OpenSuse 10.3 und 11

Nicht viel anders sieht es bei OpenSuse 11 aus: Es bringt ein OpenOffice in Version 2.4.0 mit, ordnet aber – im Gegensatz zu Kubuntu – die OOXML-Dateien korrekt OpenOffice zu. Die geöffneten Textdokumente stellt OpenSuse 11 jedoch genau wie Kubuntu 8.04 fehlerhaft dar (Abbildung 2b). Beim Öffnen eines der XLSX-Dokumente stürzt die Software gar ab und reißt KDE mit. Im zweiten Anlauf klappt's dann, aber mit demselben Ergebnis wie bei Kubuntu. Beim Öffnen der Powerpoint-Präsentationen im PPTX-Format (Abbildung 3b) zeigt sich: Die Anzeigefehler gleichen sich auf beiden Systemen bis in die Überlagerungen bestimmter Wörter.

Das Ergebnis hängt die Erwartungen für den Vorgänger OpenSuse 10.3 nicht besonders hoch. Die Distribution bringt OpenOffice noch in Version 2.3.0 mit, öffnet die Microsoft-Dokumente aber zunächst ohne zu murren. Doch bereits beim DOCX-Dokument zeigen sich Unterschiede (Abbildung 2c): Die Formatierung der Überschriften fällt weg, was diese unkenntlich macht. Die Präsentationen zeigen im Vergleich mit OpenSuse 11 und Kubuntu 8.04 mehr Überlagerungen und fehlende bzw. verschobene Elemente (Abbildung 3c). Die Excel-Dateien importiert das alte OpenOffice hingegen wie auf den neueren Systemen.

Ausblick

Der OOXML-Support in OpenOffice ist offensichtlich noch Work in Progress, was bei der umfangreichen Formatbeschreibung nicht verwundert. Ändern soll das OpenOffice 3, dessen stabile Version demnächst erscheint. Dann schauen auch wir erneut, wie kompatibel Microsofts neuer Standard mittlerweile ist.

Glossar

XML

Die Extensible Markup Language (erweiterbare Auszeichnungssprache) bereitet Daten in Textdateien auf, um sie zwischen verschiedenen Anwendungen auszutauschen. HTML-ähnliche Tags weisen den Daten einen Platz innerhalb einer strengen Datenhierarchie zu.

ISO

Die international Organization for Standardization (ISO) entwirft die so genannten ISO-Standards für verschiedene technische Bereiche. Sie reichen von der Empfindlichkeit von Farbfilmen über den Aufbau von Dateisystemen für CD-ROMs bis hin zu einer Norm für die Größe von Papierformaten. Lediglich die Bereiche Telekommunikation, Elektronik und Elektrik normiert eine andere Behörde.

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