Ein paar Fragen zu Gentoo Linux

FragenEin paar Fragen zu Gentoo Linux
Frank Gabbert - Donnerstag, 07. April 2005 12:53 Uhr

Hallo liebe Community,

ich habe nun vor von Suse auf Gentoo um zu steigen. Bin sonst auch enormer Windoof XP User. Da ich viele Win Programme benutze die man unter Linux emulieren müsste.
Aber ich will auch langsam weg von Windows und habe jetzt demnächst vor mich mit Gentoo richtig auseinander zu setzen, sprich Handbuch 64bit schnappen und installieren 🙂 Habe gehört da lehrnt man viel mit.

Jetzt meine Frage(n):
– Gibt es bei der installation von Gentoo etwas wirklich wichtiges zu beachten!? zB: Wie sollte ich die Festplatte am geschicktesten Partitionieren, so dass Gentoo ordentlich läuft.
– Wenn Gentoo installiert ist, was ist sinnvoll anschliessend zu installieren oder zu konfigurieren.
– Wie sie sollte man Gentoo am geschicktesten warten.
– Seit ihr zufrieden mit Gentoo (spreche hiermit die Leute an die Neutral gegenüber Distributionen sind und nur ihren eigentlichen Nutzen in betracht ziehen und Vor- u. Nachteile nüchtern abwägen)
– Unter Suse hatte ich das Problem, dass ich meine ATI Karte nicht fuer 3D Anwendungen zum laufen bringen konnte, ist dies leichter möglich unter Gentoo!?
– Was schätzt ihr wie lange ich fuer eine Installation mit kompaktem Software Bündel ala Office, MediaTools (Video Schnitt, Bildbearbeitung, MP3), Admin Tools, u evtl. kleinkram Überwachungstools auf einem AMD64 3200+ mit 1024MB Ram brauchen könnte!?
Ich weiss das man fuer eine Gentoo installation viel Zeit und Kaffe braucht! 🙂 Aber ich hoffe auf dem Proz lässt sich schneller compilieren.

Vielen Dank schonmal

Mfg
Frank

6 Antworten
Ernst August - Donnerstag, 07. April 2005 13:21 Uhr

Meine Erfahrung :
1. Man lernt nicht so viel, da man nach den (wirklich guten !) Anleitungen
vorgeht. Dem Compilieren zusehen macht einen ja nicht schlauer 😉
2. Man ist immer auf dem neusten Stand, allerdings nach einiger Zeit vom
staendigen Comilieren genervt. Kann man unter Suse auch durch z.B.
Kde-Update ,Packman und Guru erreichen.
3. Weiterer Vorteil: Der grosse Bestand an Paketen. Allerdings habe ich die
Erfahrung gemacht, dass sich ca. 15-20 % der Pakete nicht comilieren lassen.
Bei den „Hauptprogrammen“ war das allerdings kein Problem.

Fazit: Wenn man gute Nerven und vieeeeeel Zeit hat, ist Gentoo ein super
System. Aber wenn du nur Teilzeit-Linuxer bist rate ich dir davon ab, da
stimmt das Aufwand-Leistungs-Verhaeltnis nicht mehr?

Ps. Gibt es noch Programme, ausser Spiele,fuer die es keinen guten
Linux-Ersatz gibt ?

E.

Frank Gabbert - Donnerstag, 07. April 2005 13:43 Uhr

Zu den Punkten:

1. Also mir haben Kollegen gesagt, dass man alleine durch diese Doku recht viel lehrnt! Du sagts jetzt wieder ne! Was soll ich glauben? 🙂 Selber rausfinden wa 🙂

2. Ja aber bei Suse funktioniert einiges nicht… zB meine ATI Karte und das nervt… denn ich bin schon jemand der gerne in seiner Freizeit spielt 🙂

3. Das ist gut, PAKETE HER jama 🙂 Also ich will mir ja nicht wirklich jeden Schrott drauf machen und das was ich brauche!
Ich brauche OpenOffice, einen guten MP3 Player (da gibt es ja diesen iTunes abklatsch der DRM übergeht :)) ), einen guten Mediaplayer fuer Filme, sprich auch die Codecs etc. muessen einwandfrei funktionieren :), ein Zeichenprogram darf nicht fehlen, wie GIMP zB. und fuer meine Hobby als Webdesigner gibts bestimmt auch noch schene Sachen 🙂 Und zack dann hab alles, Spiele muessen halt noch drauf 🙂

Fazit: Nerven hmm geht so, Zeit auch net! Aber ich denke wenn ichs mal zum laufen gebracht habe so wie ich es möchte, dann läufts und dann läufts und dann …. 🙂 Jedenfalls wünsch ich mir das!

Hmm ja vereinzelte Programme gibt es da sicher schon. Aber mir gefällt oft noch nicht die Handhabung der Ersatz Tools unter Linux, aber ich denke dies ist Gewöhnungssache! 🙂

Vielen Dank für die Antwort

Gruss
Frank

Murphy - Donnerstag, 07. April 2005 13:51 Uhr

Meine Meinung: Sammle erstmal Erfahrung mit einer „abgepackten“ Linux-Distri. Gentoo ist wirklich gut für Leute die Linux-Erfahrung haben, ein möglichst flexibles System (aber kein LFS) wollen und wissen worauf es ihnen ankommt. Als Neueinsteiger wirst du ohne wirklich viel Lern- und Basteltrieb vermutlich erstmal nicht so richtig glücklich werden damit, und das liegt nicht am Aufwand für’s Compilieren.
Gentoo hat übrigens eine ausführliche FAQ, da steht drin was es am Anfang zu beachten gibt. Zu deinen Fragen: Alles was für die meisten Linux-Systeme zutrifft gilt auch für Gentoo (Partitionierung etc., darüber wurde hier schon viel geschrieben), Distri-spezifische Eigenheiten ausgeklammert (Config-Tools wie YaST, kommerzielle Add-Ons, gepatchte Kernel, zusätzliche Treiber etc.).

Frank Gabbert - Donnerstag, 07. April 2005 14:28 Uhr

K dankeschön,

sagen wirs so ich bin kein Linux Neuling! Hab mit Suse 6.2 angefangen nur wenig Zeit mich damit zu beschäftigen! Aber mir wurde schon sehr viel gutes gepredigt darüber und das hat mir halt den Mund wässrig gemacht! 🙂
Auf unserem Gateway der gleichzeitig der Arbeitsrechner meiner Mutter ist läuft schon Gentoo, da konnte ichs mir schon ein wenig ansehen, und ich muss sagen joha hat mir schon ganz jut gefallen! 🙂

Ich probiers einfach mal, ich denke aller Anfang ist schwer, aber durch eure Tips und Erfahrung lenkts mich schon in die richtige Richtung! 🙂

Also Platte kofn und druff klatschen! 🙂

Gruss Frank

Benjamin Quest - Donnerstag, 07. April 2005 17:57 Uhr

In einer der letzten Linux+DVD Ausgaben war ein Gentoo auf DVD mit dabei und auch Haufenweise ebuilds (das sind vorkompilierte Pakete, die sich schnell installieren lassen, aber dann eben nicht auf deine HW maßgeschneidert sind). Ein emerge world und stundenlange Kompilierarbeit sollte die Distribution dann auf den Neusten Stand holen, aber Du mußt dabei nicht zuschauen, das kann üN geschehen. Updateritis ist bei gentoo ein schwerer fehler, denn sonst kompilierst Du nur noch. Nicht jeden KDE Sprung mitmachen … oder ebuilds nehmen …

Eine andere speedoptimierte Distri die auf den Grundlagen von LFS aufgebaut wurde wäre Yoper [1] … es gibt so viele schöne Distributionen heutzutage, die Auswahl fällt zunehmend schwerer 😉
b.

[1] http://www.yoper.com/about.html

Frank Gabbert - Freitag, 08. April 2005 10:53 Uhr

Hi danke fuer den TIP 🙂

Ja Yopper kenn ich schon und habs auch auf CD zuhause! Nur es hat sich nicht installieren lassen.

CD rein
Installation gestartet
Partitionierunge war angesagt und das lief NULL! 🙁 Er hats einfach nicht machen wollen! Warum weiss ich nicht mein einer Kollege der auch Linux Freak ist und Yopper des öfteren schon installiert hat, Kopfte sich auch nur am Kopf, keinen blassen Schimmer! Und bei diesem PC ist die Harware 100% in Ordnung (Mein Baby ^^)!

Gentoo hab ich die 64bit Version auf DVD in der Verion last.2004 auch schon rumliegen!
Muss nur mal anfangen! fg

burnstone - Mittwoch, 13. April 2005 12:02 Uhr

> ebuilds (das sind vorkompilierte Pakete, die sich schnell
> installieren lassen, aber dann eben nicht auf deine HW
> maßgeschneidert sind)

Diese Aussage stimmt so nicht. „ebuilds“ (normalerweise unter /usr/portage zu finden) sind die „Steuerdateien“ für portage, in denen festegelegt ist, woher der Quellcode genommen werden soll, welche Patches benötigt werden und wie kompiliert/installiert werden muss.

Gruss

burnstone

Tobias Hunger - Donnerstag, 07. April 2005 20:02 Uhr

Ich hatte mich auch an Gentoo versucht und habe das gerade zu Gunsten von
Kubuntu in die Tonne geklopft.

Lernst Du was beim Installieren? Ja, bei z.B. Debian ist es aber auch nicht
weniger: Dem Rechner beim Übersetzen zuschauen bringt nicht wirklich den
Erkenntnisgewinn. Die Anleitung von Gentoo ist gut, nur leider nicht immer
richtig, jedenfalls wenn Du unstable nimmst. Ich bin damit jedenfalls böse ins
Messer gelaufen.

Wenn Gentoo erst mal installiert ist, dann ist das eine ganz normale
Distribution wie viele andere auch. Spürbar schneller kam sie mir nie vor, die
Kompilierzeiten habe ich jedenfalls nicht annähernd durch schnellere
Programmausführung wieder hereingeholt. Naja, Nachts ist der Strom billig, also
was solls?

Beim Upgrade (wieder von unstable) geht oft was schief, lass das am Besten sein
wenn Du Dein System brauchst. Entweder emerge bleibt gleich ganz hängen und
bricht ab (soviel zum nachts updaten…), oder die Kiste steht nach dem
nächsten Reboot. Ich kann garnicht mehr sagen, wie oft Gentoo beim Upgrade von
Init-Skripten das LVM Setup verbockt hat. Übrigens waren fast alle
Bibliotheken, die ich so brauche, in Debian/unstable auf gleichem oder gar
aktuellerem Stand als in Gentoo/unstable.

Ob 3D einfacher zu konfigurieren ist als bei SuSE? Nein. Bei Gentoo ist nichts
einfach mal so konfiguriert! Da sind die Gentooler sogar stolz drauf;-)

Ich habe für eine komplett optimierte Gentoo Installation so etwa 5 Tage
kompiliert (verteilt über zwei Wochen Wallclock-Time). Dazwischen war basteln
und konfigurieren angesagt. Ohne Vorlagen aus dem vorherigen Debian Setup hätte
das nochmal deutlich länger gedauert.

Ich werde mir die Gentoo-Erfahrung nicht noch einmal geben… ist was für
Studenten mit zuviel Zeit. Wenn Du wirklich was lernen willst, dann nimm LFS.
Wenn Du dazu nicht masochistisch genug bist, dann nimm alles außer Gentoo und
nutze die gesparte Zeit, um ein gutes Linux-Buch zu lesen. Da hast Du mehr von.

Frank Gabbert - Freitag, 08. April 2005 11:16 Uhr

>>Lernst Du was beim Installieren?
Ich denke schon! Klar lehrnt man nichts wenn man dem PC beim Compilieren zusieht, aber die vorgehensweise und ich denke ich mach mal wieder was falsch! hehe Kenn mich doch! 🙂
>>Die Anleitung von Gentoo ist gut, nur leider nicht immer
>>richtig, jedenfalls wenn Du unstable nimmst. Ich bin damit jedenfalls böse ins
>>Messer gelaufen.
OK ich werde aufpassen! 🙂 Mein Kollege meinte auch er wundert sich, dass so viele Probleme beim installieren haben, denn wenn man nach der Anleitunge geht, kommt man eigentlich ohne Probleme durch! Hmm 🙂
>>Ich kann garnicht mehr sagen, wie oft Gentoo beim Upgrade von
>>Init-Skripten das LVM Setup verbockt hat. Übrigens waren fast alle
>>Bibliotheken, die ich so brauche, in Debian/unstable auf gleichem oder gar
>>aktuellerem Stand als in Gentoo/unstable.
Hmm naja ich will einfach nur ein System, das läuft! Also wills nicht tot patchen,… möchte das meine Anwenungen funktionsfähig laufen, ich drauf arbeiten kann Webdesign und Grafikdesign und dass ich noch spielen kann ohne Probleme! 🙂 Eigentlich doch net so schwer zu realisieren! Ihr macht mir Angst! :)))
>>Ob 3D einfacher zu konfigurieren ist als bei SuSE? Nein. Bei Gentoo ist nichts
>>einfach mal so konfiguriert! Da sind die Gentooler sogar stolz drauf;-)
Naja nicht das es einfacher ist, sondern dass es überhaupt geht, hast du schon mal ne ATI Karte versucht unter Suse zum laufen zu bringen!? Mit nVidia kein Ding, läuft bei meinem einen Rechner ohne größeren Probleme! Aber ahh mit der ATI 9600 Mobile grr krisch isch net zum lofn! :/

>>Ich habe für eine komplett optimierte Gentoo Installation so etwa 5 Tage
>>kompiliert (verteilt über zwei Wochen Wallclock-Time). Dazwischen war basteln
>>und konfigurieren angesagt. Ohne Vorlagen aus dem vorherigen Debian Setup >>hätte das nochmal deutlich länger gedauert.
Ja das mag sein und diese Zeit würde ich auch Opfern dafür, denn man muss drann denken, dass wenn man ein Linux installiert hat einfach mehr Spass und Stabilität hat als mit Windows (Bluescreens, durchschnittl. Laufzeit ca. 2 Jahre (höchstens) ok es geht länger, aber auch um einiges kürzer mein am kürzesten Lebendes WinXP lief 2 Tage! Und HW etc. war alles K fragt mich net was da hi war, aber es war was hi! 🙂 )
>>Ich werde mir die Gentoo-Erfahrung nicht noch einmal geben… ist was für
>>Studenten mit zuviel Zeit. Wenn Du wirklich was lernen willst, dann nimm LFS.
>>Wenn Du dazu nicht masochistisch genug bist, dann nimm alles außer Gentoo und
>>nutze die gesparte Zeit, um ein gutes Linux-Buch zu lesen. Da hast Du mehr >>von.
Hehe danke für den TIP 🙂 Ich glaube LFS bin ich nicht Freak genug für :)) Klar lehrnt man da was, aber die Nervern hab i net, ganz erhlich gsacht! Also ich test amil Gentoo und beachte eure Tips 🙂

Vielen Dank

Ingo Kemper - Freitag, 08. April 2005 11:43 Uhr

Ich kann garnicht mehr sagen, wie oft Gentoo beim Upgrade von Init-Skripten das LVM Setup verbockt hat.

Emerge ändert das nicht ohne Deine ausdrückliche Zustimmung, wenn Du bei etc-update sagst, dass alles ungeprüft überschrieben werden soll, dann darfst Du Dich hinterher nicht wundern. Bei mir läuft alles seit mehr als zwei Jahren stabil auf inzwischen ca. 15 Rechnern.

peschmae - Donnerstag, 21. April 2005 21:05 Uhr

Gerade das ewige etc-update ist (neben den ewigen Kompilierzeiten) der Grund wieso ich bei Gentoo nie übers testen herauskam.
Da muss man jede Menge Änderungen abnicken von denen man bestenfalls bei der hälfte weiss um was es in der Konfigurationsdatei geht und bei noch viel weniger wozu die konkrete Änderung gut ist…

Mal abgesehen davon dass das System beide mal schon beim Aufsetzen gezickt hat – einmal war das emerge-Script gerade kaputt (irgendwo im Forum war dann der zwei-Zeichen-Fix mitten im 10k-Zeilen-Script) und das andere Mal…
Ich behaupte ja nicht dass das repräsentative Probleme sind oder so – aber es ging halt nicht. 😀

MfG Peschmä

Johnny Graber - Donnerstag, 07. April 2005 20:57 Uhr

Auf [1] findest du die Anleitung zur Installation von Gentoo sowie zahlreiche hilfreiche Dokumente. Schau dich einmal um und lies vor allem die Installationsanleitung durch. So bekommst du einen guten Einblick in das, was dich erwartet.

Wenn dich dies nicht abschreckt, kannst du auf [2] einen Server suchen und dir die Installations-CD herunterladen. Ich empfehle dir auch die Packages-CD zu holen. Beim ersten Kontakt mit Gentoo würde ich bei Stange 3 anfangen und alle grösseren Pakete von der Packages-CD einspielen. So kommst du schnell zu einem lauffähigen System und kannst dich ans erkunden der Gentoo-spezifischen Dinge machen. Die grosse Optimierung trift so natürlich nicht ein, doch wenn das System erst einmal läuft kannst du immer noch alles selber durchkompilieren. So aber bekommst du dein System an einem langen Nachmittag so weit, das du loslegen kannst. Ansonsten kann es je nach Wünschen halt schon mal bis zu einer Woche dauern.

Wenn schon ein Linux bei dir läuft und du genügend Platz für die Root-Partition von Gentoo hast, kannst du mit einem chroot dein Gentoo installieren und nebenher wie gewohnt weiterarbeiten, bis alles bereit ist.

Bei mir läuft Gentoo bald schon 2 Jahre. Davor nutzte ich SuSE, Mandrake, Debian und noch einige exoten. Mir gefällt an Gentoo die grosse Paketauswahl und vor allem die hilfreichen Dokus. Der Geschwindigkeitsvorteil ist minimal, das System fühlt sich aber durch diesen kleinen tick mehr Speed angenehm leicht an – dies ist aber sehr subjektiv.

Wenn du Gentoo nutzen willst, solltest du dich möglichst früh von der Idee lösen, du müstest nur die Erklärungen abtippen und würdest ein besserer Linuxer. Wenn dir Gentoo gefälllt, dann ok. Wenn nicht, machts auch nichts.

Sollten dich nur die langen Kompilierzeiten abschreken, dann lass dir dies sagen:
Während du kompillieren lässt, kannst du ja ganz einfach weiterarbeiten. KDE mag mit all seinen Tools seine 10-20 Stunden kompilieren, in der Zeit nutzt du halt die vorherige Version und arbeitest damit weiter. Nur mal schnell etwas ausprobieren dauert halt seine Zeit. Doch bis du je nach Distribution all die Abhängigkeiten von *.rpm oder *.deb Paketen aufgelöst hast, kann es auch recht lange dauern.

[1] http://www.gentoo.org/doc/de/index.xml
[2] http://www.gentoo.org/main/en/mirrors.xml

Frank Gabbert - Freitag, 08. April 2005 11:20 Uhr

Hi danke fuer die Tips,

also ich habe ja schon die DVD und die Anleitung muss nur mal reinschnuppern, da haste Recht, das habe ich bis Dato nicht nicht vorgenommen! 🙂

Ja sch*** aufs Kompilieren, ich denke wenn man mal was gescheits haben will, schnappt man sich ne „KANNE KAFFE“ 😀 und legt los! Freundin und Freunde werde ich sagen,dass ich im Urlaub auf Tahiti bin und dann hab ich meine Ruhe g
Wenns dann läuft und auch noch gut und ich mich ein wenig auskennen, oh dann, ja dann rappelts im Karton! 🙂

Les mich aber erstmal ein in die Anleitung!

Aber eine Frage ist dann Debian leichter zu konfigurieren bzw. zu warten etc als Gentoo!?

Gruss
Frank

Benjamin Quest - Freitag, 08. April 2005 11:51 Uhr

Aus meiner jetzigen Erfahrung kann ich sagen, daß es mit einem Netzanschluß mit .deb und apt überhaupt keine Probleme gibt Abhängigkeiten hinterherzujagen. Die gibt es wenn man einzeln heruntergeladene Pakete einspielen will, da ist .deb nicht besser als rpm. Aber die feinen Sachen wie urpmi sind auch nicht zu verachten, wobei ich den Eindruck gewonnen habe, daß das Debian Paketsystem in der Regel runder läuft.

Mein Tipp nach an den Fragesteller, besorg Dir eine Distribution mit vielen Fehlern, da lernt man am meisten, Dank +censored+ weiß ich jetzt wie man das Hotplugsystem umgeht, was man macht wenn das Kernelupdate das mkinitrd vergessen hat, Dank #censored2# weiß ich wie man fehlerhafte Kernelmodule entfernt oder richtige einbindet … Hm, bei *censored3* hab ich gar nichts dazugelernt … also einfach einen schlechten Testbericht suchen und loslegen 😉
b.

Frank Gabbert - Freitag, 08. April 2005 15:42 Uhr

>>Mein Tipp nach an den Fragesteller, besorg Dir eine Distribution mit vielen >>Fehlern, da lernt man am meisten, Dank +censored+ weiß ich jetzt wie man das >>Hotplugsystem umgeht, was man macht wenn das Kernelupdate das mkinitrd vergessen >>hat, Dank #censored2# weiß ich wie man fehlerhafte Kernelmodule entfernt oder >>richtige einbindet … Hm, bei censored3 hab ich gar nichts dazugelernt … >>alsoeinfach einen schlechten Testbericht suchen und loslegen 😉

———

Ok :D, Klar vielleicht hätt ich als ich meine VMLINUZ gelöscht hab unter SUSE nicht einfach neu installieren sollen, sondern mich dran machen hätte sollen, dass System zu retten, hätte mir bestimmt was gebracht! Aber nachdem ich an dem Abend keine Zeit hatte sondern umbedingt an die Files musste, da darauf meine Samba Shares laufen, hab ich ihn kurzerhand einfach neu installiert! Suse halt… Install und fertig zu krass Windows Like mittlerweile! 🙂
Aber für son Notfall Ideal 😀

Aber ich veherzige mal deine TIPS, und ich vermute auch dass ich auf das eine oder andere Problem bei Gentoo stoßen werde, ich drück mir jetzt schon die Daumen, aber ich glaube ich brech mir die Finger ab, denn ich habs schon im Urin, dass ich irgendwo hängen bleibe! 😀 No Risk No Fun!

Johnny Graber - Samstag, 09. April 2005 12:13 Uhr

Du kannst natürlich auch in den Urlaub gehen und deinen Rechner währenddessen all die gewünschten Pakete kompilieren lassen… 😉

Zur leichteren Konfiguration:
Wenn es eine Doku oder einen ausführlichen Beitrag im Gentoo-Forum [1] gibt, ist die Konfiguration bei Gentoo sehr leicht und weit einfacher als bei Debian – dies ist allerdings meine persönliche Meinung.
Ohne diesen Hilfen kann es recht mühsam werden und man wünschte sich einen Konfigurationsassistenten – den gibt es bei Gentoo aber halt nicht.

Kurz zusammengefasst: Wenn es dich nicht stört, abseits von Assistenten in den Konfigurationsdateien deine Anpassungen zu machen und dich in neue Themen einzulesen, bist du bei Gentoo richtig. Willst du vor allem schnell etwas haben und dir keine grossen Gedanken machen, solltest du lieber Mandriva (ehemals Mandrake), SuSE oder Fedora nehmen.

[1] http://forums.gentoo.org/

Tobias Hunger - Samstag, 09. April 2005 12:50 Uhr

Du kannst natürlich auch in den Urlaub gehen und deinen Rechner währenddessen all die gewünschten Pakete kompilieren lassen… 😉

Meiner Erfahrung nach geht genau das aber nicht: Immer wenn ich eine Latte von Paketen gleichzeitig bauen lassen wollte, dann blieb emerge irgendwo hängen. Entweder klappte ein Ebuild einfach nicht oder ich sollte irgendeine Datei selber herunterlade, oder mein Gentoo Mirror hat gestreikt und emerge ist deswegen abgebrochen, oder oder oder. War zugegebenermassen Gentoo/unstable, da sind natürlich einige Probleme zu erwarten. Aber reibungslos geklappt hat ein größeres Update nie, ohne das ich von Hand nach helfen musste.

Davon abgesehen wurde bei mir öfters bei so einem Update ungefragt die Konfiguration zerschossen. Da nicht wirklich alle Konfigurationsdateien in /etc landen – und nur dort die Schutzmechanismen von Gentoo greifen – passiert das schon mal (Beispiel: Tastaturbelegung von X).

Wenn es eine Doku oder einen ausführlichen Beitrag im Gentoo-Forum [1] gibt, ist die Konfiguration bei Gentoo sehr leicht und weit einfacher als bei Debian

Richtig, die Gentoo Dokumentation ist teilweise sehr gut. Zum Glück kann man die guten Teile meistens auf alle anderen Distributionen übertragen… Meistens reicht es bei Debian emerge durch apt-get zu ersetzen;-).

So kriegst Du dann beides: Konfigurationsassistenten und Gentoo Doku.

Ein Vorteil von Gentoo wurde hier noch garnicht genannt: Über die USE-Flags kannst Du sehr genau einstellen, was Dein System kann. Für eingebetteten Systeme ist das wirklich Klasse!

Aber auch hier habe ich nicht nur positive Erfahrungen gemacht: Die Flags sind nicht vollständig dokumentiert (auch wenn das Gegenteil behauptet wird, was für Gentoo/stable möglicherweise auch stimmt). Dann bewirkt das setzen mancher Flags ein weniger an Funktionalität (noXYZ Flags, die aber mittlerweile wieder abgeschafft werden sollen). Schließlich bringt die ganze Flagsetzerei meiner Erfahrung nach nur dann wirklich Vorteile, wenn man extrem wenig RAM/Platte hat.

Johnny Graber - Samstag, 09. April 2005 13:32 Uhr

Es ist schon recht lange her, das mir ein emerge abgebrochen ist. Da hat Gentoo seit meiner Nutzung stark gebessert. Ich nutze aber auch weitgehend stable und nur für einige ausgewählte Pakete die unstable oder gar masked Varianten.

Mit ufed gibt es ein hilfreiches Tool für die Use-Flags. Ich weis nicht, ob ufed alle Flags zeigt, doch was drin ist reicht schon sehr weit.

Ingo Kemper - Freitag, 08. April 2005 13:10 Uhr

Bei einem vergleichbaren System hat’s bei mir ca. einen Tag gedauert (GNOME, Sylpheed-claws, pan, Mozilla, …, nichts QT-basiertes). Du kannst während der Installation in einer anderen Console schon mal emerge -f doom3 nwn xine mplayer gimp-print (oder was auch immer Du noch installieren willst) laufen lassen, dadurch wird schon mal alles runtergeladen, was für die Installation der genannten Pakete benötigt wird. Die Wartezeiten für die Downloads entfallen dann beim kompilierenden emerge.

Viel Spass
Ingo

Frank Gabbert - Freitag, 08. April 2005 15:44 Uhr

Ahh sehr gut! Vielen Dank der Herr denkt an mich 😀 denn Doom3 hatte ich auch vor zu installieren!

Was empfehlt ihr eingentlich bei meiner Grafikarte (ATI 9600 Pro (M10)) zu unternehmen, dass ich diese reiblungslos im 3D Modus betreiben kann!
Denn davor habe ich ein wenig grummeln in der Magengegend, denn das hab ich bei Suse null hinbekommen!

Gruss
Frank!

Und vielen Dank, dass ihr mir soviele Tips gebt! 🙂

Tobias Hunger - Freitag, 08. April 2005 16:00 Uhr

Wenn Du 3D zum spielen brauchst, dann kommst Du um die proprietären ATI
Treiber nicht rum. Die neuen sind auch garnicht mehr sooo schlecht… Für alle
gängigen Distris gibts gute HOWTOs. Ich hatte die Karte nach Anleitung in
Gentoo am rennen (dort update-opengl nicht vergessen, sonst bringt der Treiber
nicht viel).

Alternativ kannst Du den neuen freien Treiber[1] (experimentel!) mal antesten.

[1] http://r300.sf.net

Anonymer Tux - Montag, 11. April 2005 18:54 Uhr

Hallo Frank!

Ist zwar off-topic, aber es sticht einfach ins Auge: Schön, dass du etwas lernen möchtest – und ich muss selbst anmerken, dass ich mit Gentoo am meissten über Linux gelernt habe – aber schreibe doch bitte lernen ohne „h“. Du hast das nämlich konsequent durchgezogen (scheint also kein Tippfehler zu sein) und gele“h“rnt. Das Handbuch beLEHRT dich zwar, aber du lernst… 🙂

Auch bei den ITlern sollte die deutsche Sprache nicht zu kurz kommen…

Gruß und eine schöne Gentoo-Zeit!

[1] http://www.duden.de

Frank Gabbert - Dienstag, 12. Juli 2005 10:01 Uhr

Danke für deinen TIP. Auch ohne deine Hilfe habe ich mich erst ertappt, dass ich dies ständig falsch geschrieben habe und meinen Fehler „intern“ – „Hirn“ korrigiert! 🙂
Ja meine Rechtschreibung ist schrott, ich weiss. Aber ich bemühe mich grobe Fehler vorzeitig zu eliminieren, aber nicht immer klappt dies auch. Habe Sprachprobleme, auch wenn ich oft weiss wie es geschrieben wird, ich schreibe es trotzdem falsch.
Sprachprobleme sind mies und ich versuche daran zu arbeiten. Mein Trick in Communities ist trotz Schreibfehler, sachlich, nett und halbwegs intelligent zu formulieren um diese Fehler zu maskerieren. 🙂

Danke nochmal

Mfg
aus Erlangen

manatawady - Donnerstag, 14. April 2005 16:08 Uhr

Schau Dir doch mal vidalinux an (Link1)

Das hat den anaconda Installer von redhat/fedora und installiert Dir ein Gentoo – Gnome System ohne Kompilieren. Danach allerdings muss man per emerge System und World neu kompilieren um einigermaßen aktuell zu bleiben 😉

Evtl ein leichterer Einstieg in Gentoo ?

[1] http://desktop.vidalinux.com

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