Übergrosse Distributionen

FragenÜbergrosse Distributionen
--- --- - Samstag, 24. Juli 2010 11:34 Uhr

Hat die Grösse einer Distribution auswirkungen auf die Leistung des Systems ?
Beispiel:
Wenn man ein Suse Komplett Installiert und darauf einen Webserver betreibt ist es dann genauso Leistungsstark als wenn man ein Minimale Distribution installiert etwa Damm Small Linux(vllt sogar gar nicht installieren sondern nur als Live System?) ?

3 Antworten
max. - Samstag, 24. Juli 2010 12:34 Uhr

Eine Suse benötigt in der Grundinstallation viel mehr RAM als ein DSL, d.h wenn in der Kiste 1 Gig ram drin ist oder noch weniger4, dann sieht die Susie gegenüber DSL schlecht aus, weil dem webserver kein ram mehr bleibt. Hat die Kiste aber 4 Gig ram oder noch mehr, dann arbeitet der Webserver vermutlich darauf genau so schnell, wie unter DSL.

Ein weiterer Parameter kann die benutzte GCC-Version sein. Je nachdem, mit welchem Compiler ein Programm kompiliert wurde, kann es schneller oder langsamer arbeiten. Das betrifft natürlich auch alle Bibliotheken also die ganze distro.

Dieter Drewanz - Samstag, 24. Juli 2010 19:08 Uhr

Der Resourcenbedarf ist am meisten abhängig von der verwendeteten Oberfläche (grafisch oder konsolenbasiert) und den laufenden Diensten im Hintergrund.

KDE und Gnome im vollen Funktionsumfang benotigen wesentlich mehr Speicher und auch Rechenleistung als z.B. LXDE
, XFCE und ICEWM. Noch weniger Resourcen werden benötigt, wenn auf eine grafische Oberfläche verzichtet werden kann.

Mit zgv und mplayer (svga bzw. SVGAlib installiert) können sogar auf der Konsolenebene auf einem Rechner mit VGA-Karte in Standard-VGA-Auflösungen Bilder und Videos betrachtet werden.

Durch Verzicht auf nicht benötigte Dienste im Hintergrund können noch Resorcenbedürnisse vermindert werden. Zum Beispiel statt eines aufwendigen Soundmanagerdemons läuft nur ALSA in puristischen Umfängen auf dem Rechner. Mittels „ps ax“ oder „top“ in einer Konsole bei Suse, Sidux, DSL oder Puppy kann Jeder das selbst vergleichen.

Da jeder Dienst eine Schwachstelle mitbringen kann, werden auf WebServern nur wirklich notwendige Dienste und Anwendungen gestartet. Es gibt daher Webserver, die laufen ohne grafische Oberfläche.

Wenn der Rechner viel Hauptspeicher hat, dann kann das ganze Live-System in den Hauptspeicher geladen werden (z.B. Knoppix-Option „toram“) und ist in dem Falle auch schnell, wie ein installiertes System. Beim Desktop macht das Sinn, aber bei einem WebServer sollte dieser Hauptspeicherplatz besser auch für WebServices genutzt werden.

Hoffe das hilft Dir etwas weiter.

Christian Berg - Samstag, 24. Juli 2010 19:21 Uhr

1.) Die Größe einer Distribution steckt in keinen direkten Zusammenhang mit ihrer Geschwindigkeit. Debian gilt z.B. als sehr schlank. Aber die Komplette Distribution ist soweit ich weiß größer als Suse, Redhat, oder Mandriva. Man wir aber nie alles installieren können.

2. Wirklich alles zu installieren ist unter Linux fast so dämlich wie unter Windows, welches meist schon beim 2. installierten Virenscanner stottert.

3. Ein normales openSUSE mit KDE Desktop, ist sicher kein guter und effizienter Server, weil zuviel unnötiger Schnick-Schnack den Speicher frisst.

4. Es wird jedoch leichter sein einer Server aus SuSE zu machen als aus Damn Small Linux. Das es dafür Serverpakete gibt wäre mir neu. Ich kenne das nur als Bootstick-Live-Desktop-Linux.

Also: Wie viel Festplatten Platz deine Distribution fressen könnte wenn Sie will ist egal. Wichtig ist vor allem das dein Arbeitsspeicher für Dinge gefressen wird, welche dir etwas bringen. Ein „fettes“ CentOS bringt dir sicher mehr am Server, als ein „schlankes“ MeeGo.

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