Gpodder 3.8.4 – leistungsfähiger Podcast-Manager

Deutschland ist nicht gerade das Land der flächendeckenden Versorgung mit schnellem Internet. Gpodder lädt die großen Mediendateien der Podcasts im Hintergrund herunter. Dann lassen sie sich unabhängig von der Übertragungsgschwindigkeit unterbrechungsfrei abspielen.

Zugegeben, den Coolness-Faktor wie im Jahr 2005, als alle Welt mit Ohrhörern an kleinen, weißen Kästchen durch die Städte lief, hat Podcasting heute nicht mehr. Doch wie so manche nützliche Technologie hat Podcasting das Ende des Hypes überlebt. So veröffentlichen inzwischen die deutschen öffentlich-rechtlichen Sender viele Sendungen als Podcast.

Bei Podcasting (oder neutraler: Netcasting, denn Apple hat's nicht erfunden) handelt es sich um die Kombination von zwei schon vorher bekannten Techniken: Ein Newsfeed bzw. RSS-Feed bettet einfach eine Video- oder Audiodatei ein. Wie jeden Newsfeed kann man auch Podcasts direkt in Firefox als Dynamisches Lesezeichen abonnieren. Viel bequemer geht das allerdings mit dem Spezialprogramm Gpodder (Abbildung 13) [6], das wie der Podcast selbst seit 2005 überlebt hat.

Abbildung 13: Im Vergleich zu den "dynamischen Lesezeichen" in Firefox (im Hintergrund zu sehen) steigert Gpodder mit seinem Download-Manager den Komfort erheblich.

Vorgeladen

Das Programm zeigt einen in Firefox unübersichtlichen Podcast-Feed (Abbildung 13, im Hintergrund) nach Art einer Fernsehzeitschrift (Abbildung 14). Beim Start und alle 20 Minuten (Standardeinstellung) durchsucht es die abonnierten Feeds nach neuen Einträgen und lädt sie auf Wunsch herunter.

Abbildung 14: Egal wie die Online-Mediathek ihre Seite gestaltet: Gpodder zeigt die in ihrem Newsfeed enthaltenen Sendungen stets in der gleichen übersichtlichen Optik.

Da die Downloads bei Video-Podcasts viele MByte groß ausfallen, bringt Gpodder einen Download-Manager mit. Dort legen Sie fest, wie viele Dateien das Programm gleichzeitig lädt. Auch beschränkt Gpodder auf Wunsch die Download-Geschwindigkeit, so dass Sie parallel zum oft langwierigen Herunterladen noch ohne Einschränkungen im Internet surfen können.

Weil Video-Podcasts auch die Festplatte spürbar füllen, löscht das Programm gespielte Episoden auf Wunsch nach einer bestimmten Zeit. Sie können festlegen, ob das zeitgesteuerte Löschen auch Dateien wegräumt, die Sie nur kurz angespielt oder noch gar nicht gesehen haben.

Gpodder ist nur für das Durchkämmen der Feed-Publikationen zuständig, das Abspielen überlässt er externen Programmen. Standardmäßig startet dafür die Anwendung, die in der Desktopumgebung für den Dateityp voreingestellt ist. Unter Ubuntu funktioniert dies mit den Programmen Amarok und Dragon-Player einwandfrei.

Bei OpenSuse ist für viele Podcasts aufgrund rechtlicher Befürchtungen der benötigte Codec für den Video-Player Kaffeine nicht installiert. Hier aktivieren Sie in YaST am besten das Communtiy-Repository Packman und installieren einen Videospieler wie VLC oder MPlayer. Diesen aktivieren Sie dann für Gpodder unter Podcasts / Einstellungen / Allgemeines als Audio-Player und als Video-Player.

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