Tipp: Automatischer Fensterheber

Anders als bei Windows kann man unter Linux das Verhalten der Programmfenster umfassend und individuell anpassen. So ist es bei KDE möglich, Fenster automatisch auf die Titelleiste zu reduzieren und sie durch Zeigen auf die Titelleiste automatisch aufzuklappen. Diese Funktionen aktivieren Sie im Kontrollzentrum.

Wechseln Sie in der linken Fensterhälfte zu Arbeitsfläche / Fenstereigenschaften und dort auf die Registerkarte Erweitert. Schalten Sie hier die Funktion Automatischer Fensterheber ein und bestätigen Sie Ihre Wahl mit Anwenden (Abbildung 1). Wenn Sie anschließend mit der rechten Maustaste auf die Titelleiste eines Programmfensters klicken und die Option Fensterheber auswählen, wird das Fenster auf die Leiste reduziert und die Automatik eingeschaltet. Bewegen Sie nun den Mauszeiger auf die Titelleiste, klappt das Fenster automatisch wieder auf.

Die Programmfenster bleiben dabei bis zum Klick allerdings im Hintergrund, sofern Sie nicht zuvor schon vorn platziert waren. Doch auch dieses Verhalten können Sie anpassen: Wechseln Sie dazu bei den Fenstereigenschaften im Kontrollzentrum auf das Register Aktivierung. Hier schalten Sie als Regelung die Aktivierung bei Mauskontakt ein. Wenn Sie nun noch die Option Automatisch nach vorne auswählen, werden die Programmfenster aktiviert und nach der als Verzögerung eingestellten Zeit in den Vordergrund geholt.

So, wie Sie das automatische Platzieren im Vordergrund verzögern können, lässt sich auch der Zeitraum bis zur Aktivierung eines Programmfensters anpassen: Schalten Sie dazu Aktivierung verzögern ein und geben eine Zeit in Millisekunden vor. Sie sollten hier keinen zu niedrigen Wert wählen, um nicht bei jeder Mausbewegung auf dem Desktop versehentlich ein anderes Fenster zu aktivieren.

Abbildung 1: Eine feine Funktion ist der automatische Fensterheber: Damit sparen Sie sich manchen Mausklick.

Tipp: Mehr Platz in der Fensterleiste

Die Fensterleiste ist der Teil der Kontrollleiste, in der KDE für jedes Programmfenster eine Schaltfläche anzeigt. In der Voreinstellung befinden sich dort Buttons für die Programme aller Arbeitsflächen. Bei vielen laufenden Anwendung wird es in der Leiste sehr schnell eng und unübersichtlich, so dass Sie die Beschriftung der Schaltflächen nicht mehr lesen können. Einige Einstellungen im Abschnitt Arbeitsfläche / Fensterleiste des Kontrollzentrums schaffen Abhilfe: Schalten Sie die Option Die Fenster sämtlicher Arbeitsflächen anzeigen aus, zeigt KDE in der Fensterleiste nur noch Buttons für die Fenster des aktuellen Desktops an.

Noch mehr Platz erhalten Sie, wenn Sie nur minimierte Fenster anzeigen lassen (Abbildung 2). Dann verschwinden alle Fenster aus der Fensterleiste, die Sie nicht minimiert haben. Die Funktion Programmsymbole anzeigen zu deaktivieren, bringt leider nicht mehr Platz, sondern entfernt nur die Programmicons aus den Schaltflächen – ohne die aussagekräftigen Programmsymbole sind Sie dann jedes Mal gezwungen, die Beschriftung zu lesen, um das gewünschte Programm zu finden.

Abbildung 2: In diesem Dialog sorgen Sie für mehr Übersicht in der Fensterleiste.

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