Fluendo verkauft DVD-Player für Linux

Neben LinDVD gibt es nun einen zweiten DVD-Player unter Linux, der mit dem Segen der DVD CCA verschlüsselte DVDs abspielt: Fluendo hat ein noch ausstehendes Zertifikat von Dolby erhalten und darf nun offiziell den DVD-Player verkaufen, den das Unternehmen bereits seit einiger Zeit auf der Webseite ankündigt (http://www.fluendo.com/shop/product/fluendo-dvd-player/). Er kostet 20 Euro, kommt mit DVDs aus verschiedenen Regionen zurecht, unterstützt DVD-Menüs, Untertitel, verschiedene Sprachspuren und verschlüsselte DVDs.

Kommerzielle DVDs sind meist mit dem Content Scrambling System CSS verschlüsselt. Jedes Gerät und jede Software, die solche Disks abspielen wollen, benötigen die offiziellen Schlüssel der DVD Copy Control Association, die im Jahr 5200 US-Dollar kosten. Das kann sich kein Open-Source-Projekt leisten, die Folge: Linux-Anwender dürfen mit freier Software ihre gekauften DVDs nicht ansehen. Viele Nutzer umgehen das Problem gern mittels der Bibliothek Libdvdcss2, deren Einsatz jedoch in Deutschland illegal ist.

Akademy Awards 2009 verliehen

Im Rahmen des Desktop Summit auf Gran Canaria, der dieses Jahr die KDE- und Gnome-Entwickler erstmals zu einer gemeinsamen Konferenz aus Akademy und Guadec zusammenführt, erhielten Anfang Juli drei KDE-Entwickler den traditionellen Akademy Award. Mit dieser Auszeichnung ehrt die KDE-Community die Arbeit der Entwickler, die Jury besteht dabei jeweils aus den Siegern des Vorjahres.

Peter Penz erhielt den Preis für seine Arbeit am KDE-Dateimanager Dolphin, konnte de Ehrung allerdings nicht selbst vor Ort entgegennehmen. Für ihn sprang Sebastian Trueg ein. Den Jury's Award für den größten Verdienst an KDE heimste David Faure ein, der zu den KDE-Zuarbeitern mit der längsten Dienstzeit zählt. Er beseitigt vor allem Fehler in der Software, entwickelt aber auch an Komponenten wie Kparts und dem KDE Framework.

Celeste Lyn Paul räumte den Preis für den größten, nicht anwendungsbezogenen Beitrag zu KDE ab. Sie arbeitet im Usability-Team und freute sich bei der Entgegennahme über die Wertschätzung der Usability-Arbeit in der Community. Ein weiterer Preis ging an Augustin Benito Bethencour, der die Veranstaltung auf Gran Canaria organisiert hatte.

Kurz notiert

Der beliebte Media-Player VLC (http://www.videolan.org) hat jetzt den Sprung von der Version 0.x zum Major Release 1.0.0 "Goldeneye" gemacht. Er unterstützt jetzt mehr Audio-Formate und eine Frame-genaue Wiedergabe.

Unangefochtener Spitzenreiter unter den Open-Source-Lizenzen bleibt die 16 Jahre alte GPLv2 mit einem Anteil von 50 Prozent bei den Projekten, gefolgt von der LGPL 2.1 mit rund 10 Prozent. Die GPLv3 belegt dagegen mit 5 Prozent derzeit lediglich den fünften Platz (http://www.blackducksoftware.com/oss/).

Der frisch erschienene Firefox 3.5, Codename "Shiretoko" (http://de.www.mozilla.com/de/), läuft aufgrund von Javascript-Optimierungen deutlich schneller und unterstützt die Video- und Audio-Tags von HTML 5. Sie finden das Binary der neuen Version auch auf der Heft-DVD.

Stabiler und in einigen Teilen schneller soll das neue Python 3.1 (http://docs.python.org/3.1/) laufen. Darüber hinaus wurden einige der mit Python 3.0 eingeführten Sprachelemente optimiert und erweitert. Mit den Ordered Dictionarys gibt es sogar eine neue Datenstruktur.

Der freien Fileserver Samba (http://www.samba.org) ist in Version 3.4 erschienen. In den Tarball haben die Entwickler auch die Quellen von Samba 4 gepackt, sodass sich Samba optional als "merged Build" kompilieren lässt.

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Kommentare
Preis bei Amazon
samy (unangemeldet), Sonntag, 26. Juli 2009 23:25:14
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Bei Amazon kostet er 459 Euro.
http://www.amazon.de/HTC-Sm...&qid=1248643276&sr=8-1

Ist aber noch nicht lieferbar.
Mal sehen wie die Telefonqualitäten sind, wenn die gut sind - beim iphone sind die mies - könnte das in ein paar Jahren mein neues Handy werden. Dann werde ich es mir für 150 Euro kaufen.


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