Drucker Kyocera 1700+

FragenDrucker Kyocera 1700+
Andreas Schirmann - Montag, 09. November 2015 09:37 Uhr

Ich bin ziemlicher linux-laie. Habe Linux Mint 17.1 64 bit installiert. Unter Linux mint 17.1 32 bit konnte ich den parallel angeschlossenen Drucker Kyocera 1700+ anschliessen und er funktionierte. Jedoch Linux mint 17.1 64 bit lässt den Anschluss. des Druckers nicht zu. In cups kommt immer die Meldung: “ Drucker nicht angeschlossen?“
Was tun?

1 Antwort
Kai - Montag, 09. November 2015 10:45 Uhr

Wenn er unter der 32-Bit-Version funktioniert hat, müsste er das auch unter der 64-Bit-Version. Es ist also noch etwas anderes passiert, weshalb ich noch einmal nachfragen muss:

– Du hast wirklich in beiden Fällen Linux Mint 17.1 verwendet?
– Hast du irgendwelche Aktualisierungen eingespielt?
– Du hast den Drucker nicht über das Netzwerk, sondern direkt über den Parallelport angeschlossen?
– Der Drucker hat Strom und ist eingeschaltet? (Ja, doofe Frage, aber nach meinen Erlebnissen häufig ein Fehlergrund.)

Heinz-Stefan Neumeyer - Dienstag, 10. November 2015 19:22 Uhr

Hallo Kai

Was hast Du denn zur Einrichtung (Installation) unternommen?
Das Gerät ist IMHO ein potscript-fähiger Drucker und zur Einrichtung bedarf es lediglich der passenden ppd-Datei.

Gruß Stefan

a-schirmann - Samstag, 14. November 2015 13:36 Uhr

1. Ja, habe Linux Mint 17.1 verwendet
2. Habe keine Aktualisierungen eingespieltt
3. Ja, der Drucker ist über den Parallelport angeschlossen
4. Ja, natürlich hat der Drucker Strom und ist eingeschaltet.

a-schirmann - Samstag, 14. November 2015 13:40 Uhr

Ja, das Gerät ist ein postscript-fähiger Drucker. Was bedeutet aber die passende ppd-Datei? Ich weiss, ich frage blöd

Heinz-Stefan Neumeyer - Sonntag, 15. November 2015 22:42 Uhr

Es gibt kein „…blöden Fragen, es gibt nur unpassende oder unfreundliche Antworten…“

Unter

http://www.kyoceradocumentsolutions.de/index/serviceworld/downloadcenter.false._.FS1700PLUS._.DE.html

findest Du ganz unten auf der Seite ein gepacktes Archiv mit Namen „Linux_PPDs_KSL8_4.zip“.
Herunterladen, auf dem Rechner speichern und entpacken.
Geht mit dem Befehl

unzip Linux_PPDs_KSL8_4.zip

In dem dabei entstehenden Verzeichnis findest Du eine Vielzahl von sog. PostScript Printer Description (oder kurz ppd). Im Unterverzeichnis

PPD’s_KSL_8.4/German/

ist auch eine für den 1700+ (Kyocera_FS-1700+_de.ppd). Diese Datei kopierst Du mit root-Rechten einfach an eine Stelle wo sie CUPS findet. Ich habe dafür ein Verzeichnis

/usr/share/cups/model/kyocera

angelegt. Dann ist es eine kleine Mühe CUPS diese ppd-Datei über die in jedem Browser erreichbare Adresse

loclahost:631

bekannt zu machen.

Gruß Stefan

Heinz-Stefan Neumeyer - Sonntag, 15. November 2015 22:49 Uhr

Entschuldigung, Fipptheler 🙂
Die Adresse heißt natürlich

localhost:631

Stefan

Kai - Montag, 16. November 2015 10:58 Uhr

Was mich aber nach wie vor wundert: Warum funktioniert sein Drucker unter einem 32-Bit Linux Mint? Ich verstehe nicht, warum der Drucker plötzlich unter einem 64-Bit-Linux nicht mehr laufen sollte. Meine derzeit einzige Idee: Es fehlt irgendein Paket.

Andreas: Kannst du mal in der Paketverwaltung nachsehen, ob die Pakete „printer-driver-gutenprint“, „cups-filters“, „openprinting-ppds“ und „foomatic-db-compressed-pdds“ installiert sind?

Dann noch eine Frage: Ist der Drucker über „USB zu Parallelport“-Kabel angeschlossen? Die verursachen nämlich auch immer Probleme.

Heinz-Stefan Neumeyer - Dienstag, 17. November 2015 22:23 Uhr

32/64 bit hat IMHO nichts damit zu schaffen.
Für einen PostScript-Drucker braucht CUPS nur die passende Beschreibungs-Dazei – eben diese ppd

https://de.wikipedia.org/wiki/PostScript_Printer_Description

Der Rest ist dann nur noch diese CUPS bekannt zu machen.
Da diese über diese über von mir vorstehend genannten Link zu bekommen sind sollten die von Dir genannten Pakte eigentlich nicht von Belang sein.

Gruß Stefan

Kai - Dienstag, 17. November 2015 22:39 Uhr

Du hast aber schon die Frage des Erstellers gelesen? Er ist lediglich auf Linux Mint 64-Bit gewechselt. Er hat sonst nichts weiter installiert oder verändert. Also müssen in der 32-Bit-Version alle Treiber/PPD-Dateien enthalten gewesen sein. Wenn das aber der Fall ist, sind sie auch in der 64-Bit-Version enthalten.

Kai - Dienstag, 17. November 2015 22:48 Uhr

Was passiert denn, wenn du im Browser die Adresse http://localhost:631 aufrufst? Kommst du dann auf die CUPS-Oberfläche?

Heinz-Stefan Neumeyer - Mittwoch, 18. November 2015 16:29 Uhr

Ein Architekturwechsel „on-the-fly“ ist eine ziemlich aufwendige Angelegenheit, die viel Erfahrung erfordert. Erfolg keinenfalls garantiert.
Das so etwas mit Mint funktionieren würde, einer Distribution die bis dato ja nicht mal ein dist-upgrade unterstützt, halte ich für komplett ausgeschlossen.

Also ist das eine Neuinstallation.
Und dort muß der Druckerserver (CUPS) halt neu eingerichtet werden. Unter Nutzung der über den von mir gepostetet Link erhältlichen ppd-Datei.

btw.
Ich selbst arbeite seit mindestens 10 Jahren ausschließlich mit Kyocera-Druckern und habe auch überall wo ich meine Finger drin haben darf solche anschaffen lassen. Ein 1700er ist da sicher auch drunter.
Ich denke also, daß ich in diesem Fall weiß wie es geht. 🙂

Gruß Stefan

Kai - Mittwoch, 18. November 2015 16:52 Uhr

Für mich klang es aber so, als ob der Fragesteller unter 32-Bit eben keine PPD oder irgendetwas anderes installiert hat, sondern der Drucker Out-Of-The-Box lief.

Vielleicht kann Andreas aber noch einmal hierzu was sagen. 🙂

(Davon ab scheint es mit Ubuntu basierten Distributionen und dem Parallelport häufiger Probleme zu geben. Zumindest könnte man bei einer kurzen Google-Recherche davon ausgehen…)

pcfreak - Samstag, 12. Dezember 2015 09:55 Uhr

Moin!

Viele Druckertreiber sind nicht auf x64 portiert und benötigen die 32bit libraries. Wenn ich an so etwas altes, wie den Parallelport denke – dort ist kein 64bit Zugriff möglich, wenn er im I/O-Bereich eingeblendet ist…

Hast Du mal
sudo apt-get install ia32-libs
ausprobiert?

Deine Antwort