Plattenspieler

Im nächsten Schritt möchte der Assistent wissen, welche Festplatte er für das Windows-System benutzen soll. Hier dürfen Sie eine vorhandene, reale Partition auswählen (indem Sie Festplatte benutzen anklicken und den entsprechenden Kandidaten in der Liste einstellen) oder aber Virtualbox anweisen, eine Festplatte zu emulieren. In letztem Fall wandern die zu speichernden Daten in eine riesige Datei, ein so genanntes Festplattenimage. Das Prinzip kennen Sie vielleicht von .iso-Dateien, die den Inhalt einer kompletten DVD beherbergen. Ein solches Festplattenimage hat gleichzeitig den Vorteil, dass Sie es nur löschen müssen, um das darin gespeicherte Windows 7 wieder loszuwerden.

Um ein neues Festplattenimage zu erstellen, markieren Sie Festplatte erzeugen und klicken auf Weiter. Es meldet sich jetzt ein weiterer Assistent, der die Einrichtung des Plattenabbildes übernimmt (Abbildung 4). Im zweiten Schritt stellen Sie zunächst sicher, dass Dynamische wachsendes Medium aktiviert ist. Damit wächst das Festplattenimage mit den darin gespeicherten Daten und blockiert nicht von Anfang an gleich mehrere GByte.

Abbildung 4: Hier entsteht eine 50 GByte große, virtuelle Festplatte mit dem Dateinamen Windows 7.

Nach einem Klick auf Weiter legen Sie über den Schieberegler die maximale Kapazität der virtuellen Festplatte fest. Der hier gewählte Speicherplatz muss auf ihrer realen Festplatte noch frei sein. Windows 7 sollten Sie hier mindestens 20 GB spendieren, je mehr desto besser. Im oberen Eingabefeld verpassen Sie dem Festplattenimage noch einen Dateinamen, seinen Speicherort legen Sie mit einem Klick auf das gelbe Ordnersymbol fest. Falls Sie unsicher sind, übernehmen Sie hier einfach alle Voreinstellungen. Der letzte Schirm zeigt noch einmal alle Informationen an, mit Fertig kehren Sie wieder zum alten Assistenten zurück.

Dieser zeigt nun seinerseits eine Zusammenfassung der neuen, virtuellen Maschine an. Ein Klick auf Fertig führt Sie zum Hauptfenster, wo in der linken Liste der virtuelle Computer für Windows**7 erscheint (Abbildung 5). Auf der rechten Seite dürfen Sie seine Hardwarekomponenten ändern beziehungsweise einstellen. Der Assistent hat hier fast überall schon die korrekten Werte für Windows 7 gesetzt. So verfügt die virtuelle Maschine beispielsweise über eine Soundkarte, die nach dem AC97-Standard arbeitet, und gelangt über eine Intel-Pro/100-MT-NIC ins Netzwerk.

Abbildung 5: Das Hauptfenster von Virtualbox verwaltet links alle virtuellen Maschinen, rechts erscheinen die zugehörigen Einstellungen.

Scheibchenweise

Um Windows 7 zu installieren, müssen Sie noch das entsprechende DVD-Laufwerk in die virtuelle Maschine einbinden. Dazu klicken Sie auf das in blauer Schrift leuchtende Massenspeicher. Es erscheint das etwas überladene Einstellungsfenster aus Abbildung 6.

Abbildung 6: Anstelle eines realen Laufwerks darf man über das Symbol mit dem gelben Ordner auch ISO-Images einbinden. So starten Sie etwa eine Linux-Distribution, ohne sie auf einen Datenträger brennen zu müssen.

Auf der linken Seite sehen Sie noch einmal alle Rubriken, die auch das Hauptfenster führte. Rechts sind bereits die Einstellungen zum Plattenspeicher geöffnet. Im Bereich Massenspeicher finden Sie alle derzeit in der virtuellen Maschine verfügbaren Medien. Darunter finden sich die vorhin angelegte, virtuelle Festplatte und sogar ein virtuelles Diskettenlaufwerk.

Direkt unterhalb des Festplattenimages Windows**7 finden Sie den Eintrag leer, den ein CD-Symbol ziert. Sobald Sie es markieren, erscheinen rechts daneben die passenden Einstellungen. Wählen Sie als CD/DVD-Laufwerk das reale Laufwerk, in dem gleich die Windows-7-Installations-DVD rotiert. Kreuzen Sie abschließend noch Passthrough an: Damit darf die virtuelle Maschine (beziehungsweise Windows 7) ohne Umweg auf das reale DVD-Laufwerk zugreifen und auch mit DVD-Brennern kommunizieren. Schließen Sie Ihre Änderungen mit einem Klick auf OK ab.

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Kommentare
Virtualbox
Benjamin (unangemeldet), Freitag, 02. Dezember 2016 14:36:00
Ein/Ausklappen

VirtualBox ist nicht DX fähig und somit ist die volle funktion von Windows nicht gegeben. Danach suchen meist Gamer und für Gamer ist VirtualBox ungeeignet.


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