichnis ~/.tofu handelt. Ein solcher Ordner enthält die Content-Datei mit den Aufgaben sowie eine Stack-Datei mit deren Prioritäten. Neue Stacks erstellen Sie mit dem Skript playground.pl, das ein passendes Verzeichnis anlegt und die Content- sowie Stack-Datei mit Beispielwerten füllt. Die Verwaltung der einzelnen Aufgaben erledigen Sie über Tofu-Kommandozeilenparameter – ideal zur Integration in eigene Skripte oder Programme.

Tofus Parameter gliedern sich in die Bereiche Stack, Selectors und Actions. Bei jedem Aufruf müssen Sie einen Stack angeben, in dem Tofu die zu bearbeitenden Aufgabe findet oder ablegen kann. Mit Selector-Parametern wie beispielsweise last, next, top oder pr steuern Sie die Ausgabe der Aufgaben auf der Konsole. Über Aufgabennummer steuern Sie Aufgaben gezielt an. Der Aufruf mit dem Selector next ohne Aufgabennummer versetzt Tofu in einen Eingabemodus: Das Programm öffnet den Standard-Editor, und Sie können eine neue Aufgabe eintragen. Mit den Action-Parametern ändern Sie anschließend den Eintrag, setzen Marker, passen die Priorität an oder löschen die Aufgabe. Bei den Prioritätstufen unterscheidet Tofu zwischen cool, warm und hot, wobei neue Einträge in der niedrigsten Prioritätstufe starten.

Tofu 2.6

Lizenz: MIT Quelle: http://requiescant.tuxfamily.org/tofu/index.html

Wertung

Der kommandozeilengesteuerte To-do-Manager Tofu eignet sich ideal zur Integration in eigene Skripte oder die Arbeit via SSH.

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