Nach Memory (RAM) upgrade System extrem langsam

FragenNach Memory (RAM) upgrade System extrem langsam
Orlando Procopio - Mittwoch, 20. April 2005 09:54 Uhr

Hallo Zusammen…

ich habe ein ziemliches Problem mit meinem System.

Es funktionierte einwandfrei bis vor einigen Tagen als ich die Memory von 512MB auf 1GB aufstockte. Seit diesem Tag ist mein System unglaublich langsam..braucht 7-8 min um zu booten.

Die RAM-Module können eigentlich nicht das Problem sein, denn mit nur einem Modul (egal welches) funktioniert das System einwandfrei. Eine Xp Installation auf dem gleichen PC funktioniert auch einwandfrei.

Im BIOS wird der Speicher richtig angezeigt und auch wenn man z.B. den ‚top’-Befehl ausführt ebenfalls.

Jetzt zu den Fakten:

Bord: Asus P4P800-VM
RAM: Kingston RAM-Module (identisch)
BS: SuSE Linux 9.1

Was kann ich nun unternehmen? Muss ich irgendwo die Memorygrösse einstellen? Bootoption?

Danke für die Hilfe

Gruss

-orly-

5 Antworten
Michael Fahland - Mittwoch, 20. April 2005 17:51 Uhr

Hallo,

ich würde zum Test noch einmal mit 512MB booten um zu sehen ob das System dann einwandfrei läuft.
Wenn ja, dann solltest Du die Swap – Partition vergrößern. Ich vermute mal das SuSE 9.1 diese bei der
Installation Automatisch angelegt hat, in dem Fall ca. 1GB.

Der Swapbereich von Linux sollte immer doppelt so groß sein wie der verwendete Hauptspeicher.
Du solltest also die Swap-Partition auf 2GB erhöhen.

Erklärung:

Der Swapbereich in Linux ist der Auslagerungsbereich für den Hauptspeicher im System,
genau wie die Auslagerungsdatei in Windows, nur das der Swapbereich nicht dynamisch
ist. Da jetzt Linux beim booten einen großen Teil der Hauptspeichers nicht in /swap
auslagern kann schreibt es eben das alles in das langsame Dateisystem was ja ohnehin
mit dem Startvorgang beschäftigt ist.

Wenn Du noch freien bzw. unpatitionierten Speicher auf der Festplatte hast solltest Du eine neue Swap-
Partition anlegen und die alte löschen. Du kannst auch die 1. CD o. DVD benutzen und den
Reparaturassistenten starten, einfach vom Medium booten. ( Doku ist im Handbuch ).

Eine Datensicherung ist auf jeden Fall ratsam ( auch von evtl. Windowspartitionen ) da immer etwas
schiefgehen kann. Es ist mir zwar schon lange nicht mehr passiert was das betrifft aber sicher ist
sicher.

Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen

Gruß

Michael

User11012 - Mittwoch, 20. April 2005 18:08 Uhr

Hallo!

Dein Rat ist zwar gut gemeint, stammt aber aus Zeiten, als noch 64MB oder weniger in den Computern verbaut wurden. Selbst damals wurde empfohlen, die Swap-Partition maximal doppelt so gross zu halten wie den Hauptspeicher.

Swap ist dynamisch, allerdings nicht in dem Sinne, dass der reservierte Festplattenplatz verändert würde, sondern dass davon mehr oder weniger tatsächlich belegt wird.

Dass beim Booten 1GB RAM benötigt wird oder der Speicher vollläuft, habe ich noch nie erlebt…

Ich würde eher einmal untersuchen, welche Dienste/Dämonen gestartet werden…

„netatalk“ z.B. blockiert beim Aufstarten das System u.U. für mehrere Minuten – sofern Du nicht an einem Appletalk-Netz angeschlossen bist – also schleunigst raus damit… (Das war nur ein Beispiel!)

Am besten Du schaust Dir einmal die boot-logs an oder veröffentlichst sie hier – dann kann Dir sicher jemand weiterhelfen!

Freundliche Grüsse

August Meier

Michael Fahland - Mittwoch, 20. April 2005 18:28 Uhr

Zur Erinnerung:

Das System lief vorher einwandfrei, Speicherriegel O.K.

Warum sollte Linux bei einem Speicherupgrade auf einmal seine Runlevel verändern.

Linux überprüft bei jedem Neustart den Swap Bereich und versucht diesen zu mounten, seit dem Kernel
2.6. tut es aber nur dann wenn /swap im richtigen Verhältnis zum Hauptspeicher steht.

Da SuSE selbst in seine Handbüchern beschreibt das Linux grundsätzlich auch ohne Swap arbeitet,
bootet das System, aber offensichtlich sehr langsam.

Übrigens diese Faustregeln aus alter Zeit sind immer gut und wenn sie nur dazu dienen ein Fehler
einzugrenzen. Wenn sich mehr Leute daran halten würden hätten wir mehr Zeit uns mit den richtigen
Problemen zu beschäftigen.

MF

User11012 - Mittwoch, 20. April 2005 19:51 Uhr

Hallo,

Hab‘ ich jetzt ‚was übersehen oder war DAS gerade Dein Ratschlag, wie der Fragesteller sein Problem lösen kann?

Und an wen genau hast DU Dich bei solchen Fragen früher gewandt?

Wofür genau sind diese Foren da?

Für Deine „wirklich wichtigen Fragen“ – worin auch immer diese bestehen mögen – wende Dich bitte an /. oder so – das Level hier ist offensichtlich viel zu tief für Dich 😉

Gruss

August Meier

Michael Fahland - Mittwoch, 20. April 2005 20:07 Uhr

Ja Ja, hat man keine Argumente wirft man eben mit Dreck !

So und jetzt zum Thema:

Lieber Orlando, poste doch mal wie es aussieht mit Deinem Problem ?

Ingo Kemper - Donnerstag, 21. April 2005 00:29 Uhr

Linux überprüft bei jedem Neustart den Swap Bereich und versucht diesen zu mounten, seit dem Kernel2.6. tut es aber nur dann wenn /swap im richtigen Verhältnis zum Hauptspeicher steht.

Ich weiß nicht wo Du den Unsinn gelesen hast, aber die Seite dürfte eigentlich nur am 1.April abrufbar sein. Die Größe des Swap-Bereichs richtet sich ausschließlich nach dem maximalen Bedarf an Speicher, ein „richtiges Verhältnis“ gibt es nicht.

Gruß
Ingo

Maik Danstedt - Donnerstag, 21. April 2005 08:38 Uhr

Dem stimme ich zu.

Mal ein Beispiel von meinem eigenen PC: dort schleppe ich seit den Zeiten als ich noch 128 MB RAM hatte eine 128 MB große Swap-Partition mit. Heute hat mein PC u.a. 1024 MB RAM und ich habe die Swap-Partition immer noch nicht umgestellt. Brauchte ich auch nie, 2 GB Swap bei einem Arbeitsrechner (also Internet, Email, Office, evtl. mal Fotos von der Digicam bearbeiten) mit 1 GB RAM ist IMO Platzverschwendung.

Mein Rechner bootet unter Linux auch relativ langsam, was allerdings daran liegt, daß ich als Spielkind unter Linux jede Menge Dienste starte u.a. Samba, MySQL etc.

Wie gesagt nur meine persönliche Situation.

Grüße,
MaDMaik

Mario Vogel - Samstag, 30. April 2005 15:56 Uhr

Hallo,

also bei mir hat ein RAM-Upgrade von 1GB auf 1,5 GB keine Probleme bereitet, auch unter SuSE 9.1 nicht. Einfach reingesteckt und hochgefahren und keine Probleme. Die Swap Partition ist bei mir auch nur einen GB groß, denn sonst müsste die Swap-Part. nach den Angaben im Buch 3GB groß sein, also ein System, welches 4,5 GB während des startens oder während des normalen arbeitens braucht ist sicherlich nicht in heimischen Gefilden zu finden.

Aber vielleicht einafch mal die Bausteine umstecken (Bänke tauschen), prüfen, ob die die gleiche Taktfrequenz haben und ggf. im Bios auf die niedrigste einstellen (also 1 mit 333MHz, der 2. mit 400MHz –> dann sicherheitshalber auf 333MHz einstellen) obwohl er nurmalerweise beide nur mit der geringsten Taktfrequenz fahren dürfte!

MfG

Mario

Ingo Kemper - Donnerstag, 21. April 2005 00:14 Uhr

Hallo Orlando,

hast Du die Module an den richtigen Stellen eingebaut (nicht nebeneinander, sondern in die beiden schwarzen oder die beiden blauen Steckplätze)? Gibt es in den Logfiles irgend welche Hinweise? Benutzt Du einen Standard-Kernel oder einen SuSE-Kernel? Tritt das Problem auch auf, wenn Du mit Option mem=512m oder mem=900m bootest?

Gruß
Ingo

Maik Danstedt - Donnerstag, 21. April 2005 08:45 Uhr

Hi Orlando,

sind die beiden RAM-Module wirklich identisch? Es kann sein, daß die inneren Werte sich unterscheiden.

Was passiert wenn Du nur mit dem neuen Riegel bootest? Ist das System dann auch langsam?

Wie sieht es mit BIOS-Optionen aus? Müssen da für die einzelnen Speicherbänke evtl. auch einzeln Optionen gesetzt werden?

Ist der Rechner auch so lahm, wenn Du zum Beispiel Knoppix bootest (mal mit 512 mal mit 1024 MB ausprobieren)?

Nützlich ist evtl. auch memtest86 [1], evtl. funktioniert trotz allem ja auch der neue Speicherriegel nicht korrekt.

Grüße,
MaDMaik

[1] http://www.memtest86.com/

Orlando Procopio - Donnerstag, 21. April 2005 09:13 Uhr

Hallo Zusammen…

danke für die vielen Antworten….also…

– ich habe sämtlich kombinationen versucht…module in blaue steckplätze…beide in die schwarze…und gemischt…alles nichts gebracht….
– im bios wird der speicher richtig angzeigt, einstellen kann ich aber nichts (nach handbuch ists auch nicht nötig)
– mit einem modul läuft das system einwandfrei
– für die ersten paar schritte brauch er extrem lange…vor allem beim punkt „create devices“
– als kernel ist der standard smp kernel der suse distri installiert (inkl. updates)
– im runlevel hat sich nichts geändert…wird auch eigentlich nichts spezielles gestartet
– der swap speicher ist tatsächlich 1GB (=RAM)
– die bootoption mem=1024M nützt auch nichts…oder ist die angabe zu hoch?

hoffe habe nichts vergesses :o)

in den nächsten tagen werde ich mal die knoppix cd ausprobieren….und die logfiles posten…

gruss und dank

op

Orlando Procopio - Donnerstag, 21. April 2005 09:14 Uhr

ups….etwas vergessen…

die ram-module sind tatsächlich identisch…oder wenigstens nach angabe der kingston…

gruss op

Ulrich Koschella - Donnerstag, 21. April 2005 10:51 Uhr

Warum smp Kernel? Dein Board ist doch kein Dual-Prozessor-Board, oder habe ich was uebersehen? Hat die SuSE-Inst. automatisch den smp-Kernel gewaehlt? Meiner Meinung nach brauchst Du den default-Kernel.

Ulrich Koschella - Donnerstag, 21. April 2005 10:53 Uhr

Sorry, nehme alles zurueck. Ist wegen Hyper-Threading. (War ein Schnellschuss.)

Orlando Procopio - Donnerstag, 21. April 2005 11:47 Uhr

Zur Info…

habe soeben das gleiche Prozedere auf meinem Toshiba Notebook (Tecra A2) durchgeführt.

Habe den Arbeitsspeicher von 512MB auf 1GB erweitert…..kein Problem.
Der SWAP-Speicher ist weiterhin 980MB und mein Notebook funktioniert einwandfrei.
Daher sollte es eigentlich nicht am SWAP-Speicher liegen (auch zu Hause).

Kleines Detail….auf meinem Notebook ist SuSE9.2 installiert…auf meiner Arbeitsstation SuSE9.1.

gruss

op

Peter Sütterlin - Sonntag, 24. April 2005 09:32 Uhr

Hi Orly,

Das Problem kenne ich von meinem Notebook [1]. Es scheint etwas mit der Harddisk zu tun zu haben – das war jedenfalls die Auskunft/Vermutung die ich von den Kernel-Hackern bekommen hatte. Versuch mal, beim booten den Speicher etwas zu begrenzen. Ich habe fest die Option „mem=992M“ mit eingestellt, kannst Du aber auch am lilo/grub Prompt angeben. Damit bootet das System dann (bei mir) wieder mit normaler Geschwindigkeit…

Pit

[1] http://hst33127.phys.uu.nl/~pit/Asus-M3N/index.html

Orlando Procopio - Montag, 25. April 2005 08:06 Uhr

Hallo Pit

Problem scheint tatsächlich gelöst zu sein….habe die option mem=1000M benutzt und jetzt funktionierts! super…

danke allen….

orlando

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