Tipp: Portscan mit Gnome Nettool

Ein praktisches Tool zum Untersuchen des Netzwerks und zur Diagnose bei eventuellen Problemen finden Gnome-Benutzer unter Anwendungen / Systemwerkzeuge / Netzwerkdiagnose. Um z. B. zu testen, welche Ports bei einem anderen Rechner geöffnet sind, gehen Sie zum Reiter Port-Scan, geben ins Feld Netzwerkadresse die IP-Adresse der Gegenstelle ein und klicken auf Scannen. Im unteren Bereich sehen Sie anschließend, was der Rechner alles nach außen preisgibt. Das Nettool blendet hier eine Liste der Ports mit ihren Nummern und Diensten ein (Abbildung 6).

Abbildung 6: Auf dem gescannten Rechner sind unter anderem die entfernte Anmeldung mit SSH, ein VNC-Server (Port 5900) und der Druckserver CUPS (Port 631) erreichbar.

Beachten Sie, dass Sie einen solchen Portscan immer nur zur Überprüfung eigener Maschinen einsetzen dürfen. Administratoren anderer Rechner werden sich über derartige Überprüfungen nicht besonders freuen und sie meistens als Einbruchsversuch werten. Den lokalen Rechner mit diesem Programm zu scannen, ergibt übrigens wenig Sinn, weil Sie nicht erkennen können, welche Ports wirklich nach außen offen sind. Um die eigene Maschine zu testen, empfiehlt sich der Reiter Netzwerkstatus. Klicken Sie dort die Checkbox Aktive Netzwerkdienste an.

Tipp: Systemverwaltung: Neuen Benutzer anlegen

Der Gnome-Desktop bringt sein eigenes grafisches Tool für die Benutzer- und Gruppenverwaltung mit. Sie finden es im Menü System unter Systemverwaltung / Benutzer und Gruppen. Um einen neuen Account anzulegen, klicken Sie links unten auf Hinzufügen und geben dann Ihr eigenes Kennwort (Ubuntu) bzw. das Root-Passwort (OpenSuse) ein. Im folgenden Dialog tragen Sie ins Feld Name den Vor- und Zunamen ein; ins Feld Kurzer Name gehört der Loginname. Das Programm macht selbst Vorschläge für Letzteren, die es aus dem vollen Namen ableitet.

Klicken Sie auf OK und legen Sie im nächsten Dialog ein Passwort für den neuen Benutzer fest. Dieses geben Sie zweimal ein, um eventuelle Vertipper auszuschließen. Alternativ markieren Sie die Checkbox Zufälliges Passwort erzeugen. Danach nehmen Sie optional erweiterte Einstellungen über die gleichnamige Schaltfläche vor. Auf dem zweiten Reiter (Benutzerrechte) definieren Sie z. B. die Gruppenzugehörigkeit des Accounts. Per Klick in die einzelnen Checkboxen erlauben Sie Zugriff auf Audiogeräte, Wechseldatenträger, die Druckereinrichtung, WLAN-Geräte und vieles mehr.

Auf dem letzten Reiter Erweitert definieren Sie ein anderes Home-Verzeichnis als das automatisch gesetzte, die Standard-Shell (Voreinstellung ist die Bash) und die Standardgruppe. Außerdem finden Sie hier eine Checkbox, über die Sie den Account temporär deaktivieren. Um einen Benutzer vollständig zu löschen, wechseln Sie wieder ins Hauptfenster und klicken auf den gleichnamigen Button unter der Benutzerliste.

Das Gnome-Werkzeug bietet übrigens praktische Voreinstellungen für die Gruppenzugehörigkeit: Es unterscheidet bei Kontentyp zwischen Administrator und Desktop-Benutzer. Je nachdem, was Sie hier für den Account auswählen, erhält der Account einen Normalarbeitsplatz oder Systemverwaltungsrechte.

Glossar

Pangramm

Ein Satz, der alle Buchstaben des Alphabets enthält und sich somit ideal zur Anzeige von Schriftarten eignet. Es existieren verschiedene deutsche Pangramme, mit und ohne Sonderzeichen. Auch für andere Sprachen gibt es solche Sätze – das bekannteste englische ist "The quick brown fox jumps over the lazy dog."

Gruppenzugehörigkeit

Linux kann jeden Benutzer Mitglied in verschiedenen Gruppen sein lassen. So erlaubt etwa die Zugehörigkeit in der Gruppe "disk" den Direktzugriff auf Festplatten und Partitionen. Jeder Benutzer muss zudem zwingend eine Standardgruppe haben, die je nach Distribution, entweder "users" heißt oder denselben Namen wie der Benutzer hat.

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