Bereit zum Auspacken

DocFetcher benötigt keine Installation: Entpacken Sie einfach das Zip-Archiv und starten Sie das Programm mit einem Klick auf DocFetcher.sh.

Die Benutzeroberfläche ist schlicht gehalten: Links oben entscheiden Sie, welche Dateiformate die Suche erfasst. Im Unterfenster Suchbereich darunter wählen Sie die zu durchsuchenden Verzeichnisse, für die Sie allerdings zuvor einen Index erzeugen müssen. Das geschieht mit einem Rechtsklick auf das Unterfenster Suchbereich.

Da DocFetcher auf die auch im Unternehmensbereich genutzte leistungsstarke Suchmaschinen-Engine Lucene setzt, dauert selbst das Indizieren von Ordnern mit Zigtausend Dateien meist nur wenige Minuten. Natürlich hängt die Geschwindigkeit auch von Größe und Typ der enthaltenen Dateien ab.

Zum Suchen geben Sie einfach ein Schlagwort in das Textfeld neben dem Suchen-Button ein. Sie dürfen auch mehrere Begriffe mit OR und AND verknüpfen. Auch die Verneinung NOT versteht das Programm, um Dokumente mit bestimmten Schlagwörtern auszuschließen.

Wenn Sie nach einer genauen Abfolge von Worten suchen möchten, umschließen Sie diese wie bei Google mit Anführungszeichen. Das Fragezeichen steht für genau ein beliebiges Zeichen, ein Stern (*) für eine nicht festgelegte Anzahl unbekannter Zeichen (inklusive 0 Zeichen).

Doch damit nicht genug: DocFetcher beherrscht auch eine Suche nach ähnlichen Schlagwörtern: Seite~ findet nicht nur Vorkommen von "Seite" sondern auch von "Saite". In der Praxis noch nützlicher ist die Nachbarschaftssuche, mit der Sie Begriffe finden, zwischen denen nicht mehr als eine bestimmte Zahl anderer Wörter steht: schönes Leben ~2 trifft nur zu, wenn maximal zwei Wörter zwischen schönes und Leben stehen.

Auf dem Laufenden bleiben

Es gibt drei Verfahren, um die DocFetcher-Schlagwortlisten aktuell zu halten: Am einfachsten ist es, nach einem Rechtsklick auf einen Eintrag im Unterfenster Suchbereich / aktualisieren auszuwählen. Alternativ starten Sie auf der Kommandozeile /Pfad/zum/DocFetcher-Ordner/DocFetcher.sh --update-indexes. Dieser Aufruf frischt alle Indizes in einem Arbeitsschritt auf. Nach dem Eintragen des Befehls in den Aufgabenplaner der KDE-Systemeinstellungen läuft er automatisch im festgelegten Zeitabstand ab.

Schließlich liegt im Programmordner noch das Kommandozeilenprogramm docfetcher-daemon-linux, das alle indizierten Verzeichnisse auf Änderungen überwacht, solange es läuft. Sie können es in den KDE-Systemeinstellungen unter Starten und Beenden über Skript hinzufügen automatisch bei jeder Anmeldung starten lassen.

Allerdings hat diese automatische Verzeichnisüberwachung im Test eine recht hohe CPU-Last verursacht. Daher ist es besser, die Schlagwortverzeichnisse regelmäßig per Hand oder zeitgesteuert zu aktualisieren. Der RAM-Verbrauch von DocFetcher ist im Vergleich zu Recoll ohnehin hoch, doch das Programm läuft zum Glück nur während der Suche.

Die Redaktion meint

DocFetcher ist die beste Desktop-Suchmaschine für Anwender, auf deren Rechner neuere Officedateien aus einer parallelen Windows-Installation liegen.

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