Copy & Paste

Hier testen wir das Kopieren von Tabelleninhalten, Text mit Formatierungen und Bildern über die Zwischenablage. Als Zielprogramme verwenden wir für Text und Tabellen OpenOffice Writer und Calc sowie Evolution, für Bilder Gimp und OpenOffice Writer. Sieger in der Disziplin Text ist eindeutig Chrome, der als einziger Browser die Tabelleninhalte in OpenOffice Writer inklusive Formatierungen, Rahmen und sogar Hintergrundfarben kopiert. Platz Zwei belegt Opera, das zwar jegliche Formatierung entfernt, dafür aber Tabellentrenner wenigstens mit Tabulatoren simuliert. Auf dem vorletzten Platz landen Firefox und Epiphany, die statt Tabellentrennern Leerzeichen verwenden – hier war Epiphanys Vorgänger Galeon noch deutlich besser. Das Schlusslicht stellt Konqueror, mit dessen Zellentrennern Writer nicht klarkommt: Alle Zelleninhalte kleben aufeinander. Kein Problem hatte jedoch OpenOffice Calc mit den Konqueror-Tabellendaten. Copy & Paste von HTML-Tabellen in Calc-Spreadsheets funktioniert übrigens bei jedem Browser, die Unterschiede bestehen hier also nur in der Wiedergabe der Formatierung.

Bei Copy & Paste von Bildern sieht die Reihenfolge völlig anders aus: Epiphany ist letzter, da er als einziger Browser überhaupt keine Option bietet, um Bilder in die Zwischenablage zu kopieren. Immerhin konnte der Anwender im Vorgänger Galeon wenigstens über Öffnen mit das Bild direkt an eine Anwendung schicken, diese Option fehlt nun. Den vorletzten Platz belegt Opera, das bei PNGs mit Transparenz den Alpha-Kanal zerstört und mit Schwarz füllt. Gimp mag Operas Bilddaten gar nicht und ist überzeugt, dass gar kein Bild in der Zwischenablage läge. Chrome repräsentiert das Mittelfeld: Der Google-Browser zerstört genau wie Opera den Alpha-Kanal, kooperiert aber wenigstens mit Gimp. Die Sieger der Disziplin Bild heißen Konqueror und Firefox, beide kopieren das Bild korrekt samt Alpha-Kanal.

Drag & Drop

Das äußerst praktische, aber von vielen Anwendern immer noch wenig genutzte Ziehen und Fallenlassen probieren wir mit markiertem Text und einem PNG-Bild. Als Ziele dienen eine Evolution-E-Mail, OpenOffice Writer und der Desktop. Brauchbares Drag & Drop von markiertem Text in alle Anwendungen beherrscht nur Chrome, dabei gehen jedoch alle Textformatierungen verloren. Es kommt dabei auch darauf an, ob die Zielanwendung das Verarbeiten von HTML-Code unterstützt, was für Drag & Drop von Text die Wahl für Textformatierungen ist. OpenOffice Writer beispielsweise fügt bei jedem Browser, der Drag & Drop von formatiertem Text unterstützt (Epiphany, Firefox), den entsprechenden HTML-Code ein. Bei Konqueror und Opera lässt sich gar kein markierter Text herausziehen, außerdem gibt es gelegentlich Probleme mit der Textkodierung. Generell empfehlen wir deshalb statt Drag & Drop von Text eher den Umweg über die Zwischenablage, die deutlich kompatibler mit allen Anwendungen funktioniert.

Problemloser funktioniert das Verschieben von Bildern. Das klappt mit allen Browsern perfekt, sowohl auf den Desktop wie auch in die Evolution-Mail. Lediglich in OpenOffice Writer gibt es mit Epiphany und Firefox wie beim Verschieben von Text das Problem, dass statt dem Bild der HTML-Code eingefügt wird. Bei allen anderen Browsern funktioniert auch das problemlos.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Schneller Brausen
    Ergänzend zum Browsertest in der aktuellen LinuxUser-Ausgabe haben wir uns Opera 10 und die Beta-Version von Chrome/Chromium 4.0 angesehen und vergleichen diese mit den Standard-Browsern unter Linux.
  • Kommende Browser im Vergleich
    Mit Firefox 4, Chrome 9 und Opera 11 werden die Karten neu gemischt. Radikale Überarbeitungen der alten Versionen und die Integration neuer Techniken wie HTML 5 und WebGL machen einen Blick auf die kommenden Internet-Surfbretter lohnenswert.
  • Carddavmate 0.9.0

    Carddavmate, ein webbasierter Editor für Kontaktinformationen, ist in Version 0.9.0 mit neuen Features erhältlich.
  • Chrome gewinnt, Firefox verliert
    Laut den Messungen der Internetseite Market Share verliert der Browser Firefox auf Desktop-Rechnern rapide Marktanteile. Die Nutzer scheinen dabei zum Konkurrenten Google Chrome abzuwandern, da die übrigen Browser ihre jeweiligen Marktanteile über mehrere Monate halten konnten.
  • Chrome unterstützt nun komplette Themes
    Noch gibt es von Googles Browser Chrome keine offizielle Linux-Version, doch die Open-Source-Variante Chromium bringt jetzt erstmals auch Unterstützung für Themes mit.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2016: Neue Desktops

Digitale Ausgabe: Preis € 5,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Brother Drucker DCP-J4120
Achim Zerrer, 09.12.2016 18:08, 0 Antworten
Hallo, ich wollte unter Leap 42.1 den Brother Drucker installieren und dazu das PPD- Datei vom do...
Drucker Epson XP-332 unter ubuntu 14.04 einrichten
Andrea Wagenblast, 30.11.2016 22:07, 2 Antworten
Hallo, habe vergeblich versucht mein Multifunktionsgerät Epson XP-332 als neuen Drucker unter...
Apricity Gnome unter Win 10 via VirtualBox
André Driesel, 30.11.2016 06:28, 2 Antworten
Halo Leute, ich versuche hier schon seit mehreren Tagen Apricity OS Gnome via VirtualBox zum l...
EYE of Gnome
FRank Schubert, 15.11.2016 20:06, 2 Antworten
Hallo, EOG öffnet Fotos nur in der Größenordnung 4000 × 3000 Pixel. Größere Fotos werden nic...
Kamera mit Notebook koppeln
Karl Spiegel, 12.11.2016 15:02, 2 Antworten
Hi, Fotografen ich werde eine SONY alpha 77ii bekommen, und möchte die LifeView-Möglichkeit nu...