Einsteig in Linux (Wendzel, Plötner)

Mit "Einsteig in Linux" hat Galileo Press ein weiteres für Einsteiger geeignetes Linux-Buch im Verlagsprogramm, das ebenfalls von hochkarätigen Autoren stammt. Steffen Wendzel leitet am Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) in Bonn ein Forschungsteam, und Johannes Plötner beschäftigt sich beruflich seit über 15 Jahren mit Linux als Server-Betriebssystem. Das Buch wird seit der Ersterscheinung 2004 regelmäßig aktualisiert. Wendzel ist zudem Autor vieler weiterer Linux-Fachbücher [3], und auch Johannes Plötner ist bekannter Fachautor und Experte im Bereich Unix/Linux und IT-Sicherheit: Er hat ebenfalls viele Fachbücher und Artikel zum Thema Linux unter anderem bei Linux Openbook [4] veröffentlicht.

Galileo Press hat damit drei Titel im Programm, die sich zum Teil inhaltlich überschneiden, allerdings weisen die Bücher von Kofler und Wendzel/Plötner jeweils bereits eine beträchtliche Historie auf, und Koflers Werke gibt es ja erst seit diesem Jahr bei Galileo Press. Auch "Einstieg in Linux" erscheint bereits in 6. Auflage. Mit knapp 420 Seiten fällt es deutlich kompakter aus. Es versteht sich zwar als Distributions-unabhängiges Einsteigerbuch, widmet sich aber in der gerade aktualisierten Ausgabe im Wesentlichen Ubuntu 14.04 und OpenSuse 13.1. Ein etwas kompakteres Installationskapitel gibt es aber auch zu Fedora 20. Dafür besprechen die Autoren die Desktops KDE, Gnome und Unity.

Bootstrap

Im Anschluss an die durchaus gelungene Beschreibung der Installation von Ubuntu, OpenSuse und Fedora schließt sich ein vom Titel vielversprechendes Kapitel zur "Funktionsweise von Linux" an, das allerdings recht kompakt ausfällt und zum Teil ebenfalls historischen Ballast mitschleppt. Im Folgekapitel "Der Bootstrap-Vorgang", das sich umfangreicher als für Einsteiger nötig mit dem Systemstart befasst, verweilen die Autoren ebenfalls recht lange beim überholten System-V-Init-System, bringen aber immerhin noch Ubuntus upstart ins Spiel. Zum von OpenSuse und Fedora verwendeten systemd, das auch Canonical in den kommenden Ubuntu-Versionen einsetzen will, findet sich kein Wort. Auch im Kapitel "Grundlegende Administration" gibt es zum Teil historische Altlasten, wie etwa Ausführungen um Slackware-Paketsystem.

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