Der Gewinner

Der Preis für die schnellste Festplatte geht an Hitachi. Eine Platte dieses Herstellers (HDT725050VLA360) befindet sich im Gehäuse des Hard Drive Pro von Freecom. Es kam in unseren Benchmarks über den E-SATA-Anschluss auf Transferraten von 65 MByte/s beim Schreiben und 72 MByte/s beim Lesen. Nur unsere Referenzplatte von Samsung (intern) arbeitete noch flotter (siehe Tabelle "Testübersicht"). Auch die MP3-Sammlung kopierte die Disk am schnellsten: Hier lauten die Eckdaten 40 MByte/s (schreiben) und 60 MByte/s (lesen).

Den zweiten Rang holt sich die Maxtor One Touch III über Firewire 800. Beim Lesen war sie in den Benchmarks mit 73 MByte/s sogar noch ein Quäntchen schneller als das Freecom-Gerät, allerdings brachte sie es beim Schreiben nur auf 54 MByte/s. Den Test mit den MP3-Dateien absolvierte die Maxtor-Platte mit 39 MByte/s (schreiben) bzw. 50 MByte/s (lesen).

Enttäuscht hat in den Tests die stylische FreeAgent-Pro von Seagate. Trotz E-SATA-Anschluss blieb die Harddisk beim Lesen hinter den Leistungen der Firewire-800-Laufwerke zurück und ließ sich nur unmerklich schneller beschreiben. Hier hat Seagate wohl eine langsame 5400-er Platte verbaut. (Das Hitachi-Drive dreht mit 7200 Umdrehungen.)

Umso besser schnitt die Seagate-Platte im Lärmtest ab. Da Sie komplett ohne Lüfter auskommt, arbeitet sie als einziges der vier 3,5-Zoll-Laufwerke wirklich flüsterleise. Auch die Lärmbelastung durch die Freecom-Geräte hält sich in Grenzen, hier ist lediglich das typische Surren zu hören. Die One Touch III von Maxtor macht von den getesteten Laufwerken am meisten Lärm, da bei dieser Platte auch der Lüfter läuft. Ihr Geräuschpegel entspricht in etwa dem eines Laptops.

Zu guter Letzt maßen wir bei den 3,5-Zoll-Laufwerken den Stromverbrauch. Auch hier schnitten die zwei Freecom-Laufwerke am besten ab (siehe Tabelle "Stromverbrauch").

Stromverbrauch

  Aus Standby Ein Unter Last Maximum
Seagate FreeAgent Pro 10 W 10 W 17-20 W 23 W 40 W
Freecom Hard Drive Pro SHPABB 6 W 6 W 13-15 W 15-17 W 30 W
Freecom Hard Drive Pro SSOAAA 4 W 6 W 15 W 15-17 W 30 W
Maxtor One Touch III 4 W 6 W 20 W 20 W 40 W

Die Kleinen

Wirklich portabel sind die großen 3,5-Zoll-Festplatten nicht, da sie meist über ein Kilo wiegen und zudem ein externes Netzteil benötigen. Als Alternative bietet sich eine Festplatte im 2,5-Zoll-Format an, die den Strom über das USB-Kabel bezieht. Hier müssen Sie allerdings auf die schnellen E-SATA- und Firewire-800-Interfaces verzichten, da es zurzeit keine 2,5-Zoll-Platten damit gibt. Das Rennen um die schnellste 2,5-Zoll-Harddisk gewann in unseren Tests das Mobile Drive von Freecom mit einer Kapazität von 250 GByte. Bei den synthetischen Benchmarks schrieb es pro Sekunde 28 MByte und las sogar 33 MByte. Auch beim Kopieren der MP3-Sammlung ließ es die Konkurrenz mit 24 MByte/s (Schreiben und Lesen) hinter sich. Das Mobile Drive gibt es auch mit 160 GByte Speicher für rund 120 Euro.

Dennoch lässt sich die Freecom-Platte nur bedingt für sämtliche Notebooks empfehlen, da sie den Strom über ein einziges USB-Kabel bezieht. Ein Adapter ist zwar separat erhältlich, die Lösung mit der Kabelpeitsche, wie sie Maxtor und Seagate benutzen, ist aber wesentlich einfacher: Hier schließen Sie zwei USB-Kabel an den Rechner an, wobei eines nur Strom zieht, das andere überträgt Strom und Daten.

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