Qual der Wahl

Welches Filterprogramm Sie nun verwenden ist letztlich auch eine Geschmacksfrage. Wer Java hasst, wird nicht zu Muffin greifen, wer nur richtig freie Software mag, muss auf Webwasher verzichten. Mozilla- und Firefox-User können auf das Plugin adBlock zurückgreifen, das aber nicht so mächtig ist wie die anderen Filter. Privoxy ist recht ausgereift, wird noch weiter entwickelt und existiert als fertiges Paket für viele Distributionen. Die Installation der vorgestellten Programme ist nicht sehr schwer, eine kurze Anleitung für jedes Paket finden Sie auf der Heft-CD.

Tabelle 1: Webfilter im Überblick

  Adblock Muffin Privoxy Webwasher
Installation als Nicht-Adminleicht möglich Ja Ja Ja Nein
Proxy Nein Ja Ja Ja
Standard-Port 51966 8118 9090
Laufende Entwicklung Ja Nein Ja Ja
Vorkonfiguriert Nein Nein Ja Ja
Lizenz Frei Frei Frei Eingeschränkt frei für private Nutzung

Glossar

Proxy-Server

(kurz Proxy, auf deutsch Stellvertreter) werden zwischen einen Client (z. B. den Webbrowser) und einen Server geschaltet. Dem Client gegenüber treten sie als Server auf und umgekehrt. Caching Proxies speichern Webseiten zwischen und beschleunigen so den Zugriff. Proxies können auch überhaupt erst einen Zugang schaffen, wenn Clients beispielsweise nicht direkt das Internet benutzen sollen.

URL

Ein Uniform Resource Locator besteht aus einem Kürzel für den Dienst (http, ftp, ..), der Adresse eines Internet-Servers und optionalen Datei- und Verzeichnisnamen. Damit sind Dokumente im Internet eindeutig referenzierbar, z. B. http://www.linux-user.de/ausgabe/2004.

Wildcard

Viele Linux-Programme (z. B. die Shell) behandeln bestimmte Zeichen als Stellvertreter für einen oder mehrere Buchstaben. So steht der Stern * meist für eine beliebige Folge von Zeichen, manchmal allerdings auch für die beliebig häufige Wiederholung eines Zeichens (bei so genannten regulären Ausdrücken). Mit dem Befehl ls *.jpg zeigt die Shell alle Dateinamen an, die mit .jpg enden, egal was davor steht.

Cookies

Kleine Stückchen an Textinformation, die der Browser einer Website zuordnet. Informationsanbieter benutzen sie, um Daten zwischen zwei Besuchen auf ihrer Website abzuspeichern, um beispielsweise das Surf-Verhalten zu protokollieren ("Wann war der User zum letzten Mal hier?").

Port

Weil auf einem Rechner mehr als ein Serverprogramm laufen kann, gibt es neben der IP-Adresse ein weiteres Differenzierungsmerkmal, eben die Ports. Die Internet-Standards ordnen bestimmten Diensten feste Port-Nummern zu, beispielsweise dem World Wide Web Port 80 und dem Verschicken von E-Mail (SMTP) Port 25.

Infos

[1] AdBlock: http://adblock.mozdev.org

[2] Muffin: http://muffin.doit.org

[3] Privoxy: http://www.privoxy.org

[4] Webwasher: http://www.webwasher.com/client/download/private_use/linux

[5] Sicher im Netz, Surfen via Junkbuster, Andreas Kneib, Linux-User 06/2002, http://www.linux-user.de/ausgabe/2002/06/033-junkbuster/junkbuster.html

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