Vive la GPL!

Die GNU General Public License erweist sich auch in Frankreich als gerichtsfest: Ein Anwender hat erfolgreich den Quelltext für gelieferte GPL-Software bei einem IT-Dienstleister eingefordert. In GPL-Prozessen nach deutschem deutschem Recht klagte bisher typischerweise der Rechte-Inhaber, wie beispielsweise der Netfilter-Entwickler Harald Welte gegen Router-Hersteller, die seinen Code ohne Beachtung der GPL in ihren Produkten vertrieben. Ein Pariser Berufungsgericht hat nun der Weiterbildungsorganisation AFPA Recht gegeben, die vom Dienstleister Edu4 den Quelltext zu binär gelieferter VNC-Software gefordert hatte. Das Urteil ist auf den Webseiten der FSF France in französischer Sprache nachzulesen (http://fsffrance.org/news/arret-ca-paris-16.09.2009.pdf).

Kurz notiert

Der auf Qt4 basierende Quelltext-Editor Tea (http://tea-editor.sourceforge.net/) für HTML, Docbook und LaTeX ist in Version 26.0.0 erschienen. Er beherrscht nun auch Syntax-Highlighting für Lua, Perl und Vala. Weitere Neuerungen sind Suchen und Ersetzen in allen geöffneten Dateien sowie eine Funktion, die tote Einträge in den Lesezeichen findet.

Rechtzeitig zum 10. Geburtstag des Projekts ist OpenSSH 5.3 (http://www.openssh.com) erschienen. Es hebt unter anderem die Beschränkung der Pfadlänge für das Home-Directory auf 256 Zeichen auf. Zudem wurden für die Jubiläumsausgabe die Dokumentation überarbeitet und Fehler korrigiert.

Das mit dem Linux-basierten WebOS ausgestattete Smartphone Palm Pre gibt es beim Provider O2 seit dem 13. Oktober auch in Deutschland (http://www.o2online.de/nw/handys/palmpre/palm-pre.html). Das Linux-Smartphone kostet ohne Simlock im O2-Handyshop 481 Euro, mit Vertrag kommt die Hardware günstiger. Das Pre kann als technisches Highlight auf Multitasking und eine Multitouch-Bedienung verweisen, wie sie auch das iPhone mitbringt.

Das Perl-Skript Docx2txt (http://docx2txt.sourceforge.net) verwandelt Office-Dokumente aus Microsofts XML-Format in reinen Text. Version 1.0 macht das Kommandozeilenprogramm jetzt mittels eines Wrapper-Skripts angenehmer zu benutzen. Eine benutzerspezifische Konfigurationsdatei speichert die erwünschte Zeilenlänge, den Newline-Modus und Einstellungen für die Einrückung.

Die ersten Netbooks mit Moblin kommen von Dell (http://www.dell.com/ubuntu) und basieren auf der 'Ubuntu Moblin Remix Developer Edition'. Fast zeitgleich hat das Moblin-Projekt die Version 2.0 des für Netbooks optimierten Linux-Systems zum Download freigegeben (http://moblin.org/downloads).

Das Rockbox-Projekt (http://www.rockbox.org) hat Version 3.4 der freien Firmware für diverse MP3-Player veröffentlicht. Sie spielt jetzt auch Realmedia-Dateien mit AAC-codierter Musik ab. Zu den weiteren Features gehören unter anderem ein neuer Sortieralgorithmus sowie ein Stimmgerät. Zudem lassen sich über DAP und USB-HID Audioprogramme auf dem PC vom Musikplayer aus steuern.

Die Gnome Foundation will künftig mit regelmäßigen Quartalsberichten die Arbeit an dem freien Desktop dokumentieren (http://foundation.gnome.org/reports). Der Bericht über das 2. Quartal 2009 macht den Anfang: Auf 18 Seiten berichten die Projektteams über ihre Arbeit und das Zusammenspiel mit Unternehmen wie Red Hat, Canonical oder Sun. Mit dabei ist auch eine knappe Aufstellung von Einnahmen und Ausgaben.

Laut der aktuellen Statistiken von Black Duck Software (http://www.blackducksoftware.com/oss/licenses#top20) ist die GPLv2 nach wie vor die beliebteste FOSS-Lizenz: Fast die Hälfte aller Open-Source-Projekte – das sind rund 100 000 – setzen nach wie vor auf sie. Der GPLv3 unterliegen dagegen bislang nur 5,3 Prozent der Projekte.

Ein russischer Webentwickler hat ein Zombie-Netz aus hunderten geknackten Linux-Webservern gefunden, das der Verbreitung von Malware an Windows-Rechner dient (http://blog.unmaskparasites.com/2009/09/11/dynamic-dns-and-botnet-of-zombie-web-servers/). Bei allen Maschinen ermöglichten erst schlampige Administration und schwache Passwörter die Kompromittierung.

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