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Im Test: OpenSuse 10.3, Mandriva 2008, Ubuntu 7.10 und Fedora 8

Die Großen

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Vier aktuelle Linux-Distributionen mussten zeigen, was sie können – dabei achtet EasyLinux nicht nur auf Ausstattung und Performance, sondern wirft auch ein Auge auf einsteigerfreundliche Installation und Konfiguration. Wie OpenSuse, Mandriva, Ubuntu und Fedora abschneiden, verraten wir Ihnen auf den folgenden Seiten.

Die große Distributionsübersicht in dieser Ausgabe beginnen wir mit den "etablierten": Aus EasyLinux-Sicht gehören offensichtlich OpenSuse, Ubuntu und Mandriva dazu, denn das sind unsere offiziell unterstützten Linux-Versionen. Mit in diesen Testbericht aufgenommen haben wir Fedora, den Nachfolger von Red Hat Linux.

OpenSuse

OpenSuse ist die Community-Distribution von Novell. Das bedeutet, dass die Entwicklung relativ offen geschieht und nicht nur Angestellte von Novell daran teilnehmen können. OpenSuse ist der Nachfolger von Suse Linux Professional. Novell hat den Namen "Suse Linux" für die Enterprise-Produkte reserviert, weshalb die Distribution seit rund zwei Jahren OpenSuse heißt.

Versionswirrwarr

OpenSuse gibt es in sehr vielen verschiedenen Varianten zum Download oder zum Kauf. Dabei müssen Sie zwischen offiziell von Novell zum Download/Verkauf freigegebenen Versionen und Zusammenstellungen von Drittanbietern (zum Beispiel das EasyLinux-Starter-Kit) unterscheiden. Die offiziellen ISO-Image-Dateien finden Sie auf der OpenSuse-Software-Site [1] (Abbildung 1). Hier bietet das Projekt je eine Live-CD für den KDE- und den Gnome-Desktop sowie die DVD-Version zum Download an. Bei den CDs handelt es sich um Live-Medien, die sich am besten zum Ausprobieren eignen, die DVD lässt sich nur installieren. Es gibt aber von der CD- und DVD-Version jeweils auch die anderen Varianten.

Einen Überblick über das umfangreiche Angebot verschaffen Sie sich am besten, indem Sie mit dem Browser den OpenSuse-FTP-Server [2] durchstöbern. Mit leichter Verzögerung gegenüber der normalen Downloadversion bietet Novell jeweils auch eine Live-DVD/Live-CD-Version an, die sich wie Ubuntu von CD/DVD starten und anschließend über ein Icon auf dem Desktop installieren lässt. Grundlage für diesen Test ist die offizielle Downloadversion von OpenSuse 10.3 in der 32-Bit-Variante. Details zu den Unterschieden zwischen Download- und Boxversion lesen Sie im Kasten OpenSuse: Kaufen oder Herunterladen.

Abbildung 1: Über diese Seite laden Sie eine der zahlreichen OpenSuse-Versionen herunter.

OpenSuse: Kaufen oder Herunterladen

Noch vor wenigen Jahren gab es Suse Linux ausschließlich als Boxversion im Laden zum Kaufen. Die FTP-Version mit sämtlichen Paketen stand meistens erst Monate später zum Download zur Verfügung, ISO-Dateien bot Suse lange Zeit nicht zum Download an. Vorabversionen, die einen Blick auf neue Features verrieten, waren nur einem kleinen Kreis von Betatestern vorbehalten. Der Linux-Einstieg mit Suse bedeutete deshalb in den meisten Fällen, dass man sich eine grüne Box kaufte. Dies hatte nicht nur den Vorteil, dass man ohne Download an die Installationsmedien kam, sondern man hielt zeitweise über 1000 Seiten gedruckte Linux-Dokumentation in den Händen, die manchem Einsteiger in kritischen Situationen aus der Patsche half. Zudem konnte man über einen Registrierungscode 90 Tage lang per E-Mail den Suse-Installationssupport in Anspruch nehmen.

Mit der Verbreitung von DSL und einer kompletten Kursänderung zwischen 2000 und 2003 haben sich diese Zeiten geändert. OpenSuse gibt es jeweils am Tag der Veröffentlichung zum freien Download, für alle. Auch die Testversionen (Alpha- oder Beta-Release genannt) stehen uneingeschränkt zum Ausprobieren bereit. Dennoch bietet Novell weiterhin eine spezielle OpenSuse-Version für rund 50 Euro in einem Karton an. Die Schachtel und die Handbücher darin sind zwar deutlich dünner geworden, trotzdem kann sich der Kauf lohnen. So enthält die Boxversion deutlich mehr Software als die Downloadversion. Für OpenSuse 10.3 finden Sie zum Beispiel zwei DVD-9-Scheiben (rund 17 GByte), was vor allem Nutzern ohne Breitbandanbindung zu Gute kommt. Die Installation von OpenSuse ist inzwischen so einfach, dass kaum jemand den Installationssupport in Anspruch nehmen muss. Kommt es aber dennoch einmal zu unerwarteten Problemen, stehen Ihnen mit dem Kauf der Boxversion 90 Tage Installationssupport per E-Mail zur Verfügung. Schließlich darf auch der Wert der gedruckten Dokumentation nicht unterschätzt werden: Sämtliche Handbücher finden sich zwar auch auf der DVD, aber wenn sich zum Beispiel zur Partitionierung eine bestimmte Frage stellt, dann finden Sie die Lösung in einem gedruckten Buch deutlich schneller, zumal Sie während der Installation nicht einfach die DVD aus dem Laufwerk nehmen können.

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