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#! 10 "Statler"

Mein Linux: Crunchbang

25.05.2010
Ist Linux die virtuelle Spieleisenbahn für technikaffine Männer, ist die Installation einer Linux-Distribution Ausdruck einer freiheitlichen Grundhaltung oder ist es nur geil, weil es alles "umsonst" gibt?

Crunchbang, kurz #! basiert seit der Veröffentlichung der aktuellen Testversion 10 mit dem Codenamen "Statler" nicht mehr auf Ubuntu sondern auf Debian Squeeze. Dieser Wechsel ist eine Frischzellenkur für dieses Projekt [1]. Das Ziel, eine schnelle, flexible Distribution mit geringem RAM-Verbrauch, Verzicht auf Oberflächenpolitur und Zusammenstellung der jeweils passenden Anwendung wird mit der Hinwendung zum "freiheitlicheren" Debian. Zuletzt ist bei Ubuntu, dessen zweifellos höchste Verdienste bei der Verbreitung von Linux anerkannt sind, Canonical vom Sponsor immer mehr zum Projektbeherrscher geworden. Diese Politik machte sich auch bei der zunehmenden Gesamtintegration des Systems mit erschwertem Austausch einzelner Anwendungen (Abhängigkeiten zu ubuntu-desktop) bemerkbar, sodass Crunchbang zu Debian als Basis wechselte.

Abbildung 1: Crunchbang mit dem Standardbrowser Firefox.

Hochprozentig

#! ist was für experimentierfreudige Menschen. Es kommt in zwei Varianten: openbox oder xfce jeweils mit gleicher artifizieller Oberflächenhaptik, geprägt durch das Tint2-Panel. Es besteht aus einer Arbeitsflächenübersicht, die gleichzeitig der Verwaltung der laufenden Anwendungen dient und einem Systray mit Überblick über die wesentlichen Funktionen Netzwerk, Lautstärke, Tastaturlayout, Energieverwaltung und Kalender. Die Steuerung des Systems kann entweder über Tastatur-Kurzbefehle, die im Conky-Applet auf dem Bildschirm gelistet sind oder über das Rechts-Klick-Menü erfolgen. Um diese Funktion auch bei geöffneten Anwendungen nutzen zu können, ist das Tint2-Panel lediglich über 96% der Bildschirmbreite zentral ausgerichtet.

Abbildung 2: Ein schlichtes Rechsklick-Menü bringt alle benötigten Einträge mit. Man beachte auch den RAM-Verbrauch.

Die Installation des Systems erfolgt mittels Debian-Text-Installer. Live-Medien können aus der heruntergeladenen ISO-Datei [2] () mittels Debian-Live-Projekt erstellt werden

Die Softwareausstattung umfasst das gesamte Debian-Squeeze-Repository. Die Verwaltung des Systems erfolgt mittels apt-get. Eine grafische Oberfläche hierfür (Synaptik) ist ebenso wie der Dateimanager Thunar und weitere übliche Verdächtige vorinstalliert. Das System ist flexibel, die Oberfläche reduziert und die große Vielfalt der Linuxwelt ist verfügbar. Die Gemeinschaft der Crunchbang-Nutzer kann im Forum [3] kontaktiert werden, ist hilfsbereit und interessanter Weise oft auf mehrere Distributionen fixiert.

Abbildung 3: Das Eintstellungsmenü enthält Einträge für die wichtigsten Aufgaben.

Aktive Community

Da Crunchbang auf Debian basiert, enthält man vielfältige Informationen im Internet. Empfehlenswert ist auch die Lektüre des Buches "Debian GNU/Linux" von Peter H. Ganten und Wulf Alex (Springer Verlag Berlin Heidelberg 2007). Als erste Anlaufstelle bei Problemen eignet sich das #!-Wiki [4].

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Kommentare
Let's bang
Marcus Moeller, Dienstag, 25. Mai 2010 21:49:10
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Danke Stefan Bender, für den netten Artikel. Ein Blick auf Crushbang lohnt sich in jedem Fall. Die Softwareauswahl entspricht ziemlich genau meinen persoenlichen Beduerfnissen (OpenOffice.org ist schnell nachinstalliert) und mit Debian als Basis erhaelt man ein Grundsolides und langfristig benutzbares System.

Obwohl sich aus meiner Sicht Crushbang eher an Entwickler, Admins und Geeks richtet, ist sie auch durchaus für den versierten Einsteiger interessant.

Die Optik ist durchgaengig und wirkt nicht aufdringlich. Die ressourcensparende Distribution gibt somit auch auf langsameren Rechnern ein gutes Bild ab :)

Viele Gruesse
Marcus


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Re: Let's bang
Marcus Moeller, Dienstag, 25. Mai 2010 21:57:26
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Heisst natuerlich CrunchBang. Wenn schon falsch dann richtig :)

LG
Marcus


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Re: Let's bang
linuxbuschtrommel (unangemeldet), Donnerstag, 01. Juli 2010 02:19:11
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Crunchbang ist wirklich sehr zu empfehelen. Dagegen ist zb. Ubuntu,
eine echte Schnecke.
Ich hoffe das deinen Artikel viele lesen und Crunchbang mal testen.
MFG
Linuxbuschtrommel


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Re: Let's bang
TuX DeLuXe (unangemeldet), Sonntag, 08. August 2010 23:33:32
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Hallo, vielen Dank für diesen Artikel.

Arbeite seit ca. einer Woche mit Chrunchbang und ich bin begeistert. Eine Distribution für Verspielte, Neugierige und vorallem für Lernwillige User.
#! sieht gut aus, ist nicht aufdränglich vom Design her, läuft schnell und stabil, bringt auch die notwendigsten anwendungen mit.
Jedoch, sollte man schon Lernbereitschaft und Neugier mitbringen, sonst kann man in manchen Fällen schon mal am Kopf stehen.
Ich denke ich habe neben Gentoo noch einen wundervollen Gefährten gefunden.

Man sollteChrunchbang kurz #! wenigstens mal gesehen haben.

LG

TuX DeLuXe


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Re: Let's bang
Ralgh (unangemeldet), Samstag, 30. Oktober 2010 18:17:57
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Interessant! Habe ich noch nicht ausprobieren können, da es in keiner der mir bekannten populären Linuxzeitschriften vorkam, jedenfalls nicht dass ich wüsste. Gibt es davon schon eine kaufbare Live-CD? rl


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