Tipp: GEdit: Dateien per SSH bearbeiten

Der flinke Texteditor erlaubt auch die Arbeit mit Dokumenten, die auf einem anderen Rechner liegen. Das ist z. B. dann praktisch, wenn Sie mit dem Laptop auf der Couch sitzen und schnell die Gnome-Tipps fertig schreiben müssen, die sich aber auf einem anderen Computer befinden. Das Feature nutzt dazu den Dateimanager Nautilus, der Verbindungen zu entfernten Servern über verschiedene Protokolle erlaubt. So gehen Sie vor:

  1. Öffnen Sie den Einrichtungsdialog von Nautilus entweder über den Menüpunkt Orte / Verbindung zu Server oder aus einem Fenster des Dateimanagers heraus über Datei / Mit Server verbinden.
  2. Im folgenden Dialogfenster entscheiden Sie sich im Drop-down-Menü Dienste-Typ für ein Verbindungsprotokoll. Zur Wahl stehen SSH, FTP (mit und ohne Zugangsbeschränkung), Windows-Freigaben, WebDAV (HTTP und HTTPS) sowie eine benutzerdefinierte Verbindung.
  3. Danach tragen Sie ins Feld Name den Hostnamen oder die IP-Adresse des entfernten Computers ein. Eine Portnummer müssen Sie nur eingeben, falls der Server auf der Gegenseite anders als üblich konfiguriert ist; andernfalls identifiziert Nautilus automatisch die richtige Portnummer.
  4. Geben Sie einen Benutzernamen und optional einen Namen für die Verbindung ein. Danach klicken Sie auf den Button Verbinden. Der entfernte Rechner taucht nun in der linken Seitenleiste des Dateimanagers bei den Orten auf. Sobald Sie dort oder über GEdit auf die Gegenstelle zugreifen, geben Sie auf Aufforderung das Kennwort ein.

Um im Texteditor eine Datei auf einem solchen Rechner zu bearbeiten, gehen Sie wie gewohnt über das Menü Datei / Öffnen. Suchen Sie in der linken Ansicht den entfernten Rechner. In der rechten Dialoghälfte blättern Sie durch die entfernten Verzeichnisse und Dateien – genau wie auf der lokalen Maschine. Praktisch: GEdit zeigt in der Titelleiste des Programmfensters den Namen der Datei, das Verbindungsprotokoll und auch den genauen Aufenthaltsort an. So erkennen Sie sofort, dass es sich nicht um ein lokales Dokument handelt (Abbildung 5). Zusätzlich blendet Gedit einen Tooltip ein, wenn Sie die Maus über den Reiter bewegen. Dieser zeigt den Namen, den Standort und die Kodierung an.

Abbildung 5: GEdit öffnet auch Dokumente auf entfernten Rechnern, wenn Sie eine entsprechende Verbindung konfiguriert haben. Die Titelleiste des Fensters verrät Details.

Tipp: Nautilus: Zuletzt besuchte Orte anzeigen

Die linke Seitenleiste des Gnome-Dateimanagers zeigt in der Voreinstellung die Orte an. Hier finden Sie Ihr Home-Verzeichnis hinter dem Benutzernamen, die Arbeitsfläche (die Dinge, die auf dem Desktop liegen), das gesamte Dateisystem, Netzwerkfreigaben, Verbindungen zu entfernten Rechnern, Wechseldatenträger wie CDs/DVDs oder USB-Sticks und den Müll. Abgetrennt hinter dem Strich tauchen die Nautilus-Lesezeichen auf.

Klicken Sie mit der Maus auf das Drop-down-Menü oberhalb der linken Seitenleiste, haben Sie außerdem Zugriff auf Informationen zu einem Ordner, die Baumansicht, Notizen, Embleme (Symbole, mit denen Sie Ordner und Dateien in Nautilus markieren können) und die Chronik. Wählen Sie Letzteres aus, um die zuletzt besuchten Verzeichnisse einzublenden. Die Chronik erreichen Sie alternativ über das Untermenü Gehe zu: Darin finden Sie den Eintrag Chronik leeren, der den Verlauf löscht.

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