Welcher Grafikartenhersteller kooperiert mit Linux

FragenWelcher Grafikartenhersteller kooperiert mit Linux
Wimpy * - Dienstag, 16. Oktober 2012 13:40 Uhr

Hallo,
Welcher Grafikartenhersteller kooperiert mit Linux und rückt den Quellcode des Treibers heraus?
Ich will meine NVIDIA GeForce 6200 TurboCache(TM) durch eine gleichwertige Grafikkarte eines anderen Herstellers ersetzen. Sie funktioniert nur noch bis:
SUSE 12.1, Kernel 3.1.0-1.2, KDE 4.7.2 „release 5“.
Neuere Kernel haben anscheinend ein Kernel-Modul, das bei dieser Karte nur noch einen schwarzen Bildschirm erzeugt. Auch ein Start von Knoppix 7.0 von DVD klappt nicht, das ist wohl auch ein neuerer Kernel. Es kommt die Meldung: Kernel wird geladen…….-schwarzer Bildschirm.
Deshalb habe ich die alte SUSE 12.1 – DVD herausgekramt und installiert. Sonst könnte ich dies hier nicht schreiben. Mit dieser o.a. Version läuft alles o.k.
Einen Hardwarefehler kann ich also ausschließen.
Wer kann mir eine andere Grafikkarte empfehlen?
Ich bin kein Spieler und brauche keine schnelle 3D-Funktion.
Ich habe ein 350-W-Netzteil und meine jetzige Grafikkarte hat keinen Lüfter, nur ein Kühlblech. Das reicht mir. Ich will auch keinen PC, der heult wie ein Düsenjäger und 1 KW Strom frißt.
Welche Grafikkarte ist zukunftssicher für LINUX im Sinne von Open-Source Treiber?

3 Antworten
franz metzger - Donnerstag, 18. Oktober 2012 00:27 Uhr

kernelquellen und entwicklerwerkzeuge installieren.
entsprechender nvidiatreiber herunterladen.
als root einloggen.
treiber ins homeverzeichnis kopieren.
auf init 3 gehen.
dann sh NVIDIA-Linux-xxxxxx eingeben, die genaue bezeichnis des
treibers muss punktgenau geschrieben werden.
nach abschluss der installation rechner neu starten.
bei mir hats funktioniert mit der 7600GS
bei erfolg startet rechner automatisch mit dem nvidia treiber.
grüsse und erfolg franz metzger

Wimpy * - Sonntag, 21. Oktober 2012 11:19 Uhr

Hallo,
danke für die Mühe, aber ich will nicht bei jedem Kernel-Update einen Wuhei auf der Konsole machen, damit die Grafikkarte läuft.
Ich entferne die NVIDIA-Karte, wo der Hersteller den Source-Code nicht offenlegt.
Warum ich so reagiere? Ein Beispiel:
Vor ca. 20 Jahren, kaufte ich meinen ersten PC bei ALDI. Als der einmal nicht mehr booten wollte, (wahrscheinlich nur ein Windows-Fehler) brachte ich den PC komplett zurück und war 2 Min später mit 2000,– DM in der Tasche wieder draußen. Sollte man vielleicht viel öfter machen als Verbraucher. Die Kundenfreundlichkeit spricht sehr für ALDI und ich kaufe gerne dort ein!
Also, wenn NVIDIA meint, sie müßten Angst vor Werkspionage haben, dann bringt das nichts, weil ich dann nichts mehr dort kaufe.
—Welche Grafikkarte kann mir problemlos empfohlen werden?—
(Solange behalte ich SUSE 12.1 und Kernel 3.1.0-1.2)
Gruß

JB from CTU - Sonntag, 21. Oktober 2012 20:24 Uhr

… also die RadeonHD Karten von AMD/ATI funzen bei mir uneingeschränkt. ein Blick auf http://www.sebastian-siebert.de lohnt auf alle fälle. dort gibt es ein script was die treiberinstallation der proprietären AMD/ATI sehr einfach macht und das beste es macht alles selbst nach einem kernelupdate.
der freie radeonhd treiber ist auch ok, aber es sind eben nicht alle funktionen wie z.b. multimonitor betrieb ect .vorhanden.

…zu NVIDIA benutzte selbst auch eine von Nvidia. als Suse-Nutzer gibt es den Vorteil eines eigens dafür vorhandenem repository. wie man das alles einstellt steht hier:

http://de.opensuse.org/SDB:NVIDIA-Treiber

oder man nimmt dkms zu hilfe. das ist aber etwas tricky. schlage mich sleber damit rum gerade. wenn es aber läuft läuft es auch anach einem kernel-update.

hoffe es hilft. bis dahin…

grüße from the underground

Tuxgo - Montag, 22. Oktober 2012 17:51 Uhr

Hallo Wimpy!

Ich habe ebenfalls ein GeForce-6200-Grafikkarte. Seit Mitte September ist bei mir
– openSUSE 12.1
– Kernel 3.1.10-1.16 und
– KDE 4.8.5 release 521
im Einsatz.
Ich verwende schon seit Jahren den Treiber aus dem Nvidia-Repository (aktuelle Version 304.43).

Bei mir gibt es das von Dir geschilderte Problem nicht. Außerdem ist die Aktualisierung mit Yast denkbar einfach – kein Wuhei 😉

Deshalb solltest Du die von „JB aus CTU“ vorgeschlagene Einbindung des Nvidia-Repositorys ausprobieren.

Schönen Gruß

Rolf - Dienstag, 23. Oktober 2012 11:12 Uhr

Warum wollen Sie überhaupt auf SUSE 12.1 und Kernel 3.1.0-1.2 updaten, wenn alles besser funktioniert?

Nvidia-Treiber funktionieren auch unter Suse 12.2.

Wimpy * - Dienstag, 23. Oktober 2012 14:56 Uhr

Hallo Rolf,
ich habe auf einem älteren Laptop mit der DVD SUSE 11.4 auf 12.2 per Update installiert, was mich wundert, daß das ging über 2 Versionen. Dort läuft alles bestens. Der Laptop hat als Grafikkarte SiS M661MX Integration.
Aber auf meinem Desktop funktioniert es nur inclusive SUSE 12.1 und Kernel 3.1.0-1.2, alle späteren Kernel. auch von SUSE 12.2. bleiben beim Booten nach dem Splash-Screen stehen. Ich kann da noch zwischen alten und neuem Kernel auswählen, weil ich in /etc/zypp/zypp.conf Multiversion Kernels eingestellt habe. Dann kann ich nochmal mit dem alten Kernel booten, wenn der Neue nicht geht. Leider kann ich in den Logmessages nichts sehen, weil beim Boot-Abbruch noch kein Log geschrieben wird. Wenn mit dem alten Kernel der Bootvorgang wie immer erfolgreich ist, ist keine Fehlermeldung da. Ich habe schon die Speicherriegel einzeln getestet, umgesteckt etc., die Grafikkarte raus, saubergemacht und wieder rein, die Festplatte ist neu. Ein Hardwarefehler ist es wohl nicht.
Kernel 3.1.10-1.16 und den Treiber aus dem Nvidia-Repository (aktuelle Version 304.43) habe ich auch schon probiert. Ebenso den Nouveau-Treiber. Mich wundert, daß es bei Tuxgo mit derselben Ausrüstung kein Problem gibt.
Was könnte ich noch versuchen? Ich will ja nicht ewig eine alte Version behalten, dann wäre ich noch bei SUSE 9.0, wo ich mit LINUX angefangen habe.

Stephan - Dienstag, 23. Oktober 2012 17:29 Uhr

für 32 Bit:
http://www.nvidia.de/object/linux-display-ia32-304.60-driver-de.html
für 64 Bit:
http://www.nvidia.de/object/linux-display-amd64-304.60-driver-de.html

Das dürfte die aktuelle Treiber-Version sein (304.60 und nicht 304.43)

Bei Problemen könnte man auch mal eine Linux Live-Version,
(z.B. Ubuntu) booten lassen, um zu sehen ,ob es an der Hardware
liegt.

DirkS. - Freitag, 26. Oktober 2012 20:46 Uhr

Interessant. Tja, wenn es Dir einen gewissen Aufwand wert ist: Erstmal gilt es herauszufinden, worin sich der laufende Kernel und der nicht-laufende unterscheiden. Vielleicht kann man irgendwo auf den openSUSE-Download-Seiten eine Sammlung der Kernel-Patches finden, die den Unterschied ausmachen. Falls ja: die herunterladen und einzeln auf die Sourcen des funktionierenden Kernels patchen, den gepatchten Kernel kompilieren und booten. Irgendwann sollte es dann nicht mehr funktionieren. Der letzte Patch war dann der Übeltäter. Dann kann man entweder:
Den weglassen und weiter Patches zum funktionierenden Kernel hinzufügen. Am Schluss müsste der gepatchte Kernel bis auf den einen weggelassenen Patch mit dem neuen übereinstimmen. Oder:
Den Übeltäter aus den Sourcen des nichtlaufenden Kernels herauspatchen.
Im Endergebnis hat man dann den neuesten Kernel „minus eine Sache“. Das ist doch was.

Eine andere, einfachere Möglichkeit: Die Konfiguration des funktionierenden Kernels in die Sourcen des neuen, nicht-funktionierenden Kernels tun (als .config), ‚make oldconfig‘ aufrufen und beobachten, was dazukommt. Wenn man gefragt wird, ob man dieses oder jenes aktivieren möchte, erstmal alles mit Nein beantworten. Kernel kompilieren und booten.
Läuft er jetzt, lässt sich das Problem per Konfiguration aus der Welt schaffen. Dann kann man ein diff zwischen originalem .config des neuen Kernels und dem gerade selbst gemachten .config machen – das Problem liegt dann irgendwo in den Unterschieden, und man kann jetzt eine Sache nach der anderen aktivierten, bis man den Übeltäter hat.
Läuft der neue, selbst kompilierte Kernel nicht, bleibt nur die erste Methode.

Bei genauerem Nachdenken: Vielleicht ist es gar nicht die Grafikkarte. Und auch wenn die Anzeige gar nicht funktioniert, sollte der Kernel eigentlich Fehlermeldungen auf die Platte schreiben können. Und Im Text-Modus müsste eigentlich jede Grafikkarte ansprechbar sein. Wenn aber überhaupt nichts angezeigt wird, UND nichts auf der Platte ankommt, friert der Kernel offenbar sehr früh ein. Dann kann es alles mögliche sein, die Grafikkarte wäre da nicht unbedingt mein Hauptverdächtiger. Aber so etwas hatte ich auch noch nie.

Das Ergebnis der Untersuchung würde mich durchaus interessieren!

Viel Spaß (und Glück)!
Dirk

Wimpy * - Sonntag, 28. Oktober 2012 10:59 Uhr

Hallo,
(Zitat siehe weiter oben):
ich habe auf einem älteren Laptop mit der DVD SUSE 11.4 auf 12.2 per Update installiert, was mich wundert, daß das ging über 2 Versionen. Dort läuft alles bestens. Der Laptop hat als Grafikkarte SiS M661MX Integration.
Ich wünsche mir halt, daß es auf dem Desktop ebenso einfach klappt wie auf dem alten Laptop.
Vielleicht ist etwas mit dem Mainboard?
Starten von Live-System z.B. Knoppix von CD/DVD macht auch Probleme. Bei der Meldung „Kernel wird geladen“ friert es ein, manchmal bootet es weiter.
Das kommt mir vor, als ob es nach Lust und Laune ginge.
Ich kaufe jetzt mal eine billige Grafikkarte bei EBay.
Drück mir die Daumen.

Rolf - Samstag, 03. November 2012 00:51 Uhr

Gebe mal beim Start als Bootparameter nomodeset ein. Dann sollte der PC durchstarten.

Wimpy * - Montag, 05. November 2012 13:39 Uhr

Hallo,
das habe ich gemacht. Das war es aber nicht. Jetzt habe ich im BIOS Spread Spectrum ausgeschaltet, seitdem geht alles. Problem gelöst!

Heiko - Mittwoch, 19. Dezember 2012 22:00 Uhr

Also bei mir ist eine Geforce 6100 nforce 430 eingebaut.
Treiber ist nouveau.
Vor ein paar Tagen hab ich ein zypper dup auf die 12.2 gemacht,
alles okay.
Treiber nouveau.
Allerdings hatte ich neulich auf einem anderen Rechner ähnliche
Probleme mit etwas neuerer geforce.
In dem Fall hab ich die Vorgänger-12.1 wieder installiert,habe
den proprietären Treiber installiert,also den aus dem nvidia-Communityrepo.Dann nach der Aktualisierung
die Repos auf 12.2 umgestellt und ein
zypper refresh
zypper dup -d
zypper dup

durchgeführt.
Alles nun okay,wenn auch umständlich.
Den proprietären Treiber liefert z.B. eine mageia-live-Cd mit,kann
im live-Modus getestet werden ohne Installation.

Gruß Heiko.

Wimpy * - Donnerstag, 20. Dezember 2012 11:40 Uhr

Danke für die Mühe, ich habe beides probiert, proprietär und nouveau, aber es war nicht der Treiber, siehe mein Post vom 5. Nov 2012, es war eine BIOS-Einstellung. Das Problem besteht nicht mehr.
Gruß

Tristus - Donnerstag, 20. Dezember 2012 23:55 Uhr

Falls du im internet nach dem Stichwörter Nvidia und Linus schauen würdest, würdest du das Problem kennen, aber falls du keine 3D-Grafikbeschleunigung benötigst kannst du einfach open source treiber benutzen und es sollte funktionieren,
Leider kenne ich mich mit dem Suse versionen nicht aus vllt solltest du dich an die Suse gemeinde wenden die kennen sich mit dem neuen Versionen besser aus

Wimpy * - Freitag, 21. Dezember 2012 13:57 Uhr

Hallo,
es war nicht der Grafiktreiber, sondern eine BIOS-Einstellung.
Danke, das Problem ist gelöst.

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