Epiphany 2.26.1

Bei Epiphany (Abbildung 6) handelt es sich um den "kleinsten" Browser im Test, er nutzt die Mozilla-Gecko-Engine. Das Ursprungsprojekt Galeon wurde zu Zeiten der riesigen, unhandlichen Mozilla-Suite als schlanker Browser für Gnome gestartet. Epiphany, ein Fork von Galeon, hat diesen inzwischen abgelöst – die Galeon-Entwicklung wurde eingestellt. Das Aufkommen des schlanken, auch auf anderen Systemen populären Firefox hat Galeon und Epiphany jedoch weitgehend die Daseinsberechtigung geraubt. Selbst das Gnome-basierte Ubuntu gibt Firefox den Vorzug und liefert Epiphany nicht mit.

Abbildung 6: Epiphany ist schlank – oder doch eher spartanisch?

Epiphany kommt mit einer äußerst spartanischen Ausstattung. Alle wichtigen Grundfunktionen bringt das Programm mit, aber einige liebgewonnene Features vermisst der Anwender. Die Pulldown- und Kontextmenüs sind äußerst schwach bevölkert, ebenso der Einstellungsdialog. Immerhin hat Epiphany 24 Erweiterungen mit an Bord, die Siebei Bedarf per Mausklick aktivieren. Hier findet sich einiges, was das Leben leichter macht, beispielsweise ein Adblocker und Mausgesten.

Epiphany arbeitet einen Hauch flotter als Firefox, sowohl beim Start als auch beim Seiten-Rendering, er braucht auch etwas weniger Speicher. Die Einschränkungen bei der Funktionalität machen diesen kleinen Vorteil jedoch nicht wett. Die Epiphany-Entwickler planen, den Browser mit Version 2.27 von der (Firefox-)Gecko-Engine auf Webkit umzustellen; Entwickler-Previews sind bereits verfügbar.

Systemintegration

Wir testen, wie gut sich die Browser ins System einfügen. Freilich integrieren Gtk-basierte Browser unter KDE beziehungsweise Qt-basierte Browser unter Gnome sich nie so gut wie Programme, die auf das jeweils native Toolkit setzen – aber auch Drag & Drop sowie Copy & Paste fallen unter die Rubrik Systemintegration. Gerade hier bestehen große Unterschiede zwischen den Browsern.

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