gnome-desktop unaufgefordert installiert

Fragengnome-desktop unaufgefordert installiert
h. kellermann - Sonntag, 28. Februar 2010 13:05 Uhr

Hi Linuxers,
(SUSE 11.2, KDE4.4.0) updater-applet hatte einen großen Schwung an neuen updates, die ich -unvorsichtigerweise- einfach übernommen habe. Nach einiger Zeit stellte ich fest, dass jede Menge gnome-Dateien installiert wurden. Allerdings habe ich KDE installiert und nicht gnome! Ich war bislang der Meinung, dass nur installierte Programme zum update kommen!?
Nach Abbruch hatte ich schon das komplette gnome installiert. Das habe ich dann in mühseliger Kleinarbeit -wegen der unendlich vielen Abhängigkeiten- deinstalliert. Nach erneuten update-Vorschlägen für gnome stelle ich fest, dass 4 gnome-Dateien existieren: libgnome-keyring0, glib2-branding openSUSE, bundle-lang-gnome-da und bundle-lang-gnome-extra-ca.
Weitere Deinstallation ist völlig unmöglich, da w/Abhängigkeiten jede Menge neuer Dateien installiert werden. Vor allem gconf2 wird grundsätzlich wieder installiert. So habe ich plötzlich wieder 15 gnome-Dateien.
Wer weiß, wie ich das gnome wieder komplett loswerden kann?
Besten Dank im Voraus für alle hilfreichen Tips.

1 Antwort
DieterD - Sonntag, 28. Februar 2010 14:16 Uhr

Es gibt Programme, die laufen unter KDE, obwohl für Gnome geschrieben, brauchen aber die Libra?ies von Gnome. Umgekehrt gibt es Programme, die laufen unter Gnome, obwohl für KDE geschrieben, brauchen aber die Libraries von KDE (qt3 und qt4).

GoaSkin - Sonntag, 28. Februar 2010 15:49 Uhr

Diese Programme brauchen ein paar Bibliotheken von Gnome bzw. KDE, aber nicht gleich den ganzen Desktop. Dennoch passiert es recht schnell, dass ein ganzer Desktop samt Applikationen installiert wird, obwohl man nur ein kleines Programm installieren wollte. Dies aber nicht nur bei einzelnen Distributionen. Teilweise sind die Abhängigkeiten eben recht unsinnig gesetzt – insbesondere bei weniger bedeutsamen Paketen, die nicht jeder installiert. Manchmal passiert dies auch, um die Funktionalität einiger Features sicherzustellen – ganz unabhängig davon, ob man sie braucht. WINE bräuchte prinzipiell z.B. weder Samba noch SANE. Bei vielen Distributionen werden diese Pakete jedoch zwangsweise mitinstalliert, damit diese optionalen Features funktionieren.

h. kellermann - Montag, 01. März 2010 21:13 Uhr

Danke für die Infos.
Allerdings hatte ich bis zu diesem KDE-update kein Gnome-update-Problem. Kann mich nicht erinnern, sowas jemals angeboten bekommen zu haben.
Jetzt bekomme ich ständig updates für den gnome-desktop angeboten, was einfach lästig ist!
Die Frage ist: welche gnome-Dateien brauchen wir denn grundsätzlich, dass dieser Unsinn aufhört und nicht permanent die Gefahr besteht, wieder mal den gesamten gnome-desktop installiert zu bekommen. Das ist mehr als ärgerlich und absolut nicht akzeptabel!

Martin Weißhaupt - Dienstag, 02. März 2010 08:19 Uhr

Prinzipiell werden bei einem KDE-Desktop eigentlich gar keine Gnome-Dateien gebraucht.

Wenn jedoch Programme installiert sind, die sich in Gnome integrieren, dann werden diese Abhängigkeiten natürlich installiert. Das ist ja bei KDE-Programmen genau so.

Ich würde also erst einmal nach Gnome-Programmen gucken und überlegen ob man nicht doch lieber auf KDE-Alternativen umsteigen möchte.

Dass der komplette Desktop installiert wird klingt etwas eigenartig, evtl. ist das ein Bug.

GoaSkin - Sonntag, 07. März 2010 15:30 Uhr

Ich nutze derzeit einen KDE4-Desktop unter OpenSuSE, aber mit ein paar Gnome-Anwendungen zur Grafikbearbeitung. Ich konnte es bislang verhindern, dass mir das System einen ganzen Gnome-Desktop installiert, allerdings wurde z.B. der Gnome-Texteditor ‚gedit‘ installiert. Versuche ich den zu deinstallieren, bemängelt YaST, dass eine notwendige Abhängigkeit fehlen würde und schlägt vor, dass 38 weitere Pakete deinstalliert werden sollen.

Teilweise sind die Abhängigkeits-Pakete eben unsinnig zusammengestellt. Ich muss aber auch dazusagen, dass ich eine Menge Community-Repositories eingebunden habe und mir gut vorstellen kann, dass Keines der Pakete aus den Standard-Repositories gedit als Abhängigkeit braucht.

h. kellermann - Montag, 08. März 2010 20:10 Uhr

Ja, das ist wirklich undurchsichtig und schwierig.
Ich entdecke ja immer wieder Pakete, die ich absolut nicht brauche und die Installation nur unnötig aufblähen. Wir alle wollen ja ein möglichst schlankes und schnelles System. Aber die Deinstallation ist wegen der oft unzähligen Abhängigkeiten ziemlich unmöglich.
Habe auch schon erlebt, dass das Volumen der zu deinstallierenden Pakete durch zwingend erforderliche Ersatzinstallation anderer Pakete bei weitem übertroffen wurde.
Vielleicht gibt es da im System noch Optimierungspotential, bzw. wäre schon für die Grundinstallation ein möglichst schlankes System wünschenswert.

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