Weiterführende Informationen

Selbstverständlich kann ein Artikel in diesem Rahmen nur einen Einblick in die Möglichkeiten von Wine geben. Weitere Informationen finden Sie im Dokumentationsverzeichnis des Wine-Quellcodes. Dort befindet sich auch eine ausführliche deutschsprachige Installationsanleitung (Dateiname: installation-und-konfiguration.german). Im Internet ist die Homepage des Wine-Projekts (URL: http://www.winehq.com) sehr zu empfehlen. Dort finden Sie Links auf das Wine-FAQ sowie ein Wine-HOWTO. Online-Support finden Sie u. U. in der Wine-Newsgroup, die den Namen comp.emulators.ms-windows.wine trägt.

Zur Schreibweise GNU/Linux oder Linux

Fairerweise möchten wir von der Redaktion anmerken, dass der Autor in seinem Text grundsätzlich von "GNU/Linux" statt "Linux" gesprochen hat – dazu eine kurze Erklärung: Das GNU-Projekt (GNU: GNU is Not Unix, http://www.gnu.org) hat den größten Teil aller unter Linux eingesetzten Tools entwickelt und unter der freien Lizenz GPL veröffentlicht. Vergleicht man für eine "typische" Linux-Distribution die Anteile an eigentlichem Linux-Code (im wesentlichen nur der Kernel) und an GNU-Code, wird klar, dass Linux ohne GNU recht nutzlos wäre. Daher vertreten viele Linux-Anwender die Auffassung, das Betriebssystem müsse "GNU/Linux" genannt werden, um den Beitrag des GNU-Projektes angemessen zu würdigen. Auch der Autor dieses Textes hat einheitlich die Bezeichnung "GNU/Linux" verwendet, die wir im ganzen Artikel durch "Linux" ersetzt haben, weil wir eine durchgehende Bezeichnung im ganzen LinuxUser wünschen.

Glossar

i386

Bezeichnung für die vom amerikanischen Chip-Hersteller Intel entwickelte Prozessorarchitektur. Zu den Intel-386-kompatiblen Prozessoren gehören Intels 80386er, 80486er, 80586er (Pentium), 80686er (Pentium II) Prozessoren, aber auch Prozessoren anderer CPU-Herstellers wie AMDs Athlon oder VIAs Cyrix III. Die i386er Architektur hat sich vor allem im Bereich der Desktop-Computer durchgesetzt. Man spricht bei i386-kompatiblen Rechnern oft auch von PCs oder IBM-kompatiblen Rechnern.

API

Application Programmers Interface. Damit bezeichnet man die Schnittstellen eines Betriebssystems, einer Systemkomponente oder auch einer Programmbibliothek, die von anderen Programmen benutzt werden kann.

Programmbibliothek

Hierbei handelt es sich um eine Datei mit vom Prozessor ausführbarem Programmcode, der jedoch für sich selbst kein vollständiges Programm darstellt. Im allgemeinen fehlt Programmbibliotheken die sogenannte main()-Funktion, die vom Betriebssystem aufgerufen wird, um ein Programm zu starten. Der Code in Programmbibliotheken kann vielmehr von ausführbaren Programmen benutzt werden. Eine Programmbibliothek kann beispielsweise Funktionen zur Darstellung von Fenstern auf dem Bildschirm bereitstellen. Programme, die diese Bibliothek dann benutzen brauchen den entsprechenden Code nicht selbst zu enthalten, wodurch Speicherplatz gespart wird. Außerdem lässt sich so ein einheitliches Aussehen aller Fenster von Programmen gewährleisten, welche die Bibliothek benutzen. Programmbibliotheken haben unter Windows meist die Dateinamensendung .DLL (Dynamic Link Library) und unter Unix/Linux die Endung .so (shared object).

OpenGL

Bei der Entwicklung von Programmen, die aufwendige Grafiken verwenden (z. B. Spiele, CAD-Programme, Simulationen), wäre es für die Programmierer viel zu mühsam, jedes Mal von Neuem Hardware-nahe Funktionen zu schreiben, mit denen sie ihre Grafikkarte dazu bewegen können, bestimmte geometrische Figuren u. ä. zu zeichnen, zumal sie diese für jeden Grafikkartentyp individuell anpassen müssten. OpenGL ist eine solche Sammlung von elementaren Grafikfunktionen, die, im Gegensatz zu anderen elementaren Grafikbibliotheken (wie z. B. Direct3D unter MS Windows) den enormen Vorteil hat, nicht nur Hardware-unabhängig, sondern auch noch Plattform-übergreifend (d. h. v. a.auch Betriebssystem-übergreifend!) zu sein. Näheres dazu finden Sie auch unter http://www.opengl.org.

debuggen

Dieses merkwürdige Wort stammt, wie so vieles in der Computerwelt, aus dem Englischen (to debug) und bezeichnet im Fachjargon der Programmierer den Vorgang des "Entwanzens" (bug= Käfer, Wanze), also der Bereinigung des Quellcodes von Fehlern.

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