Drucker unter Suse einrichten

Dank der automatischen Hardware-Erkennung in Yast ist ein neuer Drucker unter SuSE Linux meist flott eingerichtet. Zunächst schließen Sie den Drucker an an den Rechner an und schalten ihn ein. Dann fahren Sie den Rechner selbst hoch und loggen sich in die grafische Oberfläche KDE ein.

Die automatische Hardware-Erkennung bemerkt, dass ein neues Gerät angeschlossen wurde, und bietet Ihnen an, es zu konfigurieren. Mit einem Klick auf Ja starten Sie die Druckereinrichtung von Yast. Da dies Administratorensache ist, müssen Sie im folgenden Dialog noch Ihr Root-Passwort eingeben.

Suse Linux 9.1 kommt mit Druckern in zahlreichen Anschlussvarianten problemlos zurecht.

Schlägt die automatische Hardware-Erkennung nicht an, ist auch das kein Beinbruch: In diesem Fall starten Sie Yast über K-MenüSystemYast. Wählen Sie auf der linken Seite des Fensters das Hardware-Modul aus und klicken sie im Auswahlfenster rechts den Drucker an.

Im folgenden Dialog legen Sie den Namen des Druckers und die Druckerwarteschlange fest. Normalerweise müssen Sie hier nichts ändern. Falls Sie Ihrem Drucker einen individuellen Namen geben wollen, achten Sie darauf, dass Sie darin keine Sonderzeichen benutzen.

Yast versucht nun selbstständig, die besten Druckeinstellungen für Ihren Drucker zu ermitteln, und präsentiert Ihnen diese zur Auswahl. Zur Kontrolle fertigen Sie hier am besten von jeder Einstellung einen Testausdruck an und übernehmen die Einstellung mit dem besten Ergebnis. Markieren Sie dazu jeweils die nicht eingerückten Einträge mit dem Namen des Druckers und klicken auf Testdruck.

In der folgenden Abfrage wählen Sie die Schaltfläche Grafikdruck testen. Während des eigentlichen Druckvorgangs präsentiert Ihnen Yast eine Dialogbox, in der Sie den Druck jederzeit anhalten können, sollte etwas schiefgehen. Haben Sie die optimale Einstellung gefunden, beenden Sie mit einem Klick auf OK den Einrichtungsdialog und schließen Yast.

Druckergebnisse optimieren

Um die Konfiguration eines schon eingerichteten Druckers nachträglich zu ändern, verwenden Sie ebenfalls das Druckermodul von Yast. Starten Sie dazu Yast über K-MenüSystemYast. Wählen Sie anschließend auf der linken Seite des Fensters das Hardware-Modul aus und klicken sie im Auswahlfenster rechts den Drucker an. Im unteren Feld listet Yast die eingerichteten Drucker auf.

Selbst für Drucker relativ obskurer Hersteller und Typen bringt Suse Linux 9.1 mittlerweile Treiber mit.

Klicken Sie auf Ändern und markieren Sie im jetzt erscheinenden Auswahlfenster das gewünschten Gerät und rufen Sie Bearbeiten auf. Vom Dialog Konfiguration bearbeiten aus können Sie jetzt den Einrichtungsdialog fürDrucker wieder aufrufen und ändern. Zum nachträglichen Fein-Tuning wählen Sie Einstellungen für den Druckerfilter und klicken auf Bearbeiten.

Abhängig vom Druckertreiber bietet Yast daraufhin zahlreiche Optionen zur Auswahl. Unter mediatypes bestimmen Sie den Papiertyp, unter dithering beeinflussen Sie die Rasterung von Bildern oder justieren Farbbalance und Helligkeit nach. Da die meisten Druckfilter unter Linux nicht auf spezielle Drucker abgestimmt sind, können Sie in den Druckfiltereinstellungen die Qualität der Ausdrucke oft noch deutlich verbessern.

LPR/LPD und CUPS

Das traditionelle Linux-Drucksystem mit dem Druckbefehl lpr (line printer) und dem Drucker-Spooler lpd (line printer daemon) wurde zwischenzeitlich verbessert (LPRng: ng für new generation) und schließlich durch das Drucksystem CUPS (Common Unix Printing System) abgelöst.

CUPS unterstützt verteiltes Drucken im Netz besser, weil nicht jede Druckerwarteschlange auf jedem Rechner einzeln konfiguriert werden muss. Zudem implementiert das Programm die Geräte-spezifischen Treibereinstellungen so, dass der Benutzer sie für jeden Druck individuell auswählen kann.

Das Konzept ist immer noch das alte: Sie schicken eine Datei mit lpr oder per Mausklick in die Druckerwarteschlange; der Spooler schickt sie – gefiltert oder ungefiltert – an den Drucker; und der bringt sie zu Papier.

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