Einstellungssache

Das Einrichtungsmenü von Chrome verbirgt sich hinter dem Eintrag Optionen im Menü, das Sie über einen Klick auf das Schraubenschlüssel-Symbol öffnen. Die Übersetzungseinstellungen finden Sie auf dem Reiter Details (Abbildung 5). Durch Deaktivieren der Checkbox vor Übersetzung für fremdsprachige Seiten anbieten legen Sie die Übersetzungsfunktion lahm.

Abbildung 5: Im Abschnitt "Details" des Einrichtungsdialogs legen Sie unter anderem fest, ob Sie die eingebaute Übersetzungsfunktion nutzen möchten.

Im Einrichtungsdialog gibt es noch weitere interessante Punkte zu entdecken, mit denen Sie Chrome an Ihre Vorlieben anpassen. So können Sie auf dem Reiter Details im Abschnitt Datenschutz festlegen, wie Chrome mit Cookies, JavaScript, Pop-up-Fenstern & Co. umgeht. Um die Vorgaben zu bearbeiten, klicken Sie auf Content-Einstellungen. Dort können Sie dann z. B. auf dem Tab JavaScript diese Skriptsprache allgemein deaktivieren und nur für einige Seiten Ausnahmen hinzufügen.

Eine Komfortfunktion finden Sie auf dem Reiter Privates des Einrichtungsdialogs: Über den Button Synchronisierung einrichten können Sie, sofern Sie ein Google-Konto haben, den Browser anweisen, seine Einstellungen, die Lesezeichen und den Verlauf online auf dem Google-Server zu speichern. Das ist praktisch, wenn Sie mehrere PCs benutzen, da dann jede Chrome-Installation die Einstellungen vom Google-Server liest und Sie sich nicht um die manuelle Pflege der Bookmarks und Einstellungen kümmern müssen. Die Synchronisation klappt auch, wenn Sie auf einem Rechner Chrome unter Windows und auf dem anderen Chrome unter Linux nutzen.

Auf dem Reiter Privat können Sie auch Chromes Optik durch ein so genanntes Design aufpeppen. Designs sind Hintergrundbilder, die den standardmäßig weißen Chrome-Hintergrund ersetzen. Um eines davon auszuprobieren, klicken Sie auf Designs abrufen und wählen aus der Auswahl im folgenden Fenster eines über den Button Design übernehmen aus (Abbildung 6). Chrome zeigt es dann unter anderem auf neuen Tabs als Hintergrund an.

Abbildung 6: Mit Designs verpassen Sie Chrome eine andere Optik.

Chrome aufgemotzt

Wie auch für Firefox gibt es für Chrome zahlreiche Erweiterungen, die den Browser mit weiteren Funktionen ausrüsten. So finden Sie auch für Chrome die Extension AdBlock, die Online-Werbung effektiv den Garaus macht. Gut gelöst: Chrome-Erweiterungen können Sie direkt nach der Installation nutzen, ohne dass ein Neustart des Browsers erforderlich wäre.

Der Weg zur Extension-Auswahl führt über den Button mit dem Schraubenschlüssel ganz rechts neben der Adressleiste: Wählen Sie aus dem aufklappenden Menü den Eintrag Erweiterungen. Darüber gelangen Sie zur Liste aller installierten Extensions, die beim ersten Aufruf noch leer ist. Per Klick auf Galerie durchsuchen steuern Sie die Chrome-Erweiterungsseite an. Dort finden Sie die Erweiterung des Tages, eine Liste der beliebtesten Extensions sowie eine mit neu vorgestellten Erweiterungen. Ganz oben auf der Seite gibt es ein Suchfeld, über das Sie nach einem bestimmten Begriff im Namen oder der Beschreibung einer Extension suchen können (Abbildung 7). Eine Kategorieübersicht wie bei den Firefox-Extensions gibt es leider nicht, so dass man oft länger stöbern muss – oder aber Sie greifen unsere folgenden Anregungen bei der Extension-Auswahl auf.

An AdBlock gelangen Sie am schnellsten, indem Sie den Namen als Suchbegriff eingeben. Klicken Sie auf den ersten Treffer in der Ergebnisliste und auf der folgenden Seite auf Installieren – schon ist der Werbewächter aktiv. Zugang zu seinen Einstellungen erhalten Sie über den Menüpunkt Erweiterungen. Dort haben Sie beispielsweise die Möglichkeit, eine Schaltfläche in die Adressleiste einzubauen, über die Sie jederzeit Schnellzugriff auf die AdBlock-Einstellungen haben.

Im Bereich Sicherheit und Privatsphäre hat der Erweiterungskatalog noch mehr zu bieten:

  • FlashBlock deaktiviert wie sein Firefox-Namensvetter Flash-Inhalte und versieht sie mit einem Button zum Abspielen.
  • Einen Blick wert ist auch Proxy Switchy, mit dem Sie per Mausklick die Proxy-Einstellungen wechseln können. Das ist praktisch, wenn Sie im Firmennetzwerk einen Proxy eintragen müssen, zu Hause aber direkt ins Internet gehen.
  • Ein anderes Problem löst der ProxiFinder: So sind beispielsweise einige YouTube-Videos nur aus den USA abrufbar – Sie können diese Videos nur schauen, wenn Sie die Webseite mit einer US-amerikanischen IP-Adresse besuchen. Der ProxiFinder klinkt sich rechts neben dem Adressfeld ein und zeigt bei einem Klick auf sein Icon eine Liste funktionierender Web-Proxy-Server an. Wenn Sie einen davon auswählen, steuert Chrome die entsprechende Website an, auf der Sie nur noch die URL zu dem in Deutschland gesperrten YouTube-Video eingeben müssen. Achtung: Viele dieser Web Proxies sind werbefinanziert, so dass der Besuch mit AdBlock dort wesentlich angenehmer ist als ohne. Auch müssen Sie damit rechnen, dass die Verbindung via Web Proxy langsamer ist als gewohnt.

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