Tipp: Mit Totem freie Musik aus dem Netz hören

Der Mediaplayer Totem ist ein wahrer Tausendsassa. Was das Programm nicht out of the box beherrscht, rüsten viele freiwillige Helfer in Form von Plug-ins nach. Eine dieser Erweiterungen (auf den von EasyLinux getesteten Distributionen im Paket totem-plugins enthalten) ist das Jamendo-Plug-in. Die auf der gleichnamigen Plattform [1] veröffentlichte Musik steht unter einer der Creative-Commons-Lizenzen: Diese Musik können Sie kostenlos und legal herunterladen.

Das Totem-Plug-in ist in der Voreinstellung nicht aktiviert. Um das nachzuholen, wählen Sie aus dem Menü Bearbeiten / Plugins und setzen ein Häkchen bei Jamendo. Im rechten Bereich des Dialogfensters bringt Sie ein Klick auf Konfigurieren zur Einrichtung der Mediaplayer-Erweiterung. Im Auswahlmenü Bevorzugtes Audioformat legen Sie fest, ob Sie den Songs lieber im Ogg-Vorbis- oder MP3-Format lauschen möchten. Außerdem stellen Sie im Feld darunter ein, wie viele Alben Totem herunterladen soll.

Nach Klicks auf OK und Schließen wechseln Sie zum Hauptfenster. Ist die rechte Seitenleiste ausgeblendet, reaktivieren Sie diese über Druck auf [F9] oder das Menü Ansicht / Seitenleiste. Im Drop-down-Menü ganz oben rechts wählen Sie danach den Eintrag Jamendo aus. Darunter befindet sich ein Suchfeld, zu dem das darunterliegende Drop-down-Menü gehört (Nach Interpret / Nach Tag). Die Suchergebnisse blendet Totem auf dem gleichnamigen Reiter ein (Abbildung 1). Daneben haben Sie auf zwei weiteren Tabs die Möglichkeit, in bekannten Alben zu stöbern oder sich die letzten Veröffentlichungen anzuschauen.

Abbildung 1: Totem spielt dank eines mitgelieferten Plug-ins auch Musik von der Internet-Plattform Jamendo. Eine rudimentäre Suchfunktion ist dabei.

Tipp: BitTorrent-Client Transmission via Web

Die meisten Linux-Distributionen und auch andere Open-Source-Projekte bieten neue Programmversionen nicht nur als HTTP- oder FTP-Download an, sondern stellen auch so genannte Torrents ins Netz. Mit einem BitTorrent-Client laden Sie ressourcenschonend Daten aus dem Netz, da Sie nicht länger einen einzigen Server belagern, sondern mit Hilfe der anderen Downloader die Last verteilen. Ein Artikel aus dem Jahr 2009 stellt den beliebten BitTorrent-Client Transmission vor [2]. Das komfortable Gnome-Programm starten Sie über Eingabe von transmission in ein Schnellstart- oder Terminalfenster oder aus der Abteilung Internet der Anwendungsmenüs.

Eine praktische Funktion versteckt sich im Einrichtungsdialog, den Sie über Bearbeiten / Einstellungen öffnen. Wenn Sie dort zum letzten Reiter namens Web wechseln und die Checkbox Web-Client aktivieren anklicken, können Sie den Fortschritt der Datenübertragungen von jedem anderen Computer, Smartphone oder Tablet aus beobachten. Alles, was Sie dazu auf der Gegenseite brauchen, ist ein Webbrowser:

  1. Setzen Sie ein Häkchen bei der erwähnten Option. Im Feld darunter steht der Port, unter dem Sie den Client später erreichen. Die Voreinstellung 9091 können Sie bedenkenlos übernehmen.
  2. Optional sichern Sie den Zugriff mit einem Benutzernamen und einem Kennwort, indem Sie die Checkbox Authentifizierung verwenden aktivieren. In die gleichnamigen Felder darunter tragen Sie danach die Zugangsdaten ein.
  3. Last but not least legen Sie fest, von welchen Rechnern aus der Zugriff erlaubt sein soll. Dieses ist in der Voreinstellung der eigene Rechner mit der IP 127.0.0.1. Weitere IP-Adressen schalten Sie über die Schaltfläche Hinzufügen frei. Alternativ entfernen Sie das Häkchen bei Nur diesen IP-Adressen erlauben sich zu verbinden.
  4. Auf einem anderen Gerät tippen Sie nun in einen Webbrowser die IP-Adresse des Rechners, auf dem Transmission läuft, und hängen weiterhin den vorher definierten Port an. Hat der Computer mit dem BitTorrent-Client etwa die Adresse 192.168.2.10 und haben Sie den Port bei der Voreinstellung 9091 belassen, geben Sie in die Adressleiste des Browsers 192.168.2.10:9091 ein.

Von dort aus haben nun nicht nur lesenden Zugriff auf Transmission, sondern rufen per Klick auf Inspector auch den Dialog zu den Torrent-Eigenschaften auf. In diesem dürfen Sie die Datenübertragungen steuern, also pausieren, fortsetzen, ganz anhalten und so weiter. Auch die Priorität, die Up- und Downloadgeschwindigkeiten legen Sie hier fest; Sie starten neue Transfers und filtern die Ansicht und vieles mehr (Abbildung 2).

Abbildung 2: Den BitTorrent-Client Transmission beobachten und steuern Sie auf Wunsch auch von einem anderen Rechner aus via Webbrowser (hier Safari unter Mac OS).

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