Verliert Linux den Netbook-Markt?

FragenVerliert Linux den Netbook-Markt?
Henry Jensen - Freitag, 19. Dezember 2008 22:44 Uhr

Wie eeepcnews.de meldet hat Windows XP auf dem Netbookmarkt inzwischen einen Marktanteil von über 90% -siehe http://www.eeepcnews.de/2008/12/18/wieder-ruckschlage-fur-linux/. Geht man in die bekannten Elektronikmärkte begegnen einem dort fast ausschließlich Netbooks mit Windows. Asus plant nun keine Netbooks mit Linux mehr anzubieten. Dabei hat doch alles so gut angefangen. Vor einem Jahr gab es die ersten Netbooks ausschließlich mit Linux.

Verliert Linux den Netbook-Markt? Bleibt Linux hauptsächlich ein Server-OS?
Wenn ja, woran liegt das? Lässt sich das alles mit der Marktmacht von Microsoft erklären? Oder wollen die Menschen einfach, zum größten Teil aus Gewohnheit, nur Windows benutzen?

17 Antworten
s w - Samstag, 20. Dezember 2008 07:48 Uhr

hallo,
den netbook markt koennen wir uns abschminken. m$ hat genau das richtige getan als es im hauruck verfahren xp f. die netbooks lizensiert hat. m$ reagiert mittlerweile sehr agil auf die bedrohung durch neue betriebssysteme und pusht auf teufel-komm-raus seine produkte in den markt. wirtschaftlich ist es f. m$ doch vollkommen egal, ob es xp guenstig lizenzsiert (sie wuerden es auch verschenken) oder nicht. hauptsache das eigene produkt flair und die eigenen technologien werden in den neuen markt gedrueckt, damit keine nennenswerten alternativen aufkommen koennen (die dann u.u. wiederrum in die eigenen stammgebiete zurueckschlagen koennten). imho war die akzeptanz der neukunden bei den netbooks f. linux gross. die netbooks waren so andersartig, dass sie das alternative (durchaus pfiffige) bedienkonzept annahmen. „historisch“ betrachtet sehe ich einige punkte, die m$ die uebernahme des netbook marktes erleichterten. 1. die asus netbooks mit linux der zweiten generation (mit der technisch besseren ausruestung gegenueber den windows version) waren bei den haendlern nicht zu bekommen. keine chance. dafuer standen die windows versionen innerhalb von 2 wochen bei jedem elektronik laden.
2. die displays in den neuen netbook generationen sind groesser und erleichtern die verwendung von xp.
3. es fehlte von anfang an eine professionelle linux version (mit einer easy mode artigen oberflaeche) die sich jeder (anbieter und anwender) herunterladen und sein netbook „draufklatschen“ kann. bis hier was brauchbares verfuegbar war (z.b. remix), war windows schon da.
4. die netbooks haben sich imho im anwendungsfeld verschoben. mittlerweile werden sie eher als kleine ultra-mobile laptops eingesetzt und nicht als „spass-maschine“ wie sich asus das zunaechst wohl dachte (eee=easy, excellent, exciting.

man liest sich

Henry Jensen - Samstag, 20. Dezember 2008 13:05 Uhr

Die Marktmacht von MS ist nur ein Teil des Grundes, warum Linux der Netbook-Markt wegbricht.

Als die ersten Netbooks mit Linux rauskamen waren sie zunächst nur den Computerbegeisterten und Freaks bekannt – und diese haben kein Problem mit Linux.

Erst als im Sommer die Netbooks den Massenmarkt eroberten konnte sich auch Windows durchsetzen. MediaMarkt&Co hatten oft kein einziges Linux-Netbook im Programm.

Seit mehr als einem Jahrzehnt sind die Anwender WIndows in der jetzigen Form gewöhnt – denn seit Windows 95 hat sich in der Bedienung des PCs mit Windows nichts grundlegend geändert. Ungefähr seit diesem Zeitpunkt sind die PCs auch erst „massentauglich“. Für den Normaluser ist PC daher gleichbedeutend mit Windows. Der normale User hat sich leidlich in Windows eingearbeitet und er hat keine Lust jetzt noch mal „von vorne“ zu beginnen.

Leute, die sich „versehentlich“ ein Netbook mit Linux gekauft haben bemühen sich Windows zu installieren -davon zeugen die massenhaften vorkommenden Anleitungen im Netz wie man Windows auf Netbooks installiert..

In dem eeeppc.de-Kommentaren sieht man, was die Leute an Linux stört – angeblich schwierigere Konfiguration, die Treiber-Situation und Installation von Programmen. Dass die Bedienung eines GNU/Linux-Systems nur anders ist, aber nicht schwieriger, wollen die Leute nicht sehen. Einige meinen „Linux solle mehr Werbung machen“ – dass „Linux“ keine Firma ist, ist bei vielen noch gar nicht angekommen.

Auch die Anbieter haben vieles vermasselt – in einigen Fällen gab es einfach eine 08/15-Vor-Installation bei der die Hälfte der Hardware nicht funktionierte, andere hatten eine in Europa total unbekannte Distribution (Linpus) drauf.

Spice - Samstag, 20. Dezember 2008 16:03 Uhr

Vielleicht wollen die Leute einfach arbeiten statt zu frickeln …

*SCNR*

Benjamin Quest - Samstag, 20. Dezember 2008 21:37 Uhr

Zur Geburt des Netbooks war das Ding ja auch als eine Art „fest verlöteter Taschenrechner“ fürs Surfen angepriesen und nicht als billiger Ersatz für ein ultra-mobiles Laptop. Jetzt sollen die Dinger eben Billig-Versionen von den kleinen schicken Business-Laptops sein und damit das beim Kunden, der seit Jahren XP gewohnt ist, ankommt, schreckt Linux auf der Geräteklasse des Netbooks neuer Lesart (sprich mit der Wandlung vom Surfbrett zum Aushilfsbusinessnotebook) die Anwender eben ab, die plötzlich gerne eine 160 GB Platte im Netbook brauchen.

Der Netbookmarkt ist eben nicht mehr das was der EEEPC vorgemacht hat, nämlich ein vorkonfiguriertes Gerät mit vorkonfigurierten Programmen zum Benutzen (und damit eben eigentlich nicht zum Rumfuddeln). Da aber neue Käuferschichten eben gerne doch fuddeln, mit Linux aber nicht fuddeln können und auch nicht wollen, sondern eben mit Windows fuddeln und eigene Programme und Bla installieren wollen, ist die Entwicklung nur logisch.

Was MS jedoch daraus gelernt hat ist, daß Windows 7 plötzlich auch mit sehr viel geringeren Resourcen klarkommt bzw. klarkommen soll als Vista. Kaum ein Mensch, und das machen die Netbooks offensichtlich überdeutlich, möchte die Hardware auf die doppelte Leistungsfähigkeit aufpumpen müssen, nur um danach genau das Gleiche zu tun, was er vorher mit der halben Rechenpower jahrelang tat. Im Gegenteil, wenn er es billiger und kleiner erledigen kann, dann greift er gerne zu dieser Möglichkeit. Die Netbooks bieten ihm diese Möglichkeit. Ich glaube (d.h. ich kenne die Zahlen NICHT) MS hat mittlerweile mehr Vista-Downgrades (aka post-Vista-XP’s) verkauft als eigentliche Vista-Installationen.

Meine 2 ct.

Dieter Drewanz - Sonntag, 21. Dezember 2008 12:53 Uhr

Linux ist eigentlich nur wenig schwieriger als Windows. Aber die Schwierigkeit liegt darin, mit zwei unterschiedlichen Betriebssystemen umzugehen.
Was ich immer wieder feststelle ist, dass die breite Masse der Computernutzer eigentlich schon Probleme haben, wenn die Bedienung der Programme für ein und die selbe Aufgabe Unterschiede hat.
Es gibt viele Nutzer, die haben schon Probleme mit der Verwendung von OpenOffice statt MS-Office, obwohl in beiden alle Funktionen vorhanden sind, die sie benötigen und verwenden. Und das gibt es auch in Firmen und Behörden, die auf dem Sektor der Informationstechnik tätig sind.

Christian Schuglitsch - Samstag, 20. Dezember 2008 15:31 Uhr

Für uns zählt nicht die Weltherrschaft und wenn wir selbst mit 0,01 % Marktanteil als Community noch funktionieren, ist alles in Ordnung.

Linux-Netbooks glänzen meist durch schlechtere Ausstattung und den in der Summe zu geringen Preisnachlass.
2GB SSD kann man wirklich nur für ein statisches System ohne zusätzliche Software gebrauchen, aber ist ab unschlagbaren 149 € zu haben. Die Auflösung eines 7″-Bildschirms wird auch der Pandora-Handheld bieten und der hat auch noch Bluetooth, Analog-Pads und man muss sich mit dem Ding nicht hinsetzen und es auf den Schoß nehmen.

16GB SSD bekommt man bei Dell z.B. nicht in Linux-Version, überall werden lahme Atomkröten verbaut. Intel wird von der EU-Kommission wegen unfairer Methoden angeklagt, der Nano ist nicht zu bekommen und krankt an der schwächsten Grafikeinheit. Ein UVC mit Athlon X2 3250e wird in einer anderen Liga spielen.

Das ist vielleicht gerade der Abstand, den man zu einem solchen Power-Handheld wie den Pandora braucht. Den Pandora zum Immer-Dabei-Haben und einen UVC mit 10-11″, 1024er Bildschirmbreite und ordenlicher Grafik als DVD-Player und für 780p-Streams.

Die Offenheit des Pandora muss es natürlich auch gestatten, dass jemand auf so einem Gerät mit hohem Geek-Faktor mal Windows installiert. Das darf man nicht persönlich nehmen. Wer Freiheit proklamiert, darf anderen nicht Unfreiheit aufzwingen.

Gerhard Blaschke - Sonntag, 28. Dezember 2008 16:56 Uhr

Ob den Vormarsch von Windows am Netbook-Sektor der Markt macht oder die Marktmacht von M$, wird durch folgendes Beispiel beleuchtet:
ein österreichischer PC-Hersteller bietet ein gut ausgestattetes Netbook als einziges Produkt seiner Palette ausschließlich mit Windows an.
Auf Anfrage nach den Gründen kam betretenes und doch sehr beredtes Schweigen.
Wilde und unbegründete Spekulation meinerseits:
ein Hersteller, der letztlich doch vorwiegend für den Windows-Markt produziert, kann es sich nicht leisten, wegen Ungehorsam gegenüber M$ von hersteller-relevanten Informationen, die Windows betreffen, abgeschnitten zu werden.
Mein Fazit: Die Marktmacht machts

Marcel Hilzinger - Samstag, 20. Dezember 2008 16:44 Uhr

Klar wäre es schön, wenn Linux bei den Netbooks einen Marktanteil von 50 % oder mehr hätte, aber realistischerweise muss man die 10 Prozent als gut betrachten. Was viel wichtiger ist: Der Erfolg von Linux auf dem Netbookmarkt hat MS dazu gezwungen, Windows XP weiterhin voll zu unterstützen und Geld in die Entwicklung, Marketing etc zu schieben. Durch diese Entwicklung werden noch mehr Leute den Schritt zu Vista nicht machen, sondern möchten bei XP bleiben. Vista wird dadurch sehr teuer für MS, da es sich auf dem Markt nicht durchsetzen kann und (fast) ein Nischenprodukt bleibt. Das bedeutet auch für die Hardwarehersteller höhere Kosten (Treiberentwicklung) usw.

Mit Toshiba hat eine Firma, die eigentlich mit Linux noch nie Rechner verkauft hat in Europa erstmals Linux-Geräte verkauft, weil die 10 % wichtig sind, die will man nicht der Konkurrenz überlassen, etc.

Eine Tendenz ist klar: Es tut sich was und der Marktanteil von Windows sinkt, der von Linux (und nicht zu vergessen Mac OS X) nimmt zu. Das ist die Hauptsache.

arebenti - Samstag, 20. Dezember 2008 22:42 Uhr

Betriebssysteme sind irrelevant geworden. Asus hat den Fehler gemacht auf Xandros zu setzen und sich dort festzulegen.

Ich denke, wenn man sieht was sich mit LXDE Komponenten geschwindigkeits und ressourcenmässig aus Netbooks rausholen lässt, dann kann man sich für die nahe Zukunft angenehm überrascht fühlen.

Netbooks mit Windows, ja, aber das Windows XP, das eigentlich schon längst eingestellt sein sollte. Linux ist ein strategisches Werkzeug um gute Beschaffungskonditionen auszuhandeln.

Ecaroh - Sonntag, 21. Dezember 2008 16:02 Uhr

Warum greift man denn nicht zum Linux Notebook zumal es – geiz ist geil – auch noch billiger als XP ist? Könnte es sein, das es sich herumgesprochen hat das Linux immer noch an den Problemen krankt, die es auch vor Jahren schon hatte?

– Zu wenig kompatible Hardware (Drucker, Scanner, Mobilfunkabgleich)
– Stattdessen hunderte Derivate mit eigener Tapete
– Tausend Programme die das gleiche tun
– Nur halt unterschiedlich schlecht.

Was fehlt ist die Integration eben von Drucker, Scanner, Mobiltelefon, Unternehmensanwendungen oder wo möglich UTMS und WLAN und nicht das was von der freien Gemeinde oft als Hobbyprogramm entwickelt wird.

Und so lange es innerhalb der Gemeinschaft freier Software Entwickler so bleibt das man lieber die x-te Tapete entwickelt anstatt an großen wichtigen Projekten mitzuarbeiten, so lange wird freie Software keine wirkliche Durchschlagskraft auf dem Desktop – und erst Recht nicht bei Privatkunden – haben.

Wo ich übrigends auch entäuscht bin, gerne hätte ich mir sowas wie das 100 Dollar Notbook OLPC gekauft. Aber was gibts stattdessen? Nix was einen Regenschauer aushält, einen Arbeitstag mit Akku durchhält und vor allem ein Display der auch im Sonnenlicht noch ablesbar ist!

Ich warte wohl noch ein wenig bis ich einen solches Netbook mit Debian im Laden kaufen kann. Vielleicht wirds ja Weihnachten 2009 was mit meinem frommen Wunsch an den Weihnachtsmann.

Gruß, Ecaroh

GoaSkin - Montag, 22. Dezember 2008 01:58 Uhr

Die meisten User möchten kommerzielle Software einsetzen, ob diese nun als Freeware von einem Unternehmen herausgegeben wird oder gekauft werden muß. Für kommerzielle Software gibt es viel Werbung. Sie läuft einem auch im Laden über den Weg.

Opensource muß man suchen, die kommerzielle Software kommt zu einem. Das ist für viele Leute bequemer.

Von ihrem Betriebssystem erwarten die Leute, daß alles (nativ) läuft, was sie so aus dem Software-Regel mitnehmen können und für was geworben wird.

Wie das Betriebssystem gestaltet ist, interessiert die meisten User garnicht. Sie nutzen den Browser und ein paar Programme und das wars. Neben den Programmen ist nur interessant, wie man sie startet und wie Dateien auf den USB-Stick kommen. Dafür wäre der abgespeckteste Desktop, den man sich nur vorstellen kann am benutzerfreundlichsten. Am besten eine so bescheidene Oberfläche wie bei einem Fahrkartenautomat.

Das geht nur mit Windows.

August Meier - Montag, 22. Dezember 2008 14:12 Uhr

Hallo zusammen

Ich habe in der Schweiz folgendes festgestellt: Wenn ein Hersteller sowohl eine Linux- als auch eine Windows-Variante anbietet, bestellen die meisten Händler nichtsdestotrotz ausschliesslich die Windows-Variante. Meistens lautet die Begründung entweder: „Unsere Kunden wollen kein Linux“, „das kann ich nicht verkaufen“ oder „wie kann ich etwas verkaufen, von dem ich nichts verstehe“ u.ä.m.

Dell mit Linux konnte man zumindest im August diesen Jahres noch nicht kaufen, ebenso war es, obwohl HP im grenznahen Ausland diese Option anbietet, bis vor Kurzem nicht möglich, HP Notebooks mit Linux oder ohne BS zu kaufen „weil die Händler das nicht wollen“.

Die meisten Leute, die ich kenne, sehen keinen Grund, das BS zu wechseln, weil das, was sie haben, funktioniert – ich spreche hier von Leuten zwischen 30 und 60, die keinerlei Affinität zur IT haben.

Linux als Desktop-BS – kann sein, dass das irgendwann kommt, aber sicher nicht in den nächsten 4 – 5 Jahren; dafür ist der Leidensdruck noch zu klein.

Freundliche Grüsse

August Meier

Henry Jensen - Montag, 22. Dezember 2008 22:06 Uhr

>Ich habe in der Schweiz folgendes festgestellt: Wenn ein Hersteller sowohl eine Linux- als auch eine Windows-Variante anbietet, bestellen die meisten Händler nichtsdestotrotz ausschliesslich die Windows-Variante.

Was für Händler sind das? Dass beim großen Elektronik-Markt in Sachen Linux nichts geht ist klar.

Nach meiner Erfahrung geht bei den kleinen PC-Händlern eher was. Notfalls schickt man regelmäßig die LUG-Mitglieder vorbei und nervt den Händler so lange, bis er Linux-Notebooks bestellt.:)

Thomas Schlicht - Montag, 29. Dezember 2008 04:47 Uhr

Erstens: Ich habe vor ein paar Tagen ein Acer Extensa 5220 neu gekauft. Da war von Hause aus Linpus drauf. Ich war gespannt, wie dieses Linpus laufen würde. Als ich das Ding nun ausprobieren konnte, schaltete ich es ein. Das Notebook startete recht schnell, aber nur bis zum Prompt. Der Cursor blinkte schön, aber war auch schon alles. Es gab keinerlei erklärendenText, wo ich nachlesen könnte, wie ich denn nun zu der vielversprechenden schönen Benutzeroberfläche komme. Keine Login-Daten, startx ging auch nicht. Dieses sch… Linpus flog natürlich sofort da runter. Dass da anschließend wieder ein Linux-System draufgekommen ist, liegt nur daran, dass ich weiß, wie man das macht.

Mein Fazit: Jeder „Linux-freundliche-noch-nicht-Linux-kennende-Neuling“ wird hier ohne zu zögern sofort XP draufschmeißen und sagen: „Linux? Hatte ich mal. Das ist der letzte Dreck!“

Jeder Hersteller oder Vertreiber solcher grottenschlecht aufgesetzter Maschinen leistet der Abneigung Linux gegenüber vollen Vorschub.

Zweitens: Aber auch die Hardwarehersteller haben meiner Meinung nach einen Riss in der Schüssel, mit ihrem Wahn zum Verstecken der Quellcodes. Heutzutage ist eine Computerhardware doch spätestens nach einem Jahr sowieso veraltet. Also was verlieren die denn, wenn sie ihre Hardware mit quelloffenen Treibern ausrüsten? Ich meine, gar nix.

Drittes: Es wird wie wild an einer neuen Oberfläche gebastelt, aber die Funktionalität verschiedener Programme läßt stark zu wünschen übrig. Beispiel: ManDVD, oder ManSlide. Beide sind einfach eine Krankheit. Laufen beide nicht richtig, und dermaßen umständlich zu bedienen, wie es nur Programmierer mögen können. Sowas kann man nicht für den „produktiven Einsatz“ verwenden. Und von derartigen Programmen gibt es einige. Die vielen Videobearbeitungsprogramme. Allesamt mit den gleichen krankhaften überhäuften Konfigurationsmöglichkeiten, die kein Anwender versteht. Aber im Kern scheitern alle an den selben backends. Das geht zielsicher an den Bedürfnissen eines Ottonormalusers vorbei.

Und viertens:
Wie viele verschiedene Linuxe gibt es? 300, 400 oder wieviele?
Für welches der Hunderten soll ein Hardwarehersteller seine Treiber bauen? Und entscheidet er sich für 2, 3 oder 4 große, dann muß er ebenso viele Treibervarianten bauen, denn die sollen am besten mit max. 3 Mausklicks installierbar sein. Plus die halbjähigen Versionsanpassungen.

Das sind die Dinge, die eine steile Karriere der Linuxsysteme verhindern.

Ulf B. - Dienstag, 30. Dezember 2008 11:04 Uhr

Hi Thomas,

im großen und ganzen hast Du recht. Aber erstens gibt es nicht 300 Linuxe sondern genau eines maximal 2. Denn der Linux Kernel gibt es entweder in der 2.4.-er Reihe (die aber zunehmend weniger benutzt wird, da wichtige Treiber nur noch in der 2.6.-er enthalten sind) oder hauptsächlich in der 2.6.-er. Innerhalb dieser Kernelreihen gibt es dann nur noch verschiedene Stände. Das bedeutet das Du einen Treiber unter Linux nur einmal entwickeln musst. Ist der dann im Mainline integriert, wird er fortlaufend mitgepflegt. Einzige Ausname sind die Grafiktreiber die über X.org separat gepflegt werden. Aber auch hier gilt das gleiche wie für den Kernel selbst.

Meiner Ansicht nach bleibt dann nur noch das Grafische System übrig, welches es in verschiedenen Varianten gibt (GNOME, KDE 3-er, KDE 4-er, IceWM, Lightning, …). Dazu dann auch noch die Passenden, meist unterschiedlichen Applikationen, die dann vom einen System nur bedingt zum anderen Passen. Aber auch hier gibt es wieder lichtblicke auf eine bessere Kompatibilität (siehe gemeinsames Meeting mit GNOME und KDE).

Ciao
Ulf

Stefan Schönberger - Montag, 22. Dezember 2008 18:39 Uhr

Bevor mich jemand mißversteht: ich finde es schade, daß Windows auf Netbooks so dominiert. Ich wollte mir selber eines kaufen, aber du bekommst leider fast nur welche mit Windows … und das will ich nicht. Jedenfalls nicht auf (m)einem Netbook!

Daß sich die Netbooks mit Linux so schlecht verkaufen hat meiner Meinung nach zwei Gründe:

1. Was der Bauer nicht kennt frißt er nicht. Die meisten Leute kennen nun mal Windows und das wollen sie dann auch auf dem Netbook haben. Weil sie es kennen, weil sie dafür schon Software haben die sie kennen. Kann ich irgendwo nachvollziehen. Die Händler sind auch eher angenervt, weil die Rückgabequote bei Linux-basierten Netbooks viermal so hoch ist wie bei Windows-basierten (Quelle: irgendwo bei golem.de). Da muß ich als Hersteller/Händler entweder viel Geld und Geduld in Aufklärung stecken oder ich gehe den leichteren Weg und verkaufe nur noch Windows. Kann man verstehen.

2. Eigentlich ist Linux auf dem Desktop eine Frickel-Katastrophe. Dafür werde ich vermutlich gekreuzigt, ist aber leider so. Als langjähriger Mac-User wollte ich mich mal von Apple emanzipieren und habe daher versucht mit Linux (Ubuntu) zu leben. Auf dem Desktop. Als Server-OS benutze ich Linux (Debian) privat und beruflich gerne und seit langen Jahren. Aber nach einem knappen halben Jahr habe ich den Versuch Linux als Desktop-OS zu benutzen entnervt eingestellt. Es ist einfach zu frickelig, zu zeitaufwenig, die Linux-Leutchen haben den Wert von zielführender Dokumentation noch nicht verstanden und wie ein benutzerfreundliches System auszusehen hat auch noch nicht. Auf meinem (Nicht-Apple-)PC läuft jetzt Vista und auch wenn ich eigentlich MS nicht ausstehen kann: es läuft und man kann es benutzen.

Henry Jensen - Montag, 22. Dezember 2008 21:53 Uhr

>Eigentlich ist Linux auf dem Desktop eine Frickel-Katastrophe.

Das kann ich nicht so sehen. OK, ich bin IT-Freak und habe einen anderen Blickwinkel.

Das einzige „frickelige“ was ich feststellen kann sind Treiber für neue und neueste Hardware. Die muss man sich von irgendwoher ziehen – womöglich noch aus dem SVN/CVS – und dann gegen den Kernel kompilieren. Es wurde schon oft gesagt: Hier sind die Hersteller in der Bringschuld.

Ich hatte jedoch auch unter Windows schon öfters Treiberprobleme. Neulich musste ich unter Windows bei einer (älteren) Grafikkarte entnervt aufgeben und habe dann eine andere genommen. In einem anderen Fall habe ich von der Herstellerseite 5 (fünf) verschiedene Treiberpakete gezogen und ausprobiert, bis ich den richtigen hatte unter dem alles funktionierte

Unter Linux habe ich die interessante Erfahrung gemacht, dass schwierige Konfigurationsfälle bei so genannten Profidistributionen (Debian, Slackware, Arch Linux) – zumindest für mich – einfacher zu lösen sind als bei so genannten Einsteigerdistros (Ubuntu, etc.).
Können GUI-Wizards auf Anhieb mit einem Gerät nichts anfangen versagen sie total. Der User muss dann auf die Shell und mit nano/vi konfigurieren. Leider ist es oft so, dass eine von Hand erstellte Konfig von den GUI-Tools wieder kaputt gemacht wird. Oder die Konfiguration wird von der GUI so unübersichtlich erstellt, dass man ohne ein halbes Studium nicht mehr durchblickt.

Als ich mit Linux angefangen habe benutzte ich auch erst eins, zwei Newbie-Distros – und habe mich damit rumgequält. Dann bin ich bei Slackware gelandet und kam wunderbar zurecht. Auch heute noch muss ich, wenn ein Ubuntu-User zu mir kommt, oft stundenlang forschen wo denn das eigentliche Problem ist.

Kevin Krammer - Dienstag, 23. Dezember 2008 12:15 Uhr

> Die Händler sind auch eher angenervt, weil die Rückgabequote bei Linux-basierten Netbooks viermal so hoch ist wie bei Windows-basierten (Quelle: irgendwo bei golem.de)

Das war eine Angabe von Acer bezüglich ihrer Netbooks.
In einem später erfolgten Interview mit einem ASUS Manager wurde für deren Produktreihen eine etwa gleich hohe Rückgaberate angegeben.

Wie im verlinkten Artikel nachzulesen ist, scheint sich das Phänomen, dass es keine Linuxvarianten zu kaufen gibt, auch im Wesentlichen auf Europa zu beschränken.

Erstens weil Europa im Bereich Privatkundentechnologie als extrem konservativ gilt und weil es angeblich Schwierigkeiten mit der Lokalisierung zu geben scheint.

Allerdings halte ich speziell letzteres für ein ziemlich fadenscheiniges Argument. Der Artikel führt auf, dass ein Gerätehersteller die Lokalisierung an Microsoft abgibt, impliziert aber dann unbegreiflicherweise, dass eine derartige Kooperation nicht auch mit dem Hersteller der eingesetzten Linuxdistribution möglich wäre.

Ich glaube dass einfach versucht wird, der größer als erwarteten Nachfrage nach Linux basierten Netbooks im europäischen Markt mit Auflüchten und passivem Widerstand Herr zu werden.

So lange es möglich ist das Konsumverhalten durch künstliche Schranken zu lenken, wird das auch weiterhin gemacht werden, z.B. Dells künstliche Grenzziehungen im eruopäischen Binnenmarkt.

GoaSkin - Montag, 22. Dezember 2008 19:04 Uhr

Ich denke, daß das Bequemlichkeitsargument der Hauptgrund ist, daß die Leute Windows bevorzugen. Für den typischen Konsument ist Linux ein Handicap – egal wie benutzerfreundlich es ist.
Wenn das ZDF den Leuten WISO Sparbuch schmackhaft machen möchte oder (wie einst) die Bildzeitung die Leute zum Moorhuhn-Spielen animieren möchte, bestimmte Top-Spiele angesagt sind und… und… und… den Nerd interessiert das überhaupt nicht. Der einfache Mensch möchte Nutzen können, worüber die Leute reden, was populär ist und sich nicht zum Außenseiter machen, weil er das falsche Betriebssystem hat. Und aus dem gleichen Grunde ist auch Mac OS nicht jedermanns Sache. Es verkauft sich besser als Linux, weil die Hardware, auf der es läuft einfach schick ist, der ganze Windows-Kommerz dafür noch eher verfügbar ist, als für Linux und man den Leuten gut einreden kann, daß das Betriebssystem besser und einfacher als Windows sei (ist es übrigens in der Realität überhaupt nicht, denn Mac OS beherrscht viele grundlegende Funktionen eines Betriebssystems nicht, die unter Linux wie auch Windows schon seit über 10 Jahren selbstverständlich sind).

Linux braucht aber sehr wohl gewisse Marktanteile und auch ein kommerzielles Interesse. Nur solange es User gibt, die sich für Linux interessieren sind auch Firmen bereit, der Opensource-Gemeinde Teile ihrer Arbeit beizusteuern und Technologien zur Verfügung zu stellen. Ohne Trolltech kein KDE. Ohne Sun kein Java, ohne Java kein OpenOffice etc. Da es genügend weitere Beispiele gibt, kann man das Argument, daß es ja auch noch Gnome und GTK gibt nicht wirklich gelten lassen.
Wenn man die Linux-Gemeinde mit der Amiga-Gemeinde vergleicht sollte man wissen, wovon ich rede. Für den Amiga interessieren sich wirklich nur noch ein paar Nerds, die sich schwer damit tun, das System auch für neuere Hardware in einem brauchbaren Zustand zu halten. Es dauerte ewig, bis z.B. USB- und WLAN-Unterstützung möglich wurden, Grafiktreiber beschränken sich auf ATI-Karten und bis ein neues Gerät unterstützt wird, wird dieses schon fast nicht mehr verkauft. Wie unter Linux sind auch die meisten Teile vom Amiga System Opensource, jedoch nicht das System als ganzes, da es auf dem Erbe von Commodore basiert, was nicht frei ist.

Faktisch lebt Linux zwar von Opensource, ist aber durch Ehrenamt alleine nicht überlebensfähig. Opensource und Ehrenamt darf man auch nicht immer gleichsetzen. Und darum sind bestimmte Grundmarktanteile unabdingbar.

Volker K. - Dienstag, 23. Dezember 2008 13:51 Uhr

Benutze selber seit 4 Jahren Ubnutu auf meinem Laptop soewie Pc und auf meinem eee. Bei den neuen Versionen wird es für Anfänger immer einfacher ein System Funktionsfähig zu installieren. Es wird ein großes Softwarepaket mitinstalliert.
Ich brauche mich um keine Defragmentierung kümmern und finde eine Antivirensoftware für unnötig.Benötige ich weitere
Programme , können die meistens einfach über den Paketmanager nachinstalliert werden. Gibt es doch mal Probleme , die leider vorkommen kann man sie auch ohne große Vorkenntnisse im WWW nach Problemlösungen schauen.
Jedenfalls bin ich seit 4 Jahren Windowsfrei , der erste schritt war mit viel Umdenken holprig. Aber Bereue diesen Schritt im nachhinein nicht.

Thomas - Dienstag, 23. Dezember 2008 14:38 Uhr

Ich habe mir auch ein Netbook mit Linux gekauft und dieses direkt wieder gelöscht und Windows XP aufgespielt. Ich möchte einfach ein OS, mit dem ich mich auskenne und ich möchte die Software nutzen, die ich auch auf meinem Desktop habe. Warum soll ich mich umgewöhnen und mich anschließend durch die Foren kämpfen um meine -dann sicher auftretenden- Probleme zu lösen?

Jeder, der Linux nutzt möge glücklich damit werden. Ich bin es bereits, allerdings mit XP!

ischa - Sonntag, 28. Dezember 2008 23:28 Uhr

Hmm

Leider gibt es um Linux ja immer wieder Berichte über schwierige Installation und so. Das hält Normal – PC-user mal ganz sicher davon ab, sich so etwas anzutun.

Dabei ist zB eine SUSE Vollinstallation in gut ein bis zwei Stunden inklusive aller Office Komponentenund Updates mit einer vernünftigen Internet Anbindung kein Ding, das unendlich viel Kenntnisse erfordert.

Trotzdem, Windows „kennt“ man, und hat Bekannte die es wieder in Gang bringen, wenns mal nicht so tut.

Linux wird vermutlich den Server Bereich gut bedienen können, aber die Grosserfolge auf Desktop, Note und Netbook werden weiterhin ausbleiben, es sei denn, dass es irgend jemand schafft, Vorurteile gegenüber dem unbekannten abzubauen.

Mit den Netbooks war da wenigstens ein Anfang gemacht, schade dass nun wieder zurückgekrebst wird.

Zudem ist klar, wer zuhause einen PC hat und dessen Betriebssystem und seine unarten bereits von der Arbeit kennt, wird nicht so einfach umsteigen, Bluescreen hin oder her.

Ich nutze Windows, Mac’s OS X und Linux. Aber richtig produktiv ist natürlich der PC mit Windows ausgerüstet.
Mit Linux besteht einfach immer noch ein Risiko, dass ich die Kiste zukonfiguriere und danach wieder Ebbe ist.

Und letztlich muss auch mal gesagt werden, dass Windows nicht einfach nur schlecht ist im Vergleich mit den anderen Systemen.

Henry Jensen - Montag, 29. Dezember 2008 00:33 Uhr

>Aber richtig produktiv ist natürlich der PC mit Windows ausgerüstet.

Hm, bei mir ist es genau umgekehrt. Auf der Arbeit habe ich zwar auch eine Windows-Maschine, allerdings nur als VM, da ich Windows für MS-Office und ein paar andere Apps brauche.

Produktiv arbeite ich zu 90% mit Linux. Irgendwie schaffe ich es alle 2-3 Monate die Windows-Maschine kaputt zu kriegen, so dass nur eine komplette Neuinstalllation hilft. Die Linux-Kiste dagegen läuft und läuft, obwohl ich da auch fast ständig am basteln bin.

Gerhard - Donnerstag, 15. Januar 2009 10:58 Uhr

Ich habe mir eine Eee901 mit vorinstalliertem Windows XP und
Xandros Linux auf SD Karte gekauft,
Wenn man wie ich auf dem Desktop PC SUSE Linux nun in der Version 11.1 hat, dann ist diese Xandros Version sehr gewöhnungsbedürftig. Ein versuch mit Ubuntuo Eee konnte mich auch nicht überzeugen.
Inzwischen ist es mir gelungen SUSE 11.1 mit Kde 4 zu installieren. Entgegen aller Informationen,
die ich in diversen Foren gelesen habe bremst Kde das System nicht. Es ist mindestens genau so schnell wie das vorinstallierte Windows. Die Netzwerkkarte und das Wlan wurden erkannt.
Wlan konnte ich nicht testen da ich keinen Wlan Router habe. Die Netzwerke in meiner Nachbarschaft werden erkannt.

Gerhard

egal oder - Montag, 29. Dezember 2008 15:33 Uhr

Nun es liegt wohl daran, dass viele frustrierte Linuxbenutzer jetzt doch langsam die Schnauze voll haben! Denn bei Linux genauer bei einer Distribution heisst es:Was einmal ging, muss nicht nochmal gehen. Es ging ja mal!
Oder wie sonst ist das Phänonem zu erklären?

Ich habe nun mehr als 13 Jahre lang mir Linux schön geredet, aber nun reichts, ich will nicht nur surfen .

hari - Freitag, 09. Januar 2009 00:59 Uhr

Natürlich hat das mit der Marktmacht von Microsoft zu tun. Windows ist all gegenwärtig und als Multimedia OS eigentlich momentan unschlagbar. Dafür hat aber Microsoft selbst fast 20 Jahre gebraucht und nun erwarten manche Ideologen das die Welt am besten gleich auf Linux umstellt. Leider wird das nicht so schnell passieren. Das es aber passieren wird, glaube ich, steht ausser frage. Damals hatte Microsoft keine echte Konkurenten. Diesmal buhlen mehrere Betriebssysteme um die Gunst der Nutzer und seit kurzem besitzt Microsoft keine 90% mehr sondern steigt weiter ab, während Unix/Linux und Apple zunehmen.

Was die Zukunft bringt, weiß ich nicht, denn ich bin kein Hellseher. Viele gute Gründe sprechen dafür das sich am Ende doch OpenSource durchsetzen wird und damit Linux.

Manfred Misch - Samstag, 10. Januar 2009 12:42 Uhr

Vermutlich sind die (meisten) Käufer zu bequem, sich mit was Neuem auseinander zu setzen. Für viele ist ein Netbook vermutlich der Zweit-Rechner für unterwegs und sie haben zu Hause einen Windows-Rechner. Ich kenne viele, die mir immer erzählen, dass sie sich endlich auch mit Linux beschäftigen wollen, tun es aber trotzdem nicht. Vermutlich der gleiche Grund, sich auch kein Netbook mit Linux zuzulegen. Die Händler orientieren sich da wohl eher an der Nachfrage, wenn die groß genug wäre, gäbe es wohl auch ein entsprechendes Angebot.

Norman Schmidt - Dienstag, 13. Januar 2009 11:30 Uhr

Also ich denke, es liegt einfach daran, das LINUX das richtige Marketing fehlt. Es fehlen die Firmen, die für LINUX Werbung machen und dadurch fehlt natürlich auch das Budget dafür und der Bekanntheitsgrad.
MAC OS gewinnt doch auch erst richtig Marktanteile, seitdem Apple verstärkt Werbung für seine „I-„Dingsbümmer macht 🙂
Seitdem ist es „schick“ einen Apple sein eigen zu nennen.
Hat hier schonmal jemand Werbung für LINUX im Fernsehen gesehen? Ich noch nie!
Wenn ich meine Bekannten und Verwandten frage, ob Sie LINUX kennen dann höre ich immer wieder eine Antwort: „Nein! Was ist das?“
Das System ist bei den meisten Normal-PC-Usern einfach unbekannt. Da wundert es mich nicht, wenn die Rückgabequote entsprechend hoch ist. „Kenn ich net! mog ich net!“

Ein weiterer Punkt ist, das die Leute die in MediaMarkt, Saturn und so weiter gehen sich einen PC kaufen und nutzen, aber nicht unbedingt verstehen wollen was genau in dem „Ding“ eigentlich abgeht.
Das Ding muss laufen und ich muss Programme kaufen und einspielen können.
Das geht so leider bei LINUX „noch“ nicht, weil auch hier der „Kommerz“ fehlt oder hat schonmal jemand bei MediaMarkt und Konsorrten Programme für LINUX bekommen.
Wenn überhaupt dann bekommt man dort nur eine Distribution (OpenSuse!). Aber wenn ich z.B. ein Programm für meine Steuererklärung suche oder gar ein Spiel oder Homebanking-Software gehe ich leer aus.

Was soll also OTTO-Normalverbraucher mit einem LINUX Netbook, Notebook oder PC?
Er kennt das System nicht!
Es ist auch nicht „schick“ es zu haben (weil keiner Werbung dafür macht!)
Also handeln wir nach dem Motto: „Kenn ich net, mog ich net!“

Also Community:
Macht mehr Werbung (Fernsehen, Radio, etc.) bringt mehr PC-Zeitschriften (CB, Chip, PC-Praxis, etc.! Eben die, die Otto-Normal-Anwender auch liest) auf Eure Seite, so daß LINUX bekannter und „schick“ wird und wenn dann die Distributoren etwas dazu tun, das jeder Normal-User das System bedienen und Hardware einwandfrei installieren kann sowie Software findet mit der er Arbeiten kann, dann sollte LINUX auch Marktanteile gewinnen können. Automatisch steigt dann auch das Interesse der Firmen daran LINUX einzusetzen und für LINUX zu entwickeln.

refresh77 - Montag, 23. Februar 2009 11:59 Uhr

Die eee pcs gibts nur noch mit Windows,
daruf hin wurde geklagt und gewonnen!

http://derstandard.at/?url=/?id=3341979

Windows ist viel zu teuer für ein Netbook, aber als OEM version ist es bezahlbar.
Windows wills halt marktführer bleiben oder im netbook markt werden…
Software an Hardware zu binden ist halt monopol bildung.

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